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ZEARVARD UNIVERSITY HERBARIUM. | / UV

Dought

LIBRARY OF THE GRAY HERBARIUM HARVARD UNIVERSITY

—————

Die

,gerbtefd: wilde Baumzucht

theils ARTEN NEUN und anderer

emder, theils einheimifcher

Baͤume, Straͤucher und Strauch⸗ artigen Pflanzen

nach den Kennzeichen, der Anzucht, den oe und der Benutzung befchrieben |

von

D. ab ee du Roi

Sefter Band. Mit Kupfern.

Bramnſhweig 1771: im Verlage der Fuͤrſil. a an f/

px

Pd

. Dem

Durjauigten Fuͤrſten und

Herrn,

HERRN

eier obrecht

regierenden

Fuͤrſten zu Anhalt,

Herzogen zu Sachſen, Engern und Wet: phalen, Grafen zu Aſcanien, Herrn zu Bernburg und Zerbſt! ꝛc. ꝛc.

des Rußiſch Kaiſerlichen heil. Andreas⸗ Ordens Ritter ꝛc.

—— ER gürfen und Herrn

und denen Hochwohlgebohrnen Hirten, DA KRN

Friedrich Auguf von Beltheim, Herzoglichen Braunſchweig Luͤneburgiſchen Hofrichter, des Herzogthums Wolfenbuͤttel

Erbkuͤchenmeiſter, Erbherrn auf Harbke, Aderſtedt, Groppendorf c. |

des goldenen Löwen: Ordens Kitter 5

HERRN O ed von Vunhhauſen,

Koniglichen Großbritanniſchen und Chur, fuͤrſtlichen Braunſchweig⸗ Luͤneburgiſchen Land⸗ su Haarburg, Landzund Schagra te des Fuͤrſtenthums Galenberg „Erbe * herrn auf Schwoͤbber, —— dagſen x.

Seinen gnaͤdigen Herren

Abergicbet duſe Abhaidlungen als einen Beweis

der 2 Eheicht, SEHEN, und Dank; barkeit

der Verfaſer.

Ein iederScheiftftelerift ſchuldig, das >, Publikum über die Bewegunsgruͤn— de zu belehren, die ihn vermogt ha⸗ ben, demſelben feine Arbeiten mitzutheilen. Sind fie von einigen Gewichte, fo kann er ſich Beifall verfprechen, wenn er für den allgemeinen Nutzen forgfältig gearbeitet hat, find fie esnicht, ſo muß . er zu Entfcehnidigungen, daß er durch Befehle - hiezu genöthiget worden ſei, feine Zuflucht neh⸗ men, und fein Bud) auf gut Glüd fortſchicken.

Wenn ich auch nicht aller meiner Leſer Beifall verdienen follte, fo verdiene ic) doc) auch nicht ih⸗ ven Tadel, |

Kenner wiffen, wieviel wir in dem ganzen Na turreiche noch zu lernen haben, und daß das Pflan- zenveich als ein Theil deffelben wegen ver sfonomis ſchen Benugungen einer. eigenen Anfmerkfamkeit

| IE bedarf,

vm Borberidt

bedarf, und hierin erfi in dieſem Sahrhunderte die praftifchen. Schritte gewagt find,

Die Baumzucht insbefondere iſt ein für Die Nachwelt nugbares Sach), wir haben die Kennt niffe dazu ohnumgaͤnglich noͤthig, und doch fo wer nig Gufes darin, daß wir oft nicht wiffen, welche von zwei ee Methoden die beſte iſt.

Das ——— wir, ein Mann, der ſich mit der Bearbeitung derſelben viele Jahre beſchaͤftiget hat, hat das Vorurtheil eines verſtaͤndigen Lehrers

vor ſich, dennoch kann er aber irren, und ſein Irr⸗ thum kann andere zur Nachahmung vermoͤgen, und betraͤchtlichen Schaden verurſachen. Dieſer Umſtand betrift im eigentlichen Verſtande die Forft, wiſſenſchaft in hoͤheren Grade, als die Behand⸗

lung der Obſtbaͤume, und der Nachtheil, der ein Land und einen ieden Eigenthuͤmer einer Forſtan⸗

lage Durch verlohrne Zeitund Arbeit trift, ift zu of⸗ fenbar, als daß ich daruͤber iemanden zu belehren

ſuchen ſollte.

Berichte alſo, ke die von mehr als einer Erfahrung und öfteren Verſuchen en welche Gründe unterflügen, und deren gu⸗

‚tee

Vorberidt. vom ter Erfolg fich praktisch vorzeigen läßt, diefind es

eigentlich, welche gefodert werden.

Sch habe vor andern bei meinen fünftährigen

a Aufenthalte hiefelbit die Gelegenheit gehabt, fol:

che Erfahrungen einſuſammlen, fie haben mir wie—⸗

derum Gelegenheit gegeben, fie nachdenkend zu er—

waͤgen, ſie bald einzuſchraͤnken, bald zu erweitern, nachdem ſie es erfoderten.

Und weswegen ſollten ſie nicht die Liebhaber vergnügen und in Ermangelung befferer Anwei— fungen ihnen nügen Fonnen, da ſich Harbfe eines geogen’ Forfiliebhabers in der wuͤrdigen Perfon fei- nes iegigen Herrn Beſitzers, fo fehöner Forſtanla— gen, und fo weitläuftiger Pflanzungen von freitiven

und feltenen Bäumen, Sträuchen und Strauch-

artigen Pflanzen ruͤhmen kann, Pflanzungen,, die ich ihrer Größe und Der darin erzogenen feltenen

‚und vielen Gewächfe wegen mit unter die erjien in

Deutfehland rechnen muß. ' Die in dieſem Wer⸗ fe befchriebenen Arten beweifen ihren ſchaͤzbaren Reichthum und den Vorzug fuͤr andere,

wi \

_

Seit zwanzig Jahren ohngefaͤhr haben der

ſchnelle Wuchs Nordamerikaniſcher Bäume und ihre | a5 Dauer

x’ Vorbericht. Dauer unter unſern Himmelsſtriche die Liebhaber auf ſie beſonders Acht geben laſſen.

Man bewundert ihre Verſchiedenheit, und den geringen Zeitraum, in welchen ſie heran wach⸗ ſen, ein natuͤrlicher Trieb der Neugierde wird re⸗ ge, man wuͤnſchet dergleichen zu beſitzen, und man ſtellet mit ihrem Anbau Verſuche an. |

So viel bleibt gegründet, nicht alle für ung feltene Pflanzen haben für die einheimifchen Bors züge, und man muß daher nicht für dieſelben zu ſehr eingenommen ſeyn, und ſich alle Vortheile von ihnen verſprechen, indem man ſie ſaͤmmtlich den andern Arten vorziehet. Der Erfolg allein ſagt uns die Wahrheit,

Indeſſen kann man nicht augnen vab nicht einige unter innen einen befonders ſtarken Wuchs zeigen follten, unter die z. E. die rothen Virgini⸗ ſchen und Caſtanienblaͤttrige Eichen, Der Amerikas, niſche Platanus, die rothen Virginiſchen und Eſchenblaͤttrigen Ahorne, die, Weyhmouthsbiefer amd Canadiſche weiße Fichte gehören. Derglei⸗

chen Baͤume verdienen angeprieſen zu werden, ſi ie iR für die Zukunft nutzbar. |

„Ein praftifcher ur möge hier und

| [ Vorbericht. xI und es gefchichet in der Thatoft, daß er zwar ge- gen den geſchwinden Wuchs dieſer Arten nichts einwenden koͤnne, es fruͤge ſich iedoch: ob unter

den Nordamerikaniſchen und anderen fremden Ar— ten in der That welche waͤren, die uns vor den

Deutſchen Baͤumen wahre u: liefern wer⸗ den?

Und dieſe Frage be antworte ich mit Ja. Die Weyhmouthskiefer (Pinus Strobus), die Canadi⸗ ſche weiße Fichte (Pinus Canadenſis), der Nord⸗ amerikaniſche Platanus (Platanus occidentalis) Die ſchwarze Wallnuß (Juglans nigra), der Virgi⸗

niſche Schotendorn (Robinia Pſeudacacia), die

weiße Ceder (Cypreſſus thyoides), die rothe Ce— der (Juniperus Virginiana), der. Nordamerika⸗ niſche Lebensbaum (Thuia occidentalis) u... alle dieſe Baͤume, die durch die Guͤte des Holzes

und ihre Brauchbarkeit Ani Forſthaushaltung nutzbarer machen.

Wie ſoll aber ein iebhaber dem von ihrer Anzucht wenig bekannt ift, fich mit ihnen auf-ein Dhngeföhr abgeben? Ohne alle Anweifungen

werden ihm öfters feine Unternehmungen fehl ſchla⸗ ‚gen; wenn er gleich nach win Uebergeugung nad)

Gruͤn⸗

Xu Vorberichte

Gruͤnden verfaͤhret, denn dieſe paſſen * zeit auf eben denſelben Baum.

Fuͤr dieſe Liebhaber habe ich MN 7— ſchrieben, und fuͤr ſie ſind von mir die angegebene Verſuche und Erfahrungen. | Außer ihnen wird aber noch, wie ich * ſchmeichele, der Gelehrte von Profeßion hin und wieder etwas fuͤr ſich finden, das ihm neu und nicht unangenehm iſt. Ich verſtehe darunter Berz beſſerungen in den genaueren Beſchreibungen, ei⸗ nige angefuͤhrte neue Arten, und einzelne Bemer⸗ kungen uͤber die Teuctification, .

Um über alles dieſes nichts ungewiffes zu fie gen, Fann ich meinen Lefern die Verſicherung ge: | ben, daß meine Bemerkungen genau angeſtellet, und Daß, wo ich dazu Gelegenheit gehabt habe, fie von mir mehr als einmal zu ſicheter —— wiederholet ſind. —2

Gegen große Maͤnner und wahre Gelehtte— gegen einen Ritter von Linne‘ und Herrn von Haller, darf ich mich nicht entſchuldigen, wenn ich, bisweilen in die Nothwendigkeit gefegt worden bin, von ihren Meinungen abzuweichen, und die meinigen, in ſo weit ſie eine aufmerkſame Unter⸗

a——

Borberidt - Xu

ſuchung beſtaͤtiget hat, * die die tragen.

Ich befürchte nicht, daß, wo es gefchehenift,

ich die allgemeinen Höflichkeitsregeln iemals aus den Augen gefegt und der Hochachtung zumider gehandelt hätte, die ich gegen ihre Berdienfte hege,

Ein wahrer Gelehrter weiß ohnedem, daß alle Theile der Wiſſenſchaften noch Bearbeitungen ver⸗

dienen, und er iſt zu beſch eiden als daß er Erin:

nerungen und aus suverläßigen eignen Bemerkun⸗ gen Rerbefferungen eines tungen Schriftftellers

uͤbel aufnehmen ſollte.

Die Beſchreibungen ſind, wie der Inhalt zei⸗

get, nach Moͤglichkeit deutlich gemacht.

Zuerſt habe ich die Gewaͤchſe nach den Speci-

ebus des Herrn won Linne‘, nachdem Miller—

ſchen großen Gärmer- Wörterbuche, nah du

Hamel Beſchreibungen und nad verfchiedenen an⸗ ‚bern Lehrern, benennet, damit meine Lefer, die gewiß doch ein oder das andere diefer Bücher bes

figen werden, die Pflanzen beſtimmt finden koͤnnen.

- Hierauf folgen die Englifchen Benennungen,

ſie moͤgen nun allgemein oder nur einzelnen Perſo⸗

141

XII Borberidt.

nen befannt fepn. Unter die legteren rechne ich die Benennungen von Herrn Bartram zu Philadel⸗ phia, welcher jaͤhrlich aus dem nordlichen Ameri⸗ ka die Saamenſammlungen mit ſeinen beigelegten Verzeichniſſen nad) England abſchicket, und die ein Anbauer folcher Gemächfe verfiehen muß. Wir laſſen aud) anizt oft von den Engländern iunge Baͤume aus ihren Pflansfchulen kommen, und die⸗ ſe erhalten wir unter den Engliſchen Namen meh⸗ rentheils beſtimmter, als wenn wir ſie lateiniſch angeben.

Den Engliſchen Benennungen Tr die Frans | zoͤſiſchen, und diefen endlich die Deurfchen.

. Wie fehr wir Deutfchen diefelben vervielfälti-

get haben, iſt bekannt, und oft gefchieher es,

daß ein Baum durch eine andere Benennung vol

lig unfenntlich wird, der es bei einfacheren Nas men nicht feyn würde. Der Herr Landdroſt von Muͤnchhauſen *) Hager ebenfals über diefe Bervielfältigung, und er hat neulich die Bahn gebrochen, ung über viele Namen Gewißheiten zu liefern.

Die meinigen und, wo ſie nach re on ; ) S. Hausvater 5. Th. Vorrede Seife IX.

Vorbericht xv

dem Urtheile verſtaͤndiger Männer unrecht ange: bracht waren, weggelaſſen, um nicht zu Irrun—

gen Anlaß zu geben. Ich überlaffe es Kennern,

in wie weit ich hierin zu der abgezweckten WVoll⸗

Fommenbeit gelanget bin, nur müffen fie bei ihrer

Beurtheilung fih den. Gedanken empfohlen feyn

laſſen, daß dieſe Schritte beim erſten Anblicke

leichter ſcheinen, als fie es wuͤrklich ſind.

So findet man z. E. bei vielen unſrer Schrift⸗

fieller ben Namen Scheißbeeren bei Baumen und Sträuchern von ſo verfipiedener Art angefuͤhret,

daß man ihnen hierin ohnmöglid) folgen und dier felben beibehalten Kann. Ein ieder Baum, deſſen Beeren den Durchlauf erregen, hat diefen Na⸗ men erha lten, alsdenn ſtehen ober Rhamnus ca- tharticus, Rhamnus Frangula, Lonicera Xyl 0-

‚Reum, Viburnum Opulus, Viburnum Lantana, ‚Prunus Padus ſo yermifcht durch eindnder, daß

man bei folchen einfachen deutfchen Namen ohn⸗ möglich eine Art dieſer Geſchlechter und Arten

kennet.

Die Benennung Hartriegel n wird ebenfals

bald dem Lyguſtro vulgari, bald dem Corno ge⸗

geben, und ich koͤnnte mit mehreren dergleichen

Artikeln von Faulbaum, Zwecheg Stiegen:

| baum

XVI Vorbericht.

baum u. ſ. m. meinen Leſern aufwarten, wenn ich

hier unnothige Wiederholungen anſtellen wollte. ‚Das Negifter der Deutſchen Namen wird ihnen

dergleichen hin amd wieder zeigen.

Die Zweifel bei den en der Ceder

ſind von mir an ihrem Orte auseinander geſezt,

und ich habe auch die in Niederſachſen durch ein⸗ ander geworfenen Kiefern, Tannen und Fichten

nach ihren aͤußeren Kennzeichen unter die eigentli⸗ chen Abtheilungen gebracht. Provinzen, in de⸗ nen dieſe Geſchlechter beifammen angetroffen wer den, geben uns die richtigen Anweiſungen zu den Namen, und habe id) alfo nicht mit Zug und Recht diefen Unterſchied nach den Sprachgebran:

che der Einwohner von Franken und Schwaben

einrichten fonnen? Der Herr Waldamtmann Del:

hafın von Schöllenbach in feinen ER.

hat dieſelben beſtimmet.

Wahrſcheinlich erfuͤlle ich ar dieſe

gen den Wunſch vieler, die bisher uͤber die ver—

worrenen Begriffe unſerer Liebhaber unzufrieden

und oft ſelbſt ungewiß geweſen jmd, welcher Art eine oder andere Benennung zugehoͤre? | Darf

Borberidt ° Xvu

Darf man hoffen, daß wir dergleichen allgemein annehmen? Hat man noch noͤthig, zum Beſten der An⸗ fanger einen ieden Forſtlehter datum zu bitten?

Als den? Verfaſſer der Abhandlungen kann ich mich, bekennen, da man doch gemeiniglich die Zus ſammentragung der Materialien und die Ausars beitung eines Werkes als sine eigene Arbeit an fiehet. |

Die mehreften Beobachtungen über die Fru⸗ ctification find die meinigen, ic) habe fie, ‚wie ich ſchon vorher verfichert habe, zu perfihiedenen mas len aufmerffam angeſtellet und mit den Angaben anderer Schriftfieller und den Einnerungen meiner | Gönner und Sreunde ver glichen.

Dieſen ſtatte ich nochmals für ihre Beiträge und Belehrungen den verbindlichfien Dank ab, welchen insbefondere der Here: Hofrichter, von Veltheim und der Herr not von 2 —*— verdienen.

Won dem erſteren dieſer wuͤrdigen Maͤnner | fäeiben fich alle Stellen meiner Abhandlungen her, woſelbſt von Erfahrungen im Forſtweſen und der eigenen deſtbehadlung gehandelt wird. Wie

b vor⸗

am Buben

vorzüglich diefe für. Die Anweifung anderer ausfal⸗ len, . werden Kenner leicht und. mit Vergnuͤgen bemerken, und von einen folchen praktiſchen Forſt⸗ manne konnte man eigentlich gegründete Wahrhei— ten erwarten. Als ein Menſchenfreund nennet Er die Mittheilung dieſer nutzbaren Kenntniß für das Publikum nach Seinen eigenen Ausdrucke Nfcht, was andere demſelben ſicher als eine Wohlthat angerechnet haͤtten. el

Dem lezteren nebft meinem Freunde, dem Herrn Dr. Pott in Braunfhweig, habe ich bie Be antwortung und Erläuterung berienigen Zweifel zu verdanken, die bei den hin und wieder aufge⸗ fuͤhrten neuen Arten und bei der noͤthig gefunde⸗ nen Veraͤnderung verſchiedener Beſchreibungen mir nothwendig einfallen muſten, durch welche Huͤlfe mir eine der rg erzeiget worden iſt.

Ich weiß, daß einpene Stöce die ich in die Braunſchweigiſchen gelehrten Beitraͤge und in das Hannoveriſche Magazin habe einruͤcken laffen, mit Beifall aufgenommen find, und ob man gleich bei der Anfuͤhrung dere

ſel⸗

VBorberichte XVvam felben meines Namens: bisweilen nicht ermähner hat, fo iſt mir Doch das Lob der Kenner zu ſchmei⸗ chelhaft gemefen, als daß ich diefe Aufſaͤtze noch mehr zu verbeffern anizt härte verabſaumen ſollen. Die Vergleichung wird fie verändert und * ret zeigen.

Nicht ale Arten und, Abarten, die bisher von fremden unter unfern Himmelsſtrich dauren⸗ den Bäumen und Sträuchern bekannt geworden find, habe ich beſchrieben, und es fehlen viele, die man vom Herrn Landdroft von Muͤnchhau⸗ ſen erwaͤhnet findet.

Die Urſache davon iſt, weil ich nur die hier vorhandenen nenne, weil ich aus Erfahrungen, ans ſelbſt angeftellten Erfahrungen reden. will, folglich meinen Leſern nicht alles das fagen kann, was ich von andern hiefeloft nicht befindlichen Ars fen bin und wieder gefehen und gehöret habe, Der Titel meines Buchs würde auch dieſer Ab ficht widerſprechen.

Bei den Deutſchen Benennungen der botani⸗ ſchen Kunſtwoͤrter bin ich hauptſaͤchlich der An⸗ weiſung des Herrn Dr: min **) gefolget, die unter ")6. Einleitung zur een

x Bhrbeiidl

unter uns das Butgertecht ſich beniſuenchà er⸗ worben ha ra ic nA

Ein Geflecht (Genw), dag 8 Gattung nennet, iſt bei mir alſo eine Anzahl üben einflimmender Pflanzen die wie bei Prunus, Pia rus, Rhamnus wieder andere Gattungen unter ſich begreifen Fan, Es hat on ne und Abarten. Arge | sit on

| Er og Bei Betrachtung. der 53 ni Perianchi um die Blumendecke, Corolla die, Blume Fi-

Jamentum der Staubfaden,Ancheah der ‚Staub, |

beutel, Germen der Knopf, Stylus der zrif fel, Sigma das Stigma, Neete um die Saft: grube, wenn von Papilionsblumen die Rede iſt, Vexillum die Fahne, Alae die Fluͤgel Ca rina der Kiel, und dei Diefer Erklarung wird: mich ein etwas foftematifcher Liebhabet Teiche veifichen,

Die von mie hin und wieder Sbehchten Sl cher werden auch den mehreften meiner Leſer be⸗ kannt ſeyn, und ich habe ſie in alphabetiſcher Ordnung gleich nach dieſem Vorberichte angefuͤhret. Wo ich in meinen Beſchreibungen nur bloß die Namen Miller und du SGN ich allezeit

nn >. the

Vorbericht. XXI the'Gardeners Dictionary die achte Ausgabe und ‘des lezteren Trait&desarbres et’ arbuftes..

Eben dieſe alphabetiſche Ordnung gilt von den beſchriebenen Baͤumen, Straͤuchern und Strauch⸗

artigen Pflanzen. Man kann in ſolcher ihre Anzahl, Arten und Abarten geſchwinder uͤberſehen, und wer ſie ſyſtematiſch zu leſen wünfchet, wird durch die auf die alphabetiſche folgende ſyſtematiſche nach dem Herrn Ritter von Linne⸗ 5 RB ebtnfals befriedigen. ſeyn ·

Ueber die Raiten ke Straucher und ai ge Pflanzen glaube 19 mi Kane erklaͤren zu muͤſſen.

Baͤunme nenne ich alſo alle dieienigen Gewaͤchſe, die ** veſten holzigen Zweigen einen einzelnen ſtar⸗ ken Schaft weiben und bald auf weite bald auf kurze Entferm ungen indie Höhegehen, wie als folche die Buͤche Eiche, Birke, Fichte, Tanne, Kiefer, det Kirſch⸗ Aeßfel⸗ una meht

anmuſehen find,

Straͤucher ſind die, welche bei en holthen Zweigen niemals natuͤrlich einen einzigen geraden Schaft machen ſonderni in vielen Schuͤſſen aufwach

In / und en nur mitfelmäßige Hoͤhe erreichen? b3 Hier:

XXI Vorbericht. Hierunter gehören der Haſelſtrauch, der Waſſer⸗ holder, Sproͤtzern, die die Jo⸗ hannisbeerenbuͤſche u: ww. | Straucharti ze Pflanzen aber find dieieni⸗ gen, die zwar holzige aber dünne Keiferartige Zwei⸗ ge haben, und deren Wuchs niedrig bleibet. Und dergleichen ſind die Sandbeere, die Heidel⸗ und Kroonsbeerenſtraͤucher. Den Namen Stauden habe ich ihnen mit gutem Vorbedachte nicht geben wollen, weil er von den mehreſten Gaͤrtnern mit Un⸗ recht den eigentlichen perennirenden flanzen beigele⸗ get wird, und ich durch ihn unverftänblich hätte werden Fonnen.

Die Anzucht und Vermehrung der Pflanzen geſchiehet, wiebefannt, entweder durch das Aus⸗ fäen guter reifer Körner, oderdurd) die Aushebung der bewurzelten Schößlinge, oder durch abgefenfte Zweige, oder durch Oculiren, und Pfropfen, Ich habe bei deder Art dasienige erwaͤhnet, was nach | den Erfahrungen und Angaben das beſte Mittel der

BG: iſt. | | "Das: Abfenten der Zweige / Henliren und Die er Ph „Reiſer zu pfropfen, werde ich u hetanntes achen und um ſo mehr nicht wiederho⸗ len,

Vorbericht XXIII

len/ da dag zweite Stuͤck des fünften Theiles des Hansvaters dazu die gehörigen Anweiſungẽ giebet. | Sc) darfdaher nur über das Ausſaͤen einige An⸗

merkungen beibringen.

| Alle Bäume erfodern einen natürlich lockeren, keinesweges aber geduͤngten Boden, wenn fie gut wachen follen. Eden diefes gilt gonihren Saamen.

Sind folche von Kiefern, Zannen und Fichten, alſo dlige Saamen, fo werden ſie nur flach auf das locker gemachte Erdreich gefreuet, und man kann ſie ohne Bedeck ung liegen laſſen, wenn man keinen heftigen Wind, Ueberſchwemmung und das Weg— tragen der Koͤrner durch Voͤgel und andere Thiere zu befuͤrchten hat. Ich habe davon bei der gemei⸗

nen Kiefer weitlaͤuftig geredet.

Die Saamen anderer Baͤume, wenn ſie klein find, wie z. E. die Birken⸗Ellern⸗ Platanusſaamen, wollen ebenfals faſt gar keine oder doch eine ſehr ge⸗ ringe Bedeckung haben. Zu dergleichen Bedeclun⸗ gen wird hieſelbſt bei der Anzucht im Kleinen weißer grobkoͤrniger Sand genommen, wodurch man den Vortheil erhaͤlt, daß die Bedeckung nie zuſammen klebet, fondern locker genug hleibet, um die Feuch— tigkeiten durch; zulaſſen, und dem neuen Keime nicht zu ſehr widerſtehet · Dieſes Verfahren muß ich bei

RN 64 den

XXI Vorbericcht

den Ausſaungen theurer und ſeltener Game ictem Liebhaber anrathen. BEIN nsutr

Die großen Saumen verlangen eine ſtaͤrkere Be⸗ deckung, ſie muß aber nicht zu hoch ſeyn, weil ſonſi dieſel ben an Statt aufzukeimen ‚sonder Faulniß an⸗ gegriffen werden. Unter dieſe kann man die von Ei⸗ chen, Ahornen, Pflaumen, Wallnuͤſſe, Eſchen u.f.w. rechnen, welchen nach Verhaͤltniß bald ein

halber Zoll, bald ein ganzer Zoll Bededung gut if.

Sind die Pflanzen in ihren erſten Jahren unge⸗ mein klein, find ſie zaͤrtlich, ſo thut man wohl, wenn man das Ausſtreuen der Saamen in mit lockerer Er: de gefuͤllte Kaſten unternimmt, die den warmen Theil des Jahres uͤber in freier Luft ſtehen bleiben und im Herbſte und Winter in Schutz gebracht wer⸗ den konnen. Ich halte dieſe Vorſicht beſſer, als wenn man kleine oder zaͤrtliche Staͤmmgen gegen die Winterkalte durch eine Decke von Mooß, Strohr: | Reifen, und dergleichen zu verwahren fich bemuͤhet, weil ſie des freien Zuganges der Luft entbehren fen und dadurch ofters noch kraͤnklicher werden.

Die von der Raut vorgeſchriebene Zeit des Yusfiens iſt bltih da, nachdem der Saame reif | | gewor⸗

*

Vorbericht. YXV

gewor dem iſt, und nur bei wenigen finden darin Aus⸗ nahmen Statt. Dieſer Satz iſt gegruͤndet.

Kann man alſo die Saamen alsdenn erhalten; fd unternehme man zu ſolcher Zeit bei offenen Wetter Das Ausſtreuen. Dadurch hat man des Austrock⸗ nen und Werderben des Saamens nicht zu beforgen,

und durch die denWinter hindurch geſchehene Erwel⸗ chung werden ſolche, die ſonſt uͤber ein Jahr und laͤnger in der Erde liegen bleiben, ſchon in dem dar⸗ auf folgenden Fruͤhiahre auf keinren, und die Erwar⸗ tung geſchwinder und ſicherer befriedigen. Bei den Transporten aus entfernten Ländern, dergleichen die Ueberſchickung der Nordamerikani— ſchen Saamenkiſten bleibet, muß man es nicht ge⸗— nau hierin nehmen. Um mehrere Uebel zu ner huͤten, ſaͤctmand die Saamen ſo bald als möglich nach ihrer Ankunft aus—

zur

Saamen, die mehr als zu einem Stüdeinei eine

Huͤlle eingeſchloſſen liegen, es mag nun dieſe eine Beere oder Schoote ſeyn, muͤſſen von einander ab⸗ geſondert und einzeln ausgeſaͤet werden. DODie Beeren der Mifpeln, Weißdorne, und Wach⸗ holder werden alſo nicht als Beeren ausgeſtreu⸗ ‚et, ſondern ihre Saamen von ihrer Pedeckung bes

ſyet. b J | Da⸗

1

Damit bei folchen faftigen Beeren die Abſicht deſto gefchwinder und ohne merkliche Mühe erreichet werde, geben uns einige Schriftſteller die angeſtell⸗ te Gaͤhrungan, durch welche ſich die Körner von ih⸗ ven fleiſchigen Beveſtigungen loswickeln, und ſelbſt einen zum beſſeren Aufkeimen noͤthigen Grad der Er⸗ waͤrmung erhalten. Die Anweiſung dazu kann ich aus den Obſervations far le Jardinage traduits de PAnglois de BRADLEV Tome 1. pag. 135. neh⸗ men, und die Beeren werden in ein Gefaͤß mit Waſ⸗ fer geſchuͤttet in einer warmen Stube binnen acht bis zehn Tagen in Gaͤhrung gerathen, ſo daß ſie mit den Haͤnden zerrieben ; und die ſchweren tuͤchtigen Saa⸗ menkoͤrner ausgefpület werden koͤnnen.

Wider das Dichteſaͤen finden ſich bei der Ber ſchreibung der Bäume hin und wieder die erforder: lichen Erinnerungen, undich muß baffele ber —* fahrung nach verwerfen.

Es zeigte dieſe hier offenbar, daß in Boden dicht ausgeſaͤete Fichten Hein und kuͤmmer⸗ lich blieben, da man aber die Pflanzen haͤufig aus⸗ nahm und verſezte, ſo wuchſen ſie beſſer auf, weil eine geringere Anzahl ——— ten konnte.

Der

Borberidt XXVI

Der Boden der Harbkeſchen Dflanzungen verdienet zu der Erklärung meiner Beſchreibungen und angegebenen Erfahrungen noch einer beſonderen Aufmerkſamkeit.

Der dem Herrn Hofrichter von Br ſtheim zu: fländige Ritterſitz Harbke macht die Graͤnze des Herzogthums Magdeburg gegen das Herzogthum Braunſchweig aus, und liegt von der&tadt undUni⸗ verſitaͤt Helmftädt eine Stunde entfernet, Weſt—⸗ waͤrts zwei Stunden davon iſt die Stadt Schönin- gen, Oftwärtseine halbe Stunde das adeliche Klo: ſter Marienborn, Suͤdoſtwaͤrts aufeine Stunde dag Konigliche Preußiſche Amt Sommerfchenburg, und Nordwaͤrts das Stiftund Dorf Walbeck. Das Schloß mit dem Dorfe befindet ſich in einen Thale/ und hat nach Suͤden und Weſten ſeinen Acker und nach Norden die mehreſten feiner Delyungen und ſei⸗ ne Pflanzungen. |

Was die Pflanzungen anbetrift, fo machen ie fowohlerhabene, theils fehr magere, theils mit⸗ melmaͤßig fruchtbare Anhöhen, als auch T nm und aus. und Napelhäler | finds: von mit Sauphökeen u festen unterſchieden und abgeſchnitten, und erſt in IM die⸗

RVM Vorbericht.

dieſem Jahre hat der Herr Beſitzer eine neue große mit beiden vermiſchte WRATZIARG von —* ra Raum angeleget.

Die neben einander Beh * | Nadelhoͤlzer haben fuͤnf und funfzig Morgen Inhalt. Ihr Umkreis be greift ſo wohl abhaͤngige Huͤgel als ebene Flaͤchen, und der Boden iſt ein Leimartiger mit Sande vermiſchter Grund, der iedoch nicht mit zu vielen Feuchtigkeiten geſchwaͤngert iſt Gegen Nor⸗ den und Nordoſt find ſie durch eine Hohe Wand von Buchbaͤumen geſchuͤtzt, den ſcharfen Zugwinden von TONER gegen er BR aus⸗ geſezt. Jan j Eine beſpudere Pflarſkng chells Nanſe theils auslaͤndiſcher gewählten Laubhoͤlzer if eine

zegend vom eilf Morgen, deren Boden verſchi eden ausfällt. Eigentlich iſt ſie ein langes Thal / welches von zwei Seiten mit merkli chen Abhaͤngen einge ſchloſſen wird, und ehedem einen Fiſchteich abgab, der von dem aus der dahinter belegenen Holzung zu⸗ fließenden Waſſer ſeine Erhaltung hatte, Der Grund dieſes Thals iſt alſo naturlicher Weiſe noch etwas feucht/ ob gleich dieſe Feuchtigkeiten durch den an einer Seite gemachten Abzugsgraben alle Jah⸗ ve deerittzerttwetden. Das Erdreich iſt eine mit Leim ver⸗

DBvreberddutid Xxill

vermiſchte Sanderde. Die nah Norden abhaͤngen⸗ de Hoͤhe iſt in der Guͤte des Erdreichs beſſer, als die gegen Suden abhaͤngende ihr entgegen geſetzte, wæelche einen mit Sandſteinen vermiſchten Leimarti⸗ gen ſchlechten mit Heide bewachſenen Boden hat. Das Chal ſtreichet ganz genau von Oſten gegen Mes fien, hat in Oſten vollkommenen ide 0 j gegen We⸗ ſten aber it es vdffen n Gleich neben ihr findet ſich ein vier und dreißig Morgen große er Hlagdond oufen Ervreithe j welcher

zu vetſch In angorderfien gebienct bat, und num mehro mit einheimiſchen Baumen beſchtiſt die ſch des sadehen, Wuchſes freuen. Außer dieſen Hauptpflanzungen ſind noch einige Felder des Schloßgartens mit iungen aus laͤndiſchen Baͤumen beyflanzet. Es werden ſolche durch die Einfaſſung hoher Hecken gegen heftige Winde eini⸗ germaßen geſchuͤtzt, und der Grundiſt daſelbſt eine ſchwaͤrzliche mit Le im vermiſchte Erde. Ein ande⸗ ver Abſchnitt iſt weniger beſchuͤtzt, und ſtehet gegen Weſten vollig offen, auch den at BR. den befonders ausgeſetzt. EN Die, beigefügten Abbildungen, no nad) ei bendigen Exemplaren getreu verfertiget, einige von —— neue Arten machen ſich durch ſie deut⸗ licher,

XXX Dorberidt.

licher, ſo wie andere ſchon beſchriebene iedoch noch nicht abgebildete. Ich ſchmeichle mir daher, daß ich auch hierin dem groͤßten Theil meiner Rene mich gefällig bezeigt, habes 9.

Mehrere verfertigen zu laſſen, in fo weit biche bei anderen Schriftſtellern fehlerhaft ſind und eine Verbeſſerung bedurften, habe ich nicht fuͤr gut be⸗ funden, weil durch ſie mein Bu: nur theurer gez worden waͤre.

Die bekannten Abbildungen, wie z. E. die von der Blackwell, von Catesby und Eramer uf 10» habeich bei iedem Artikel ermähnet, und den ber ſten für die übrigen Die erfte Stelle gegeben. |

Vielleicht erlauben die Umftändein der Zukunft die völlige Ausgabeder bier vorhandenen nach der datur genrbeiteten ſchoͤnen Abbildungen, die als ein Anhang dieſer meiner Beſchreibungen angeſehen werden koͤnnten. Ich ſage vielleicht, denn zuver⸗ ſichtlich kann ich dazu keine Hofnung machen, weil die Koſtbarkeit guter Kupfer und deren ungewiſſe Abnahme einer Unternehmung von ſolcher Art gar zu viele Hinderniſſe entgegen ſetzet. |

" Herbie im Magdeburgiſchen den n24fen ex. 1778 |

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i |

Ä g nzeige der angefuͤhrten Schriftſteller.

Abedma der Schwed. Akad. der Wiſſenſch. Der Koͤnigl. Schwediſchen Akademie der Wiſſen⸗ ſchaften Abhandlungen aus der Naturlehre, Haus: haltungstunft und Mechanik. Aus dem Schwedi— diſchen uͤberſezt von Abr. Gotth. Kaͤſtner. ı bis 30 Band. Leipzig 1749, 1770: 8. Abhandlungen der dfonons Gefelfch. in Peters burg. Abhandlungen der öfonomifchen Gefell; ſchaft in St. Petersburg. 1Th. vom Jahre 1705: Mietau and Riega 1767. Acta Petropol. Commentarii academiae > entiarum Imper. Petropol, de annis 1728 ‚ad 1751. | Novi, Commentariideannis 175 1: et fa A:

Amm firp. Ruth. Stirpium rariorum in im⸗

perio: Autheno fponte provenientium icones . et.deferiptiones'collectae ab Jo. Ammano M-

D. Petropoli 1739. 4-

Bartr. Cat. == Catalogue of Trees and Shrubs . by John Bartram. Mscpt.

c. Bauhs Pin. Casp. Bauhini Pinax theatri bo= tanici, Bafileae 1671. 4. |

Io. Bauh, hifl. Hiſtoria plantarum univerfalis,

Auctoribus Io. Baubino et Io. Henr. Cherlero Tom.

XXAm 3 e i ge ——

Tom. I— II, Ebroduni Las: Zu fol. c. Figg. ei

Beckmanns Verſuche Garuddte Verſuche und Erfahrungen von der Holzſaat herausgegeben von Joh. Gottl, Beckmann. 3. Th. Chemnitz 54338——

Blackwell Herbarium Rlackwellian num \ emen-

darum, et auctum, id et EU Plzckiveli col- lectio firpium Centuria I VL. Pracfat. D. Chrifl, ‚Fac., Trew. Nörimb. 1750. fol.

Bomare Diet. d’ hiffnat. Dictionnaire raifon- ne univerfel d’hiftoire naturelle par M. Val.

| mot de Bhmare. Edition & ugmentee, Tome

7 12. Yverdon 1768. 1709. 8.

Bradley Obfervar. Nouvelles obfervätiöns ii: _ fyques et pratiques für le jardinage et Vart de plantes; Ouvrage traduit de P'Anglois’de Bradiey. Vome 1-3. a Paris 1756,

Braunſe hweigiſche gel. Beitraͤge Gef: Ge Bel “träge zu den Braunſchweigiſchen Anzeigen. A. von Brode Forſtwiſſenſch. Heinr. Chriſt. om Brocke wahre Gründe der phyßkaliſchen und Er: perimental allgemeinen 2 &

geipgig 1768. 8: .2 UErE

Btückim. ſpecim FE: Bike am —— prius exhibens fruticem Koszodrewina e fig. etipecimen pofterius exhibensarborem Lim- bowe Drewo c. Fig. Bruniuigae 1727» 4.

Catesby Carol, The natural Biltory of Caro= lina, Floridaand the Bahama islands by M. Catesby. London 173 1. fol, S. Seligmann.

har-

der angefohtten Sdrifiſteller. XXX

Charles‘ Doyages "Hiftoire et ‚delcription ge- | nerale ( e la nouyells France. avec le journal Fun Voyage fait ı par Ördre du u Roi dansl’A- merique feptentrionale par Te . de Charle- "por 'de 1a‘ SCH ag Tome 16, ei I N "Chi, u —* 2 Kids En rariorum plantarum hiſtoria. Antverpiae 1601. fol. c. fig. 3 la Corbe Tui de la eulture‘ des. Pechers. a J er Commel. plan. on Inediet Athlelodamen- ar fis rarjoruı um p pls btaruım deleriptid. et icones. "' Auctoribus Ei Casd. Comimeline Pars J. et "IL Amft. 1697. 9 1701. fol

® er hort. Casparı Commelini M. D, Hor= ti mediei’Amftelaedimenfis plantae rariors et exotikaeı, Lug, Bit.’ 1706. 4

Cam Sorftinefen - SH, Andi, Cramers Ans . Teitung yam Forſtweſen. Die Kupfe tn. Braun ſchweig 1766. Soli

Cranz ‚duflr. Henr. Io. Nep. Cranz Rirpium

FA ‚Auffria acarum Fascic. l. et II, Viennae 17062. 1765. c. fg: I Alien

‚Dondon. Pempt: Airpium hi⸗ ſtoriae —* lex. 1616. fol.

nk hg.

Dilen, lb Bon Elthamenfi $ —5 740 Dillenio. Voll et 3 Londini 1732. fol,

F 2 39 ‚dar „U + late‘

dr ' Euge

i) 64 Am * nt TE RRER 37 Engyclo ice, oecon. ‚Encyelop: <die aufge: i— qu eh d econ Aus nie rufti-

era | "que 286 wielligue ique, To a 15. Yyerdon 1770.

j Erhatt Pflanzenbifiorie, —. „one fe Plan . genhifterie enriworfen von D. Balthaf.Erhart. 1—12. Band. Ulm d Menmingı 7

Ye J— kart ie

Fabrich enum. ak“ ne Phil, —* Kab 4 Enu-

meratio methodica plantarum hart He m dienfis. Editio 2da. Helmit. 17: "8 e Forfi zmagazin Allgemeines öfo smile 3 Sorfia. gazin herausgegeben unter. Sa Auffichr Jo ° riedr, Stable. 1: 12, Far. "Sranffung unbe keini

1763 1769. 8 \ B -

f hi J—— Aa a) Gleditſch Mſot. der Ahorne Behhreibung ber Ahornarten von Herrn Hofr SLR Fol. SGleditſch Abhandl. —.D. Joh. | | permil te pfalifeh. 4 Be = be Abhand Fan, Pe 34,7 R hei "it; ade

1765 —- 1767. 8 | 9 von Gleichen Abbild. Bas se 1 Reis che der Pflanzen oder mifrof kopiſche uchuns gen der geheimen Zeugungsrheife der De anjen u. we von Wilh. Friedr. Freih. von Gleichen genannt Roßwurm: Muͤrnberg 1764. Fol. Gmelin El, Sıbir. Hora Sibirica © Hiltoria »Plantarum Sibiriae.Auctore D- 70, GA Gmelir, Tom. Aet II. Petropoli1747: 1749. + c. fig.

Gmelin Reifen D. Joh: Ge. Gmelins Reife ‚durch

der angeführten Schriftfteller. XXXV

durch Sibirien 14 Theil 8. S. Sammlung neuer und merkwuͤrdiger Bi zu reg und zu Lande. ru

Gortjched El. Pruff.: —* Pruifiea h Plantae in regno Pruffiae (ponte nascentes, quarum “nomina do, Locſlius olim diſſeruit, curante lo. Gottfehed J et Med. D. are 1703. 4: & fig.

Gronod.. El Virg Bora) ** —5 plantas, quas D. 70, —— obſervavit,

colilegit et obtulit D 76, Fred, Gronbyıo! Lu- gdun. Batav. 1762. p

Haller. hifls Alberei ws H. aller Hikotia. ſtirpi⸗ um indigenar um) Helvetiae. Tomi Itl, Ber- ‚nae ‚1768 fol.

du Hana, arb raite ‚des RR et: rbuften, qui fe cultivent en Erance enpleine terre par „M. du Hameldu Monceau. Tomel. etlIvaParis: "175 „avechg. 4: ins Deutſche uͤberſezt und mit Raben vermehret durch) Carl Chr. Oelhafen vonSchoͤllenbach. Mitnderg 762. 1763, 1,und Th. 4 nl. Kr Ir du Ham. arb. fur. = UF raite des arbres EOS ers 'töntenant Figure, leur Defcripti- on, leur-Culture etc, par M. da Hamel di, Montean. Tomelet li. a Paris 1368. 4." du Ham-des Sem. @PlAnt. Des Semis et Plan- tations des.arbres et de leurıGulture par Br du Hameb du Moncean. a Paris 1760. a: i Deutſche als der dritte Theil ven Abhandlung von | ad Stauden und Straͤuchen uͤberſezt durch | 2 | Carl

XRXVI An ze TER.

Carl Chr, Oelhafen von Schöllenbacht Nirnb, GER u ͤ , riee a yon du Ham: Phyf. des a ——— ‚res par M. ds flamel du.Moncean. Tome Wet IL a Paris: 1758. 4 ing Deutſche uͤberſezt durch Carl Chr. Oclhafen *— en 1764: 4765. 4. f\ 14 SE \) R di Ham; exploit. De n ——— «des Bois par M. du, Hamel du Monceau. IJ. et I. Partie a Paris 1764. 4. ins Deutſche uͤberſeſt dur h Carl Chr. Delhafen von Schoͤllenbach. rund 2. Th. Nuͤrnberg 1766. 1767: Ae.il suuby du Hams Transp. et Confervar. Töhapör? de ‚la! Confervation’et! de la Force'des Bois par M. du Hamel du Monceama Patis 1767: 4: Danb: Magapı Hamburgiſches Mogchin x— Zor Band. Hamburg 1762 1767: & rc Hanion. gel. Any, tiere get Ars zeigen’ von den Jahren 4753-7 175 = Be ae nesl. Eh, Si Drigliche agen von den Jahren 1755. bie 17584 2.08 Hannov. Beiträge —— Hannoveriſche Deiträge:sun, Nutzen und, Vergnügen. von din Jahren 17589. bis 1762. PER 599°, Formal) Hanno. Magaz. Mage in von ‚din Jahren 1763. bis 1770. us ni oh Haßelquifis Reifen Friedr. Haßelquiſts Reiſe nach Palaͤſtina in. den Jahren 1749. bis 1752. Aus dem Schwediſchen. Roſtock ie

Haushalt, und Landwwiſſenſch· = "Algeiheine

Dane

der angeführten Schriftſteller. XXX VII

Haushaltungs⸗ und Landwiſſenſchaft von einer oͤko⸗ nomifchen Gefellfchaft in Englands 7, bis 5. Theil Hamb, und Leipj. 1759. 1763. 8...

Hausvater Der Hausvarer durch Otto von Muͤnchhauſen. 1.5. Th. Hannover 1767.

22 1771. 8. Herm. hort. Lugd. Bat. Hor ei academici Lu- arte - Batavi Catalogus auctore P, Hermanno. ugd. Bät. 1687. 8. c. fig. o Hart, angl. ‚Catalogus Arborum Fruticumqug ete. oraCitalogue of Treesand’Shrubs which are hardy enough to bear the Cold of our Climate in the open Air, London, printed for the Society of Gardeners 1729. fol.

Hort. Edimb. Facı'a Sorthesland hortus medi-. os Bäimb, 1683; &

Tacguin cenum. Stirp. Yindob, m. Nic. Ioß * enumeratio firpium, pleratumque, quae ſponte creſcunt in agro Vindobonenſi mon- tibusque, confinibus, "Vindob. 1762. 8. c. ſig.

Tau Mem, Memoires ſur la Corſe par Jauf- | An» Tome I. et U. a Lauſanne 1759. 8.

Kaempf. Hifi. du Zapen Hiftoire naturelle et civile et ecclefiaftique de P’Empire du Japon; compofee en Allemand par Engelb. Kaempfer et traduite en Francois ſur la Verfion Anglo- "Ile de I: G. Scheuchzer. a la Haye 1729- fol,

| Sans Reifen Des Herrn P. Kalms Beſchrel⸗ der Reiſe, Die er nach dem nördlichen Ame⸗ *z rika

|

* " ar 4 PEN EEE. WXVII ge ER

rika unternommen hat: S. Samml. ‚neuer Reifen zu Waſſer und zu Lande.

Der Landarzt, eine mediciniſche Weder, *

und Leipʒ. 1769. 8.

von Lengefeld Anmerk. Herrn C. ‚von Lenge⸗ feld Anmerkungen von denen auf dem Thuͤringer Walde bekannteſten drei Arten Nadelhoͤlzern, als der Tanne, Fichte und des Kienbeums. Nuͤrnb.

1762. 4.m. K.

L. Hort. Cliff. Hortus Cilfcrtiamik‘ Auctore Car. Linaee. Amft. 1737- fol. c. fig.

L. Syfil. Nats' Caroli a Linne (yftema naturae, Editio duodecima reformata. Tom. I, IL II. Holmiae 1766 1768. $. Ä

L. Gent. Plant, Caroli a Linnt genera planta- rum, Editio fexta. Holmiae 1764- 8.

EL. Sp Pl. Caroli Linnaei fpecies plantarum. Editio fecunda. Tom. I, II. Holmiae 1762.

1763.

L. Fl, Lapp. :Caroli Linnaci Flora Lapponica

Amſt. 1737. 8: €. ig · |

L. El. Suec. Curoli inne ‚Flors Ro

Lugd. Bat. 1745. $+ |

L. AMOEN. Acad, Caroli Linnaei Amoenitates academicae. Vol. I. Vl. Holmiae 1754 1766. —95

Linnat Reiſen Herrn Carl Linnai Keifen durch das Königreich Schweden, Aus dem Schwedi⸗ ſchen überfge 1. und 2. Theil Leipz und Halle 1756. 1765. m. 8. und Reifen durch en

der angeführseh Schriftſteller. Xxxviu

, ab *9 Aus dem Schoediſchen überfigt, 2 Hall1764, gm. St J

Pel Andr. Natehioli Keäuterbefchreisung von neuen ůberſehen und perbeffert von Camerarius. 4586. A fol,. AR Br

Miller Dict.— The Gardeners by Thecighth Edition. London 1768.

Miller PIE —- Figures’ of the Pl n’s defe-ibed in ‚the Gardeners PISHaTL.R/ PS Miller, in two ‚Volumen, London ı7£0. fol.

Mofer Soritofonomie ber Borftöfons:

mie entworfen von Wilh. Gottfr. Mofer. 1. und 2. Theil. Frankf. und Leipz. 1757. 8. Munting br. eshryoing des Aardgewallen et Leyden 1696. fol, —— ae Murr.2y Joh. ‚AndrProdromus, defi —— ftir- pium Gottingenfium. c. fig.Gottingaeı770- 8. Einsdem ( Conmmentatio de, Arbuto Uya Urli. Gots tingae 1764. 4- | Oeder El. Dan. Ge. ‚Chrifl, Oeder Klörae Dani. cae lceonum Pars J llHafniae 1761. 1770. fol. ‚Br ON —— zu der Kraͤuterkenntniß von Ge. Chr. Dede inte and * Theil. Kopen⸗ „Hagen 1764. 1766. Baoiturı.\do ann

le Nomencl. Re Botanie * in⸗

ſerviens Fce Panicae a G.C. Qeder. :lafniae 65: 8

4 von

ya een

von. ger Abbild. Abbildung ilden Bäume, a au und Sale ygewa E. Oelhafen von ——— Murnb. 767. 4 Ott DendrolPendrologia Eiir dpas medihe doder Saar Pflanzung und Gebrauch Holzes. Nach den Grundfägen des Herrn Joh·ð Sat, Die Zürich. Bra Be Bm

Pluche ra * la Nat. Le 4 la Nature, ‚A la ‚Hays 1749 ‚1748. , Tome 1.6 8

Plukn. Sa "Leonh. Plukneü each bo- tanicum. Londini 1694. 4 c. Mantia 1706.; 4 )

Plukn, Pb - 'Leonh. —— ph Pars 14-1. Londini i69t. 1692. fol c. fig.

Probſten Werzeichn. Berzeichniß der Bäume, Stauden und Sommergewächfe des Caſpar Bofis

een Garne duch 30h. Sur rer sein 1738.

Rivini D. Ag. Dur. introductio in, tem. herba- riam. Lipf. 1690. Fol —*

Roͤſel Inſectenbeluſt· * Aug: Joh Roͤſel von —“ ne ‚bie‘ 4 a. Nürab. 1746. 1761: 4 ii .O

Rupp, FL TER. 2. walbı Halleri look Henr.Bernb. Ruppii! ex auctoris fehedis et Sa aucta. TR 1745:

“ni Brifiguft oA

| Sarımling’ SR

N

Keifen ——

3%

der angefhrten Schriftſteller.

ſer und zu Lande. 1. bis 11. Theil Göttingen 1750, -- 1764. 8. | Sammlungen der oͤkonomiſchen Gefelfehaft in Bern | von den Jahren 1760. —4769. 8. | ——— Berliniſche zur Befoͤrderung der Na⸗ turwiſſenſchaft. Berlin, 769. 1770. 2. Bände. Su Schaͤffers Papierverſuche Jac. Chriſt. Schaͤf⸗ fers Verſuche und Mufter A ohne alle Lumpen oder doch mit einen geringen Zuſatze derſelben Pa⸗ pier zu machen, 1. und 2. Band Regensb. 1765. und Deſſelben neue Verſuche und Mufter,dag Pflanzenreich zum Papiermachen und andern Sa: chen Wirthſchafts nuͤtzlih zug gebrauchen 1. 2. und 3: Band Regensb. 1765. 1767, Ar Schrebers nue Cameralſchr. Dans Gottfr.

Schrebers neue Cameralſchrifte n. Halle und Leipz. 1765. --- 1768. I. --- 10. Theil. 8.

nd El, Carn. == Io, Ant, Scopoli F lora PEN olica'Viennae 1760. 8.

R Scapoli annns bill. nat. Io. Ant. Scopohi annus —— naturalis. ne * BE 8.

manns Sammlung Ali —* Dit on 1759: 1. bis —— fol.

5 Beitraͤge Beiträge zur Naturkunde des Herzogthums Luͤneburg geſammlet von Joh. Tau⸗ "ber. und 2, Stüd Zelle 1708. 1769. 8.

* lv. Hertynl\ Io, Thaliifylva Bar ſ.

| Catalogus plantarum fponte naſcentium ir _montibus et kocis-Hereyniac Sylvae, ac- ae es ceflit

XLH Anzeige der angefuͤhrten Schriftſteller.

ceſſit Camerarii hortus medicus. Francof. 1588. 4. on

Tonrn. inſt. Fos. Pitt. Tonne fär infieutiönes rei herbariae HOURn. cell. hd Each N c. ſig ·

Tourn. Voyag: Rekitlort au ** fait par M. Pitton de Tournefort: Tome: 1. et) Al. a Amlb 1718 u ner

Trew Ehret. Plantae felectae ad exempläria naturalia Londinenfia pictae a G@. D. Ehrer, Germano D. C. I. Trew collegit. Haid aere incidit. Decüria I.- —V. ag 1750. 1755. fol. | *

Trew Cedr, bif. Chrifl, 22 res Tele: 'rum Libani Hiltoria c. ‚Apologia et Mantiſſa. Norimb. 1757. 1767. 4 Li:

Wafers Reifen Lionel Wafers merkwuͤrdige Reiſen nach der Erdenge —A Wake 1759 8: m. K.

Weinmann. is Io- —. phytan toza Iconographia. Ratisb. 1735. 1745. ‚fol.

Zanon. v8. irp. bill Far Zanori rariorum ftirpium hiftoria. Digelta latina reddidit, fup- plevit_ Caiet Montins, Bononiae 1742. fol.. 8653 ni? Di

Zinkens dkon · Lex. Maneee Stonomifches; $eris con durch D. Ge. Heint, AI. ate Hölle 1744: % Pass

I, Abba⸗

Aphabetifches Verzeichniß der beſchriebenen Baͤume, Straͤucher und Strauchartigen Pflanzen.

I. ACER. I. Acer Pſeudo-Platanus. b. Acer maius foliis eleganter variegatis. 2. Acer ſtriatum »ubi TAB. I. 3. Acer Platanoides. | "b, Acer Platanoides foliis eleganter ———— 4. Acer ſaccharinum. 5. Acer rubrum. | 6, Acer Penfylvanicum. T'as, rı. b. Acer Penfylvanicum folüs variegatis, 7. Acer campeſtre. HA 8. Acer Monspeflulanum, 9. Acer Tataricum, 10. Acer Negundo. I. AESCULUS. x. Aesculus Hippocaſtanum. 2. Aesculus Pavia, II. AMORPHA, 3. Amorpha fruticofa«

IV, AMY-

XLINI. 1. 1. Ashabetirhe Bereich ich,

WV.: AMYG DALUS, AMYGDALUS, «I 1.) ‚Amygdalus, communis. nr ıG b. Amygdalus ſativa, ccactn maiori. „Amygdalus, amara, IR, * 2. Amygdalus dulei, IT 3. Amygdalus hans. | & Amygdalus Pumila, B. PERSICA,. \ 1, Amygdalus Perfi ca, b. Perfica Bore magno fgmipleno, V. ANNONA,. 1. Annona triloba, | „2 Annona glabra, VI. A RALIA, 1. Aralia fpinofa, VIL ARBUTUS. 1,.,Arbutus Unedo, 2, Arburus Uva Urfi, vVUL AZALEA,. PR 1. Azalea viscoü, RR IX. BACCHARIS. * a h 1. Baccharis halimifolia, a 1179: X. BERBERIS munsdescaiitt ana; 1. Berberis ——— Al. BETULA

A Betula, *4 FIR h } ‘a air A J MA ‚yı 1. Betula

der beſchriebenen Shine x.

Gl

5, Berula. alba.

b. Betula Bructeri mihi, 2. Betula lenta, 3. Betula nigra, o zus

N

4. Betula pumila, Tas. uni I, 11, IMaAtıa,

5, Betula nana. B. Alnus.

1. Betula Aluus. 2. Betula Alnus incana. 3. Betula Alnus rugofs\mibi,

XI. BIGNONIA. A341 1. Bignonia Catalpha. 2. Bignonia radicans»- ro Kir

1. Buxus fempervirens.arborescans, ,

b. Buxus fufruticofas iA XMV. CARPINUS, öl; iu

1. Carpinus Betulus, «“ a

2. Carpinus Oftrya,' v

3. Carpinus ‚Virginiana,

4 Catpinus Orientalis, .. XV. CASSIA, %

ı. Caflıa Marylandiggs nn‘

1. —4 ‚Americänts, , XVIL CELASTRUS..

4. I, Celaſtrus ſcandens

xvin

XLVI 1. Mphabetifihes Verzeichniß xVUL CELTIS. A 1 Celtis oceidentalis,. # XIX, CEPHALANTHUS..: , 1. Cephalanthus occidentalis. | XX. CERCIS. 1. Cereis Canadenfis, xXl. CHIONANTHUS. 1. Chionanthus Virginica, XXI. CLETHRA..: ı. Clethra alnifolia, XXII. COLUTEA, 1. Colutea arborescens, 2, Colutea orientalis, XXIV. CORNUS. ı. Cornus’fanguinea, j 2, Cornus Amomums 3. Cornus alba, 4. Cornus florida, 5. Cornus mascula. b. Cornus foliis eleganter variegaris. c. Cornus hortenfismus, fruetu cerac eoloris, XXV. CORYLUS. 3 oh Corylus Avellana. b. Corylus ſativa fruetn rotundo maximo. c. Corylus fructu —I 2. Corylus maxima. | IV a, Corylus fativa fructu bt rubente. b, Co-

A . , . Jh F

der beſchriebenen Baume x. XLVI

b. Corylus fructu RER rubeute pellicu- la alba, tecto. 3. Corylus arborescens XXVI. CRATAEGUVS. 3. Crataegus Oxyacanıa. | b. Cratäegus Öxyacancha flore pleno, 2. rue tomentoläs e 3. Crataegus ab. er 4. Crataegus lucida, $. Crataegus torminalis, | 6. Crataegus Bun S. dumdig, Crariegüs alpina. 8 Crataegus ocdinen 9. Craraegus Crus Galli, XXVI, CUPRESSUS nr 1/Cupreflüs T hyoides, 2. Cupreflus difticha, * XVMm. ———— ———— I, Cytifas Laburnuim, 2. Cytilus alpinus. | 3. Cytiſus —— Ben; XXIX DAPHNE | ı. Daphne Me&eim b, Thymelaea Lauri folio deciduo, fore al-

; > _

bido, fructu flavelcents 2.) „X | 2, Daphne Laureoila. XXX. DIOSPVROS0 17)

1. Diospyros Virginiana, |

«

* Ai *

XLvEn ensure

XXL ELAEAGNUS. 0 HE &l

I. Elaeagnus angultifolia, XXX. E VONYMUS. r. Evonymus vul Igatise ·

J se iti375

2. Evonymus Verrucofüs.

J * 352 1) ‚d Eyonymus Tati olius, ktodugri FT 2 eu Spir ı).

4. Evonymus Area Br XXXIN. FAGUS, ° Ne A, Fagus,

aulyı0,) . „# IAT [LA Js INXX

Gr) 8

336) i

f en .?

ı, Fagus fylvarica, RE b, Fagus fylvatica folii at atro-ı ubentibus.

c. Fagus Americana latitoin.

B, Caftanea, 2. Fagus Caflanen,, 144403 AV

4 E

b, = or aureo eleganter

3. Fagus puinila, % . * —D—— XXXIV:FRAXKINUS, 0 0,

1. Fraxinus excelf iot. D ?

2, Fraxinus Ornus. rd

3, Fraxinus rotundifolia, Hgad XuX

4. Fraxinus Caroliniana, D——

5. Fraxinus- noyae —— ir ae KKXXV, GENISTAn EUER: 17 BR

tasli so

ati MB. .

| nn Genilfa —— a ac a XXXVL GLEDITSTAPO N TRAORG EEK

| ER Gledichia triacanchos, | ui 4a

| Bar | b. Gle-

der befehriebenen Baͤume ꝛc. XLVIU b. Gleditſia inermis. XXXVH, HAMAMELIS. 1; Hamamelis Virginiana; XXXVIII. HEDERA 1; Hedera. Helix. 2. Hedera guinquefolia; XXXIX, HIBISCUS, 1; Hibiscus Syriacus; | XL. HIPPOPHAE. t. Hippophhäe rhamnoides; XLI. HYDRANGEA,. 1, Hydrangeä arborefcens: xLI. HYPERICUM. J I. Hypericum Kılmiarnum; XL. JAS MINUM 1. Jasminum öfhcinale, 2: Jasminum fruticans;

XLIV, ILEX. 1; lex Aduifolium; XLV. ITEA,

| it; Itea Virginicä, XLVI, JUGLANS:

I; Juglans regiä,

24 Juglans nigra.

3, Juglans oblonga

4. Juglans alba;

5: Juglans glabra;

u XEVIl,

ei ee .g?

1.Alphabetiſches Verzeichniß XLVI. JVNIPEBVS. +. Juniperus mmunie. 2. JuniperusYOxycedrusin | | 3. Juniperus Virginihat #I3 MH .MIVY 4. Juniperus Crolirkäne: Sal | 5. Junipeius Sabina; > ©

XLVIL LAURUS;

ir Laurus Benzoin,

2. Laurus Sallafras. AA TLN AB XLIX. LEDUM. | ER 1. Ledum paluftre, SRASIH r or hy 1 L. LIGUSTRUM TEL er ' 1. Liguſtrum vulgare, on De 2. Liguftrum Italicum, ine LL. LIQUIDAMBAR, en 1. Liguidambar feyreciAua, LI. LIRIODENDRON. ER I. Liriod lendron raAhllen. j J LI LONICERÄA. - A A

A. Periciymenum.. Geisblatt mif h birdenten Stenzeln und Iangröyrigen Blumen. 1. Lonieera Periclymenvin, .. b. Caprifolium non perfoliartum Fol ſinuoſis. c. Caprifolium Geratänieum flore rubello ferotiltum, Y

2. Lo-

der beſchriebenen Bumen x. u

2. REN Caprifolium, |

3. Lonicera fempervirens,

B. Chamaecerafüs, Die Heckenkirſche mit gera⸗ den Stamme, und bei denen ein ieder Blumen⸗ ſtengel zwei Blumen mit kutzen Röhren traͤget.

4 Lonicera Xylofteum; 5. Lonicerä Tatatica. 6, Loüicera Apigena. 7 Lonicera coerulea.

©. Die Heckenkirſchen mit geraden Stan und v ‚ilblumigen Sr *

| 9. Lonicera Diervilla: LiV. MAGNOLIA. | i: Magnolia ghuen. LV: MENISPERMUM. | u Menispermüre Cinadenfe; ER Wi. MESPILUS en 1. Mespilus Germa mica: ee Bi Mespilus pytacantha. 3; Mespilus Canadenfi 5 4: Mespilus ärburifolia; 5; Mespilus Cotonealter; u

b. Mespilus foliö ac) Mn ferräto, fructu nigro.

en | 1; Morüs higta; x

52

—“

LI 1 Alphabetiſches

2. Morus ruhra. 3. Morus papyrifera.

| | ' 4 Morus alba, -;; ee | LVIL MYRICA: 2 44 Myrica Carolinienfiss LIX, NYSSA.

1: Nyſſa aquatica. LX. PERIPLOCA. 1. Periploca graeca.

1. Philadelphus coronariiss. b. Philadelppus nanus. LXI. ————— 1. Pliytolacca deeandra.

LXIIL, PINUS: ui ivam Nil

A. Bei denen mehr als ein Blatt: alıgie. aus ie ne: gemeinfchaftlichen © cheide hervor komm, f a, zweiblärtrige, 2

1, Pinus fylveftrise Mar

b. Pinus rubra, | 2. Pinus möntand; FE 4 | 3, Pinus Virgihlada, ° " W >h, 4

b, Pinus echinatas u 2:

2. hu Piheg 0‘ wine 5, Pinus maritima;

b Pinus maritima primäs u

c. Pinus maritima minors

der heſchriebenen Baumes LIT

b, dreiblaͤttrige. 6. Pinus rigida, 7. Pinus Taeda, 8. Pinus paluftris, 7 fuͤnfblaͤttrige. 9. Pinus Cembra, to. Pinus Strobus, d, mit mehr alsfünf Madeln im Eleinen Buͤſcheln. ıt, Pinus Larix. | 12. Pinus Larieina mibi. Tas. Iır% Fig. vs vi. vi, 3. Pinus Cedrus, B, Bei denen die Nadeln iederzeif einfach an den Zweigen wachlen,

a, mit Kammartig feinen Nadeln. 4

bietes) 14. Pinus Abies 15. Pinus balſamea. 16. Pinus Amcricana. b, deren Nadeln rund an den Zweigen ſtehen. iceae) | 17, Pinus Picea, 18. Pinus Canadenfis, 19. Pinus Mariana, b. The Nevv-Foyndland red Spruce Fir.

XLIV. PLATANUS,.’ t. Platanus Orientalis,

03

b, Pla-

aan I. Alb habetiſches Berrxinit

b. Platanus Orientali s Aceris folio. 2. Platanus occidentalis.

b. Platanus oeeidnalis folis minoribus, lobis acutioribus,

LXV. Pop ULUS.

2. Populus nigra,

b. Populus nigra Icalica,

2. Populus balfamifera,

3. Populus alba.

4 Populus tremula,

5. Populus heterophylia, dus

LXVI. POTE NTILLA,

I. Potentilla fruticofi. LXVII. PRINOS. Pr 2. Prinos vertcillats, LXVII, PR UNUS, ® A. Prunus,

1. Prunus domeftica, b, Prunus fructu minimo nigrieante fine nucleo,

c. Prunus fructu medio rotundo Cerafi forma er colore, 2, Prunus inſtititia. 3. Prunus fpinofä, B. Armeniaca. 4, Prunus Armeniaca, 5. Prunus Sibirica.

C, Ce-

der beſchriebenen Bäume ac, 1 LV C. Cerafus, | 6. Piunus avium, 7. Prunus Cerafüs, be Ceraſus ſativa, aetate continue florens ac frugeſcens. c, Ceraſus vulgaris duptici flore. d, Ceralüs pumilı, foliis ovaris eglan- dulofi TA 8: Prunus“ M ahaleb, 9. Prunus pumila,, | D. Bados, R | 10. Prunus Padas. Il. Prünus V N) ‚12. Prunus nana mihi "Tan, Iv. 13. Prunus Lauro % eralus, 14. Pr. Padus Caroliniana, LXIX, PTELEA.

1. Ptelea trifoliata. by Ptelea pentaphylla

LXX. PUNI EA. an EIN er bPunica nana. IE LAXL. PYRUS.

A. :Pyrus, 7, Pyrus’commuhis, a. Pyrus Pyrafter. * Pytus irregularis io Pyrus Amelanchier. D4 B. Ma-

ni

a\

vi 2 Alphabetiſches

B. Malus. 4. Pyrus Malus. © a, Pyrus Malus. fylveftris, b. Malus fructu magno albido glaeiato, 5. Pyrus coronaria, €. Eydonia, | 6. Cydonia ablonga. 7. Cydonia maliforma, 8. Cydonia Lufi itanica, LXXIT, QUERCUS. A, Europäifche Eichen, 1. Quercus Robur, ar Quercus foemina, | b. Quercus vulgaris foliis ex albo va- riegatis. 3. Quercus Cerris, 4. Quercus Ilex. 5. Quercus Suber; > -i B. Nordamerifanifche Eichen | 6. Quercus rubra, Vat. v. Fig. nu, b. Quercus foliorum ‚finubus obtufis:

angulis acutis ſeta terminatis;, ‚inter- media vix tridentata, margine inte- | gerrimo Tas, v. Fig. ı1.

7. Quercus paluftris, Ts. v. Fig, III.

b. Quercus paluſtris minor.

8. Quereus alba, Tab. v, Fig. ıv.

9. Quer-

der beſchriebenen Bdume se. VLVU

9. Quercus nigra. Tapy vi, Fig. 1. 10. Quercus Marylandica, Dar. vi. Fig. II. Il Queraus Rrinns, Tas, VI. Fig. 11h, 2. Quercus Phellos. 13, Quereus Virginiana, LXXITT. RHAMNUS. 1, BRhamnus catharticus, 2. Rhamnus Frangula, 3. Rhamnus Palyirus, LXXIV. RHUS. A. deren Beeren mit einen wolligen ki che 7% Rhus typhinum, 3. Rhus glabrum, 3. Rhus Canadenf, 4 Rhus,copallinum, 5. Rhus Cotinus, B. welche aufbefonderen Stämmen männliche und weibliche Blumen und einen glatten plattgedruͤckten gereifelten Saamen heben, (Toxicodendra Mil.) | 6. Rhus Toxicodendrum, | 7. Rhus radicaus. 8. Rhus Vernix, LXXV. RIBES. | ‘A, Ribeſia ohne Stacheln.

rin 1. Ribes

KR. A. tshähesfhek Berge

' 1. ‚Ribes'rubrum, ul) „Si b. ‚Groflularia hortenfisimaiore fruetu albo, c, Groffilaria horcenfis maiore fructu carı neo, Ä 2. Ribes alpinum, 3. Ribes nigrum. —————

B. Groſſulariae mit Fe |

4. Ribes Uva erifpa, ai «RB 5. Ribes Groffularia, 27 2. AN ROBINIA. UHA.NDG

1 Robinia Pfeud - Aecacia. 3. Robin hifpida, | 3. Robinia Caragana, 4. Robinia fruteſcens. 5. Robinia pygmaea, LXXVII. ROSA. | A, Roſen mit —* Salben, 1. Rofa eglanreria, | 2 Rofa fpinoft Tima, 3. Rofa villofa, ch 4. Rofa foecundiflima, 5. Rofa lurea, b. Rofa lutea multiplex, 6. Rofa punicea, 7, Rofa cinnamomea, 8. Rofa provincialis, IA NER

b. Roſa provincialis maior, flore pleno ru- beirimo, . c, Rofa |

der heſchriebenen Baume ꝛc. LVIII €, Rofa baſilica ex albido colore et rubello varia 9. Roh holoferica, b. Roſa holoferica maltiplex. 10. Rofa Virginiana, 1. Rofa Caroliua, 12. Roſa pimpinellifolia, 13. Rofa fempervirens, B. ofen mit avafen Fruͤchten. 14. Rofa canina, 15. Roſa alba, b. Rofi alba dore pleno, 16. Bol gallica, 17. Rola belgica, 18. Rofa mofchata. 19. Roß centifalia, 20. Roſa muſc oſa, 1. Rofa damgffcena, 22. Rof pendulina, | LXXVL RUBUS. Pr: 1. Rubus fruticoſus. 2, Rubus caeſius. 3. Rubus idaeus, b. Rubus idaeus ftuctu albo. 4. Rubus odoratus, LXXIX. RUSCUS, 1. Rufcns racemofus, - J LXXX.

TUN’ URN

I SLIX, A. Mit as —— aten

1. Salix triandra.. mn, ‚© 2. Salıx ———— | | 3. Salix virellina, AN 4. Salix amygdalinn. .rı 5. Salix fragilis.

6. Salix Babylonicc.

7 Salix Helix? su B, Mit haarigen glatten Sacn

8. Salix alba.

9. Salix viminalis.

10. Salix caprea,

11. Salix acuminata.

b. foliis variegatis. C. Mit haarigen ungezahnten Blaͤttern.

12. Salix arenaria,

LXXXI. SAMBUCUS, I, Sambucus nigra.

b. Sambucus folits e luteo variegatik, 2, Sambucus laciniata, 3. Sambucus Canadenfis, 45 Sambucus Ebulus,

Aemerislei te 5. Sambugus racemoſa. LXXXIL SORB US mente ANII: UR I. Sorbus aucuparia« TIP ADK

2. Sorbus domeſtica.

J

der beſchriebenen Baͤume | 1X

XXXIII. SPARTIUM;

1. Spartium fcoparium; EXXXIV. SPIRAE Avis:

1, Spiraea ſalicifolia⸗

2. Spiraca alba;

3. Spiraea crenatau

4. Spiraca tömentofiy

$, Spiraea hypericifolias "

6. Spiraea Opulifolias 0 LXXXVGISTAPHYLEA...

1. Staphylea pinnata⸗ —4

2. Staphylea trifolia. I LXXXVIL, SYRINGA, —* 1. Syringa vulgaris; b. Syringa flore albo; | &. Syringa flore ſaturate pürplired: _ 3, Syringa Perlica -

3; Syringa laciniatas LXXXVIL TAMARIX. 1: Tamarix germänica; LXXXVIL TAXUS; +. Taxus baceata, "LXXUIX, THUIA 1. Thuia oceidentaliss 2. Thuia orientalis, , ; Xc. "FILIA, ; 1. Tilia Europae3, m | 2. Thilia

LXO I Ash Tore ic.

2. Thilia cordata. ITAAIE S. Thilia Americana: * a LA 4 | 4. Thilia Caroliniana; 3172“ NIX xCl. VACCINIUM. ı Ey

+. Vaceinium Myreillus. "pe 2. Vaccihium uliginofum; 3. Vaccinium vitis idaea; XCH, VIBURNUM: ' i, Viburnum Opulus; 2 b: Viburnum roſeumn More gioböß: | 3. Viburnum Lantana. 3. Viburhum nudum. 4. Viburnum Leitägo, 5. Vibürhum caflinoides, XCII. VITIS. | j. Vitis Windera, et meine 2. Vitis Labrüfea XCIV. ULMUS, | i: Ulmus &ampeltris. 5, Ulmus f&abra; 3. Ulinus höllandica, ; XCV. ZANTHOXYLUM 1; Zanthoxylumi elava Heräulis

ii, Syfte

Syſtematiſches Verzeichniß | der befehriebenen Baͤume, Straͤucher und Sträuchartigen Pflanzen.

CLASSES 1. DIÄNDRIA: MO N ° 6 Y N 1 A: | XLUL JASMINUM. | 1: Jofminum ofieinale, fruticans. L. LIGUSTRUM 1: Liguftium Vulsäre, —— ſtalieum. XXL CHIONANTHUS'“ 1. Chionanthus V irginica, LXXXVI. SYRINGA, L; Syring ga vulgaris b. S. vuigaris flote albo, c. Syrinsa flore ſaturate pürpureo; 2. Syringa Perfica, 3. Öyringä laciniatis CLASSIS IV. TETRANDRIA: MOÖNOGYNIA

Xix, CE:

LXII ie Solenutſei wennethutg

XIX, CEPHALANTHVUS. j. ro occident: ılis;

XXIV. CORNUSI in nRiSaR

1. Cornus ARARERE nd 2 ———

3; * Na 4 = ie RER

* cerae > eoloris LXIX, PTELEA, , 1, Piclea trifoliats; bP. pentaphylia; ; XXXL ELAEAGNUS, 2 1. Elaeaghtis anguftifolid; + | DIGYNI& XXXVIL HAMAMEL 4: 1: Hamamelis Virginianä; TETRAGYNIA XLIV; ILEX, 1. Ilex Aquifolitm; d CLASSIS V. PENTÄNDRIA MONOGYNIA VI, AZALEA; | 1; Azalea vifeofas Uil. LONICERA. | i; Lonieera Berichmenitti;

| b, fo-

der beſchriebenen Baume er v b. foliis finuofis,

c. flore rubello ſerotinum.

2. Lonicera Caprifolium.

3. ſempervirens.

de Xyloſteum.

5 Tatarica.

6. alpigena. —— eoerulen. 8. Symphoricarpos.

| 9, Dienilla. LXXIII. RHAMNUS,

ı. Rhamnus catharticus, 5

|

2. __ Frangula.

XVL CEANOTHUS. DEN 1. . Ceanothus Americanys, | | xXVI, CELASTRUS. , _ "4, Celaftrus fcandens. | XXXIL EVONYMUS, ı. Evonymus vulgaris. 2, verucofüs, 3. Iatifolius,

4 Americanus, XLV. ITEA. | I, ltea Virginica,

LXXV, RIBES, }

1. Ribes rubrum, b, fructu albe,

PIE DEZ e

——

e, fructu

LxvI 1. Syftematifhes Be

c. fructu carneo.

2. Ribes alpinum.

3. nigrum.

4. Uva criſpa.

5. Groſſulaxia. xxXVill. UEDERA.

1. Hedera Helix.

2. quinquefolia. XCIIl. VITIS. |

1. Vitis vinifera.

2. Labrufca,

DIGYNIA

LX, PERIPLOCA Ä 1. Periploca graeca, xciv. ULMUS. | 1. Ulmus campeftris, a, 3. Hollandica,

'TRIGYNIA

LXXIV,RHUS. r. Rhus typhinum, 2. glabrum. 3. __ Canadenfe, 4 _ eopällinum! 5. __ Cotinus. 6.,.,. 3 oxicodendrum, 7. räadicans, e....' Vanis

| | |

‚der befehrichenen Baͤume ıc,

XCIH,;VIBURNUM, I, Viburgum Opulus, TER, flore globofo, . 2. Viburnum Lantana, 3. __ .— nudum, die 1, ‚Lentagos .. 5: __ _ Caflinoides, LXXXL, SAMBUCUS, 1. Sambucus nigra. b. foliis e luteo variegatis, 2, laciniata.

3. Canadenſis. 4. -— =-- Ebulus. 5, =-- --- racemofä,

EXXXV. STAPHYLEA.

1; Staphylea pinnata, MAL URS ‚erifoha, 7. LXXVIL, TAMARIX, 1. Tamarix Germanica, PENTAGYN IA, VI, ARALIA,

1. Aralia fpinofa,

CLASSIS v1. HEXANDRIA,

MONOGYNIA EXVIL PRINOS,

1. Prinos verticillatus, X. BERBERIS,

1. Berberis vulgaris, e 42

LXVI

CLAS.

TXvin. IE CLASSIS VII. HEPTANDRIA. 49 MONOGYNI Ar

N. AESGULUS, 1. Aesculus ee

2. --—- Pavi CLASSIS OCTANDRIA, MONOGYNIA. XCI. VACCINIUM, | 1. Vaccinium Myrtillus. Be uliginofum. _ 35 --- --- vitisidaea, | XIX, DAPHNE. 1. Daphne Mezereum, | b. flore albido, fruetu m ebdente

2. Laureola. CLASSIS IX. ENNEANDXRIA.

XLVII. LAURUS,. 1. Launus: *84 J | 9. Saflafras. AA IV CLASSIS X. DECANDRIA. ur IMONOGCWNIA A4I XX. CERCIS, | W 1. Cercis Canadenfis, XV, CASSIA, 1. Caflia Marylandica, - XLIX, LEDUM,

|

der beſchriebenen Baͤume ꝛc. LXVIII

en tu Ledum paluftre, VI, ARBUTUS. I, Arburus Unedo, -' N Ni Uri XXU, CLETHRA,. ins hr 1. Clethra alnifolia. | DIGYNIA XL. HVDRANGEA. F 1, Hydrangea arboreſcons. CLASSIS XI. ICOS ANDRIA. MONOGYNIA LXL PHILADELPHUS, 7. Philadelphus coronariuss | b. P, nanus,

IXX. PUNICA.-

1. Punica nana.

'W,AMYGDALVS.

1. Amygdalus comminis. b, Fructu maiork < | . - e, amara, 2. duleis. 3. ınanı 4. pumila. 5. Perſica. b. flore magno ſemipleno. LXVII. PRUNUS, No

1, Prunus domeſtica. | b, fructu minimo —— ſine . nucleo,“

NE 03 ce. fru-

I s

EXX IL Syſtematiſches Verzeichniß

c, fructu medio fötündo Cerafı for. ma et aloe una IV 2. Prunus inſttitia.

3. fpinoha;. J

4. Armenien ASTA EX

—Shii

6. avium. Ko

7m am Coräfüs, /

b, ſativa, continue ae frugesgeens... c⁊ vulgaris duplici *

d. pumila, foliis eglan- duloſis.

| ei Mahaleb. De. TO... Fa BT. __ Virginiana,

Bag

IR len: 17 13... Lauro-- 14. - -— Caroliniana, , DIGUNIA XXV. CRATAEGUS,.

1. Crataegus Oxfnätihr- »t bi Aore plno, 2, * ctomentoſa. ar. „union, 7 SUN IRG ⏑—⏑— RE SETURE N... | 5. SER OMA corminalis

a)

nd

deribefchriebenen Bäume ic.

6, 7 8. 9%

Crataegus Aria,

Alpina,

coccinea,

Erus Galli, TRIGYNIXA

LXXXII. SORBUS

ı. Sorbus aucuparia.

2.

2 ws

3.

"Domeltica,

PENTAGYNIA LVL MESPILUS,

1. Mespilus Gerihähien,

LXXI, PYRUS.

Is; Pyrus communis;

3; 4:

6. *

Re

Pyracancha, Cänadehfis. arbutifolia, Cotoneaſter.

LXXI

b, folio rotundiori non ferrate,

fruetu nigro.

irregularis, Amelanchier, Malus.

b, fructu magno albide gla_

ciato. coronaria. Cydonia oblonga. --- --- maliforma,

iger 232 Lufitanica.

LXXNTV,

LXXIT I. Syſtematiſches Venniug LXXXIV. SPIRAEA. I. Spiraca falicifolia,

2. 3 4 5. 6.

1m

——

nn, chamaedrifolia. --- ‚tomentofßa, ; _ | -— hypericifolia. 2177702 WERY.I —- Opulifolia, .

PO LYGYNI 5

LXXVIL ROSA.

I. 2.

5.

Rofa eglanteria,

m

fpinofiffima. ee villofa. en foecundiffi ima. lutea. = a

b, multiplex, punicea, cinnamomea, en provincialis, 2UAYT IZZI b. flore pleno ruherrimo.

c. bafılica ex X albido * et nibeb lo varia,

holofericea,

b. multiplex. Virginiana. Carolitini0209 me

"Pimpinellifolia,) Tempetvirens,

24. Rofa

nder beſchriebenen Baume x. LXXM

14. Rofa canina. 15. -- alba, b, florepleno, 16, --- gallica, „47. 7 ‚.belgica, 18. moſchata. 19. centifolia. 20. -— muscofa 21. * damaſcena. J | 22. -—-- pendulina, IiDelt KR LXXVII, ‚RUBUS, | * Rubus fruticofüs. | DE cauecus. 3. idaeus. * b. fructu albo, 4. odoratus. LXVI. POTENTILLA, | 1. Potentilla fruticofa. fr CLASSIS XOL POLYANDRIA, MONOGYNIA XC. TILIA. | 1. Tilia Europaea, 2. —- Ccordata, 3. -—- Americana, 4. - Caroliniana, LOLYGYVNIA LII. LIRIODENDRON, e $. 8. Lii-

UXXIM IE A 1. Liriodendron T “+8 .LIV. MAGNOLIA, nd

1. Magnolia glauca, SE

V. ANNONA,H GER .e

1. Annona Hilley di

nu CLASSIS XIV. DIDYNAMIA. ANGIOSPERMIA "! | xf. BIGNONIA, ° ‚ilstiinay ER: i 1. Bignonia Caralpa. Ei | 2 a 3 CLASSIS XVI re. XXXIX, HIBISCUS, «enilubnaiz ı. Hibifcus Syriacus. > CLASSIS XU. DIADELPHIA DEGANDER IE - ae ee Nach si EN . Spartium fcoparium«. | XxXxXV. GENISTA. | E 1. Genifta tinctoria, ll. AMORPHA. | t. Amorpha frutico& 1 ıT04 MY! "XXVil, CYTISUS, ER ©. 20 1. Cytilüs Labürnum,. Ag. (= Kalpinus.! „UN 7 AI 3. JSehlifolus, > 447 LXVL ROBINIA, BR tn 1. Robinta Pfeud - Acacia, 2— hiſpida. x 3. -—- Caragana. | 4. --- -—— fruteicens, £ re PREISEN, 7 ji XXII. GOLUTEA, enanins) EN 1. Colutea arborefcens, 2. -—— ÖOrienialis., ,

Mm

fer)

CLAS-

der beſchriebenen Baume ꝛc. | LXXV

CLASSIS XV. 'POLYADELPHIA. | POUYANDRIA XL, HYPERICUM.: 4. Hypericum Kalmianum, >“ CLASSIS XXI. -SYNGENESIA. POLYGAMIA SUPERFLUA, DISCOID.EIRe —. IX, BACCHARIS * 1. Baccharis halimifolia. CLASSIS XIX, MONOECIA, TETRANDRITA. X, BETULA.. 4409 1. betula alba. b. Bructeri. 2. lenta. 3. nigra, 4. - pumila, 54 --- nana. UDAN 6. Alnus glutinefa. wei .t 7 u CAM |

8. rugoſa. XII. BUXUS, J A: "74 Buxus (empervirens

b) ſuffruticoſa. LVII. MORUS. | —* 1. Morus nigra.

2. rubra. 3. pappyrifera. 4. alba.

POLYANDRIA EXXIL QUER CUS, 1. Quercus Robus. Dim ſoemina. bi follis ex albe variegatis. 3. Cerris, A llex. 5. Suben 6. um robra, d. folio⸗

LXXVI IL, Syſtematiſches Verzeichniß

ı b, 'foliorum ıfinubus ‚obrufis: angulis acutis ſeta terminatis: intermedia

vix tridentata,ma iglie integerrimo. |

'b.; minor. ir alba. 9. --- nigra. 03% 10. Marylandica,

31. --- Prinus. 12. —-! Phellos. / ! 13. Virginiana. XLVI. JUGLANS, 1. Juglans regia, 2. nigra. 0 3. oblonga. 4. --- alba. 5. glabras ii limug + 8 XXXIII. FAGUS. son - ? 1. Fagus ſylvatica. b, foliis atro rubentibus. c. Americana latifolia. 2. Caſtanea. | a b, foliis ‚ex aureo elöganter varic- gatis. pumila. XV.C RPINUS 1. Carpinus Betulus. 2. Oſtrya. 3. -Virginiang. 4. Orienalis, XXV. CORVLVS. 1. Corylus Avellanaudo va) b. fructu oblongo maximo. e. fructu oblongo Alben, 2, maxima,

9 fructu

der beſchriebenen Baͤumere. LXXVII

b. fractu oblongo rubente pellicula alba tecto.

3. Corylus arboreicens,

XLIV, PLATANUS. 1. Platanus orientalis,

2.

b. Aceris folio,

occidentalis, - | V

b. foliis minoribus, lobis acuti- oribus.

Ll, LIQUIDAMBAR. 1. Liquidambar ftyraciflua.

LXIII. PINUS.

ADELPHIA

1. Pinus fylveftris.

2. 2.

4. 5,

6. 7: 8. 9. 10. II. Ze LM 13. 14: 15» 16, 17:

18. —- Canadenfis,

b, rubra, montana

Pinus Virginiana.

b. echinata, Pinea. maritima, b, prima,

c, minor, rigida. aeda. paluſtris. Cembra. Strobus, Larix. Laricina. Cedrus,

Abies.

ballamea,

Americana.'

Ficea.

19. Ma.

LXXXVIII . Syſtematiſches Verzeichniß

19. Pinus Mariano. b, The New⸗ Foundland is Spru- ce Fin»: f LXXXIX, THUTA, TAIg 1. Thuia occidentali. Eu

2. Orientalis. R XXVIL CUPRESSUS. | "

1. Cupreflüs Thyoides. »

2. -— difticha, *

CLASSISXXILDIOEECI.

DIAND k IA. %

LXXX. SALIX.. a

I. Salix triandra, | i

2. --- pentandra. |

3. --- vitellina.

4. amyedalina,

5. -— Tragilis. 6. --- Babylonica,

7. Helix,

8. alba.

9. --- 'viminalis, 10. —- capreä,

II. --- acuminata, | b, foliis 12. --- arenaria, f h TETRAN D R 1 A, XL. HIPPOPHAE, | 1. Hippophae ———— 41 LVIII. MYRICA, ; 1. Myrica Carolinienfis. ei PENTANDRIA F XCV. ZANTHOXYLUM. 1. Zanthoxylum clava Herculis. OCTANDRIAM. LXV, POPULUS,

* 1. Populus

der befprüchenen Baͤume ꝛc. |LXXVIEI

ı. Populus nigra,

b, ‚Italica, 2. balſamifera. 3. alba. 4. tremula. 5. heter ophy IA.

DODECAND:RIA LV, MENISPERMUXMs.. 1. Menispermum Canadenfe, MONADEL-PHIA, XLVII. JUNIPERUS I. Juniperus communis,. 2. Oxygedrus,

3 .—— \ Virginiana, 4. ——- Caroliniana. Sabina, —*

5 LXXXVIII. TAXIIS. axus baccats, | SYNGENESIA LXXIX, RUSCUS, 1. Ruscus racemofus, Ä CLASSIS. XXUL POLYGAMIA. "MO. N O E XR—— I. Celtis oceidentali 4 1. Acer Pfeudo - J— b, foliis variegatis, 2. -— ſtriatum. | 3. -—.Platanoides - b. felüis variegatis, 4. —- fac harinum, na rubrum, 6 --- Peniylvanıcum, b, folis variegatis,

7. Aser

LXXX AL, Syſtematſches Verzeicu x.

7 "Acer eampeftre, ‚min anleaoT: ‚a 8. -—- Monipedulsnums‘ 9, ---: . Tataricums® IO. --- Negundo. ER : A D'E.CHra..- * XXXVI. GLEDITSIA, | ı, Gledicha triacanthos,

!

b. inermis, EAMaIM Va XXXV. FRAXINESSEI murmarinsfk Tr | 1. Fraxinus excelfior, 1 2. Ornus. a] * IT IR. 3. rorundifolia, J |

A: -—- _ Caroliniana,

5. novae Angliae. XXX, DIOSPVROS.

1. Diospyros Virginiäna, 24 | "LX, NYSSA. | "MZAT UVA

1. Nyſſa aquatica, 4 x *

6 4

4

du >

" | 4

| I. ACER

1. ACER.

il N \ as dem Syflen des Rirters von =, Rinne‘ gehörer dieſer Baum in die⸗ N —— ienige Claſſe, in welcher die Pflanzen theils maͤnnliche mit Zwitterblumen vermifcht, theils weibliche Blumen mit den lezteren fragen, Die Ahorne werden unter die erſteren gerechnet, ic» doch findet man auch bei einigen, wie bei unſern klein⸗ blaͤttrigen deutſchen Ahorn, (A. campeſtre) denen Vir⸗ giniſchen rothbluͤhenden ( A. rubrum) und Eſchenblaͤtt⸗ rigen Ahornen (A. Negundo) ) einzelne erwachfene Baͤu⸗ me, welche blos männliche Blumen bringen; die meh» reſten aber find männlich mit einzelnen Zwitterblumen. IL. Band. A Die

&

2 . ACER.

Die Blumendecke ift einblaͤttrig, gefärbt, auf dem Grunde platt, infünf ſcharfe gleiche Einfchniere ge- eheiler, und nicht abfallend.

Die Blume beſtehet aus fuͤnf, ſechs, bis acht ovalen flachliegenden Blaͤttern, die nach auswaͤrtshin breiter und ſtumpfer werden, wie eine Roſe offen und groͤßer als die Blumendecke ſind. Bei einigen Arten findet man ſie mit der Blumendecke ſo genau verwachſen, daß ſie davon mie Muͤhe unterſchieden werden kann. Sie hat acht, bis⸗ weilen auch, wie z. E. bei dem kleinen deutſchen Ahorn” ) zehn Pfriemenfoͤrmige kurze Staubfaͤden, auf welchen einfache runde Staubbeutel ſtehen, Die einen Ereuzför-

migen Mehlftaub führen. | Der Knopf ift platt gedrückt, und Liege auf dem Grunde der Blume,

Der Griffel iſt zart und faſerig, im Anfange klein, nimmt aber in der Laͤnge zu. Er hat zween duͤnne zugeſpig— te und zuruͤckgebogene Stigmate.

Das Saamenbehaͤltniß beſtehet aus zween ana platten Capfeln, unten miteinander verwachfen, obere waͤrts hingegen endiger fich eine jede mit einen dünnen aus: gebogenen großen Flügel, und mise ein ranonche 7 tes Saamenkorn.

Bei den Zwitterblumen ſind dieſe Theile fämefich * gen, bei den maͤnnlichen Blumen fehlet aber die iunge Frucht, und von dem Griffel iſt auſſer einer zertheilten Faſer, die dein wahren Stigma gleichet, nichts zu bemerken.

Ich habe die hieſelbſt befindlichen Ahornarten nach der Gleichheit, die ſie in den Blaͤttern miteinander haben, in Ordnung gebracht, doch fange ich bei den hieſiglaͤndiſchen an, und höre mit den auslaͤndiſchen auf, deren Blätter

am *) ©. Haller. hiſt. 1. p. 444.

The Maple Tree. Erable. horn. 3

am wenigften nach unferen Ahornen Ahorne vermuthen laſ⸗ fon. Diefe Nachricht bin ich zu meiner Rechtfertigung meinen $efern fehuldig, denen es ebenfals bequemer feyn wird, wennfieaufeinen Blick die nach den Blättene anne lichften Arten miteinander verbunden fehen,

Allenfals fönnteman aud) die Ahorne nach ihren mehr runden oder plattgedrücdten Blumendeden und Blumen eintheifen, und ſo wuͤrden zirkelrunde Blumen haben Acer Pſeudo-Platanus; A, ftriatum, A. Platanoi- des und A. Penfylvanıcum, plaitgedruckte hingegen Ace Tataricum, A. rubrum, A. campeſtre, A. Mon- {peilulanum und A, Nezund.

Bei den Ahornen ift ihr ſchneller Wuchs merkwuͤrdig, und daß ſie fruͤh im Jahre, groͤßtentheils in beſondern Buͤ⸗ ſcheln, theils noch vor dem Ausbruche der Blaͤtter, theils mit dem Ausbruche derſelben zugleich bluͤhen.

Nach Millers und Beckmanns?) Rath muß al- ler Ahornſaame wenn es ſeyn kann, ſo gleich nach ſeiner Reife, die bei den im September erfolge aus⸗ geſaͤet werden.

Sind die Saamen auf, ſo werden die i iurgeh Pflanzen in dem folgenden Fruͤhiahre auflaufen; allein da alsdenn ein ſolcher im Herbſte geſaͤeter Saame ſchon im Merzauf⸗ keimen wird, fo werden durch unſere in Niederſachſen vor⸗ fallende Nachtfroͤſte der Erfahrung nach die iungen Staͤm⸗ me oͤfters entweder zu Grunde gerichtet, oder doch kraͤnk⸗ lich gemacht. Und weil auch die Ahorne, wie die Buche, - Ehe zc. unter dieienigen Pflanzen gehören, die ihre beis den Saamenblärter mit aus. der Erde bringen, fo darf man nicht hoffen, daßfie, wieerfrorneiunge Eichen, wies der aus der Wurzel treiben können, |

A2 | Wir

*) Derfuche über die Holzfaat. ı

er VATER.

Mir werben alfo dadurch belehret, daß das Aufbe⸗ waohren des Saamens bis zum ſruͤhiahre der ſicherſte Meg ſei.

Am beſten erhaͤlt man denſelben , wenn man ihn in wohlgetrockneten Sand, oder in trocknen Sand mir Weiz tzenſpreu vermenger packet, und an einen weder zu Falten noch zu warnen Ort ſetzet. Auf diefe Weife Fönnen mit dem Saamen weite Verfchicfungen geſchehen, und fie iff

nothwendig bei der widerfprechenden Einfchränfung zu bes obachten, daß nemlich der Saame ſchwer aufzubewahren | ſeyn ſoll. | Bei den Mordamerifanifchen und übrigen feltenen Ahornen iſt noch die Regel noͤthig, daß ſie an einen ſae⸗ tenreichen Ort ausgeſaͤet werden muͤſſen.

Die in den hieſigen Pflanzungen befindliche Mn find:

I. ACER (Pfeudo-Platanus)) foliis quinquelo- bis acute ferratis , florum racemo compofito ‚pendulo,

Acer (Pfeudo-Platanus) foliis quinguelobis in- aegualiter ferratis, floribus racemofis.

L. Sp. Pl. Mi2. ı. |

Acer montanum —— 8 Baub. Pin. 43. du Hım. arb, 1.

The Sycomore Tree, or Maple.

Erable blanc de Montagne, Sycomore.

Der gemeine weiße Ahorn. Die Ehre. Die Ohre. Die Waldefche, die Steinahre in der Schweiz. Die Arle. Die Urle in Schleſi en, Spil⸗ lenholz in Sachſen.

S. Cramer Tab, 6. Der

The Maple Tree. Erable. Ahorn. 5

Der Kitrer von Linne’giebe diefen Ahorn in den ge- bürgigten Gegenden der Schweiz und des Erzherzogthums ftetreich alswildwachfendan, Er ift aber auch in den iefigen Waldungen, wenn der Boden nur nicht gar zu fandig ift, im Magdeburgifhen Holzfreife, im Herzog. thum Braunfchweig, im Fürftenehum Anhalt hinter Harz gerode in der Gegend des fogenannten alten Anhalts, und überhaupt in ganz Deurfchland, und Großpolen anzu⸗ treffen, dahermanihn niche einzig und. allein auf dieſe wer nigen $änder einfchränfen kann.

Die Blätter haben fünf ungleiche Einſchnitte, von denen die aͤuſſeren als die kleinſten ausfallen, ſie ſind am Rande unordentlich gezahnet, auf der oberen Seite dun⸗ kelgruͤn, und quf der unteren weipgrau und mic einer zar⸗ ten Wolle bedeckt.

Die gruͤngelblichen Blumen brechen im April her⸗

vor, und haͤngen in kleinen laͤnglichen Buͤſcheln.

Der Saaqme iſt unter den Ahornſaamen einer der an⸗ ſehnlichſten und laͤngſten, indem die laͤnglicht runde Capſel

als die groͤßte Erbſe erſcheinet.

Die Rinde if glatt und weißlich, das Holz eben⸗

fals weiß und zaͤhe, und die iungen Schuͤſſe find von bel vorher Sarbe.

Die Knoſpen find im Winter gefblich, -

Sol der Wachsthum diefes Ahorns vorzuͤglich gut ſeyn, ſo muß er einen nahrhaften, feuchten und dabei lo⸗ ckeren Grund haben.

Man trift ihn alſo meiſtentheils an ſchattenreichen Derternan, um Hügel, Bäche und Quellen, woſelbſt das Waſſer fette Lauberde und Blätter zufammen führer, wie auch unfer anderen Hoͤlzern auf fruchtbaren ſchattigen

3 Bergen

u 2,

HR 79 1 DE ri 2

Dergen im diekeften Gebuͤſche, und öfters findet er ſich auch in viel fehlechteren fandigen Boden, wo er jedoch die Farbe der Blätter erwas frühzeitiger zu verändern pflegt.

Er wächfer zu einen hohen und ſtarken Bau⸗ me auf.

In ordentlichen Foeſten gehöret er, aufler einigen ſtarken Staͤmmen, die als Nutzholz verarbeitet werden, zum Unterholze, welches er durch den ausfallenden Saa⸗

men und durch die ſtarken Triebe uͤberaus vermehret und unterhaͤlt.

Die Farbe des Holzes iſt, wie ich ſchon gefagt habe, eigentlich feht weiß, und weißer als bei den übrigen Ahor- nen; dennoch fälle fie in manchen Boden ein wenig gelblich

aus, undalsdenn ift dag Holz; auch geöber, da fonft die Adern dichte ſtehen.

Eben fo unferfcheider es fich nach. den verſchledenen Ge⸗ genden und nach dem Alter, und man wird es z. E. mit Punkten oder Wellen verſehen antreffen; allgemein aber kann es zu ſehr ſauberen Spaͤnen verarbeitet werden.

Ein iunger Stamm hat weniger hartes Holz, als ein alter, auch ſind bei dem lezteren nach dem untern Ende und der Wurzel zu die Flammen ſtaͤrker. Solche Stuͤcke er- waͤhlet man daher zu Schaͤftungen für Flinten und Buaͤch ˖ ſen, die fuͤrtreflich ausfallen, und dabei nicht ſchwer ſind.

Man bedienet ſich ferner des Holzes zu Oel⸗ und Hir⸗ ſeſtempeln, zu Tiſchen, Rollen, Mulden, Loͤffeln und anderen Geraͤthſchaften. Die Drechsler verfertigen aus demſelben Schuͤſſeln, Teller, Büchſen und dergleichen mehr, die Inſtrumentenmacher Claviere, Lauten und Geigen, und die Vergulder nehmen es beſonders zu ihren feinen Arbeiten.

>

5 26

The Maple Tree. Erable. Ahorn: 7

Eine vorzügliche Eigenfihaft diefes Holzes’ beſtehet darin, daß es nicht fo leicht vom Wurme angefreffen wird,

und ſich nicht wirft.

In dem Gebuͤrge hinter Dreßden werden deswegen daraus iaͤhrlich viele Spindeln oder Spillen gedrechſelt, und der Baum erhaͤlt dorten die Benennung Spillenholz. Er liefert auch ſchoͤne und biegſame Spatzierſtoͤcke.

Aus dem Stamme, wenn man ihn im Fruͤhiahre an⸗ bohret, da der Saft ſich ſtaͤrker nach den aͤuſſer ſten Spitzen der Zweige hin beweget, kann man eine Menge ſuͤſſes Waffer gewinnen, welchem man durch das Einkochen oder Eintrocknen eine cryſtalliniſche Geftale geben kann, und daraus eben fo, wie dieNordamerifaner aus Men rorhen, Efchenblärtrigen und ei⸗

nen aͤhnlichen Zucker erhaͤlt.

In der von dem Herrn Hofrath Gleditſ h ungedruckt mitgetheilten ſchoͤnen Abhandlung von den Ahornen, iſt bei Erwähnung diefeg füffen Saftes noch der Gedanke hin⸗ zugefüger, daß.wir aus unfern Ahornen und erlichen bes kannten überaus fchlechren Wurzeln vielleicht eben fo guten und fo vielen Zucker verfertigen Fönnten, als andere Nas

tionen aus ihrem Zuckerrohre, wenn wir nemlich Ländes

reien übrig hätten, die wir nicht höher zu nugen wuͤßten,

und auf diefen armſelige Menfchen an Sclaven und Mohe venin genugfamer Mengezu unfern Befehlen wären, die uns für Schläge und geringe Koft Unterthänigkeit leiſte⸗ ten, Ein Gedanke, der feinevölige Richtigkeit hat.

. Du Haniel verwirfe diefen Ahorn zu Alleen, wozu

er chedem häufig gebraucht. worden iſt, weil die Blätter

im Herbfte früh abfallen, und da fie auch durd) Ungegiefer befhädigerwerden, ihre Schönheit verlieren, Nach ihm Ag waͤchſet

8 | L ACER.

wächfet er auch für einen Baum zu dieſem Gebrauche zu

ſperrigt und nicht dichte genug, welchem ich noch die Er—

fahrung hinzufegenwärde, daß erin freien Winden ſelten an Aeſten und Blaͤttern unbeſchaͤdiget bleibet.

Miller hingegen raͤth ihn zu Pflanzungen an, welche an der Seekuͤſte liegen, oder um ſolche zu beſchuͤtzen, weil er die Feuchtigkeiten, die durch den Wind von der See herr geweher werden, wegen feiner ausgebreiteren Nefte beite ols ein anderer Baum aufhalten fol,

Daiedochineinem guten Grunde feine Stämme fu ſcher ſtehen und ihr Laub ſpaͤter fallen laſſen, der Baum aber allezeit wegen ſeines Wachsrhumes und ſchoͤnen Lau⸗

bes ein feines Anſehen hat, ſo bedarf der du Hamelſche

Einwurf feine Einſchraͤnkung. Nur das Beſchneiden vers craͤgt er nicht gehoͤrig gut, indem er. alsdenn aus den Wur⸗ zeln eine Menge Schoͤßlinge treibet, die in Alleen und Pflanzungen fuͤr Fußgaͤnger unangenehm ſind, und wes⸗ wegen er zu Hecken gaͤnzlich untuͤchtig wird.

b. Acer maius, foliis eleganter variegatis

Hort. Edimb. et du Ham. arb. 2. ' The ftrip’d Maple. Sycomore panache. |

Der gemeine Ahorn mit eipectigen Blat tern iſt eine Abart deſſelben, die aber doch nach Millers Angabe das Beſondere hat, daß ihre Saamen wiederum mehrentheils ſcheckige Pflanzen hervorbringen.

2. ACER (ſtriatum) foliis ſubquinquelobis: lo- bis inaequaliter ferratis acuminatis, florum racemo pendulo, pedicellis unifloris.

Acer

The Maple Tree. Erable. Ahorn. 9

Acerfoliis quinque pärtito- palmatis inaequa- liter ferratis, cortice ſtriato. Buſcb. Cat. 13+ | The ftriped Bark Maple. Bartr. Cat, Frable à feuille de Tilleul. Der Nordamerifanifche geftreifte Ahorn & Task

Dieſer noch wenig befannte Ahorn ſtammet eigentlich aus dem noͤrdlichen Amerifa her, und wird ung in denen "von. dort aus gefammfeten Seamenfiften zugeſchickt.

Da er beinahe noch garnicht als eine befondere Art ber merket worden: ift, fo verdienet cr eine genaue Veſchrei⸗ bung, die ich hiemit vorlegen will,

Das Blatt iſt in fünf ungleiche Abſchnitte eingerheis let, worunter die unteren die kleinſten, und bei iungen Blaͤttern aͤuſſerſt zart ſind. Es: gleicher alfo dem Blatte des erſteren Ahorns ſehr, doch gehen die Spitzen der Ein⸗ ſchnitte laͤnger und feiner aus, und der Rand iſt mit fei⸗ neren ungleichen Zaͤhnen verſehen. Die obere Flaͤche dep ſelben iſt glatt und hellglaͤnzend gruͤn, die untere hingegen mit dicken Adern beſezt, welche aus ihren Hauptaͤſten uͤber die ganze Flaͤche ein feines Adergewebe verbreiten, und ſo wie die iungen Blaͤtterſtiele, mit gelbgruͤnlichen kurzen Haaren ſtark beſtreuet ſind. In dem Baue iſt es dick und ſtark, und die Breite betraͤgt bei ausgewachſenen Blaͤt⸗

tern auf ſechs Zoll, und die Laͤnge etwas uͤber dieſe Maaſſe.

Nach du Hamel kommen die iungen Blaͤtter, auſſer

daß noch unten an den Seiten zwei merkliche Einſchnitte in der Natur mehr vorhanden ſind, mit der Zeichnung uͤber⸗ ein, welche er auf der 12ten Platte des erſten Theils unter

| ss Mr,

Io ! Erd BER:

Nr. 11. liefert, und die er Don einem Ahorne angiebe, der in den Blättern dem Penfplvanifchen gleich kommen fol, Ihr Van iftaber vefter, ihre Größe anfehnlicher, und die Blumen weichen nachihrer Größe ebenfals fo fehr von dem Penfylvanifchen Ahornab, daß man fie gleich beimerften Anſcheine nicht für verwandt halten darf,

Die Blumen brechen zwifchen zwei gegeneinander überftehenden Blättern im Mai hervor, Sie hängen in langen Büfcheln herab / die mehrentheils auf zwoͤlf bis drei zehn Blumen enthalten, welche Wechfelsweife auf kleinen ‚zarten Stielen ſtehen. Ein ieder folcher Blumenſtiel hat ein Eleines feines ungezahntes Nebenblärrgen.

Dadurch, daß diefe Blumen allezeif einzeln, 1 und nicht auch theils zu drei, theils zu zwei Stück neben einan⸗ der auf einen gemeinſchaftlichen Stiele beveſtiget ſind, un terſcheiden fie fich fo wohl von dem Penſylvaniſchen, als dem gemeinen weißen Xhorn ungemein deutlich. |

Die Blumendecke iſt, wie bei den übrigen, in fünf Tängliche zugeſpitzte Einfchnirte getheilet, und der Sarbe nach mir den fünf gröfferen: grüngelblichen Blaͤttern der Blume uͤbereinſtimmend.

Dieſe Blume ſelbſt iſt mehr rund als zuſammenge⸗ |

druͤckt, und inden Blättern oval, oben zugeſtumpft, und

über die Blumendecke hervorragend.

Die Anzahl der ſehr Furzen gruͤnlichen Staubfiden beläufe ſich auf fieben bis acht Stuͤcke. Die darauf be⸗ ſindlichen Staubbrutel find blaßgelb.

Der Knopf hat eine dunkelgruͤne DAR und die Stigmate find gruͤngelblich.

Der Saame iſt dick und rund. |

AR Die

The Maple Tree, Erable, Ahorn. 11

Die Rinde iftzwar glatt, alleininsbefondere an dem unteren Theile des Stammes aufferordenrlich ſchoͤn der Län» ge nach, grün und weiß geftreife, welche Eigenſchaft dem Ahorne ſelbſt den Namen gegeben hat. |

Im Winter erhalten die Zweige eine glänzende rothe Farbe, die fich im Fruͤhiahre verlierer,

Die in den hiefigen Pflanzungen befindlichen Stämme fr ind erft bis feche Fuß hoch und unten ohngefähr einen guten Singer did, Sie ſind aber bei ihrem Alter von acht Jah— ren fchnell geung gewachfen, daß man darnach fich einen ‚etwas hohen Baum verfprechen Fönnte, wenn fie nicht fehr frühzeitig und ſchon im vorigen 1769ften Jahre Blumen: büfchel getragen hätten, beideren Erfcheinung eg zweifel- haft bleiber, ob fie zu einem hohen Baume En ki oder niedrig find.

Bei unfern Winter leiden fie Feinen Schaden, |

Eigenthuͤmliche Nachrichten aus Nordamerifa laſſen ſich davon niche vorfinden, under weicher von den übrigen von dortaus befannt gewordenen Arten zu fehr ab, als dap

wir von andern auf ihn fihließen Fönnten,

So viel bleibt indeffen wahr, für Pflanzungen ift er ein arfiger und feltener Baum, Ä

Auf der erften Tafel finder fih | Ein mit Blättern befezter blühender Zweig, eg I. Die einzelne Blume, Fig. I. | Das Sammenforn, Fig. ULud Ein Stuͤck der geftreiften Rinde, Fig. IIIL

3. ACER (Platanoides) foliis quinquelobis, dentibus acutis, intervallis lunatis, race- mois erectis. Hader. hit,

Acer

12 —R La SE Reli

Acer (Platanoides) foliis quinquelobis acumi- natis acute dentatis glabris, floribus —* boſis Z. Sp. Pl, Mill, 4. du Ham. ab, gone

The Norway Maple, | n

Le Plane, Die Lenne. Die Lehne. Die Loͤhne. Der Lein⸗ baum. Der Linbaum. Breitlaub. Breitlöbern, Breitblatt. Weinblatt. Die geinahre in der Schweij.

S. Miller Tab. 8. Fig. ı. Cramer Tab, 7. Mun- £ing. lab. 11. |

Sie waͤchſet in dem ganzen nördlichen in den hieſigen Gegenden im Holzkreiſe des Herzogthums Magdeburg, und im Braunſchweigiſchen in den Holzun⸗ gen des Elms, der Affe und des Fallſteins ſehr häufig.

Die Blaͤtter ſind fuͤnffach eingeſchnitten, zugeſpizt, ſcharf gezahnet und glatt, ihre obere Flaͤche iſt von hell⸗ grüner glänzender Farbe, und die untere in der Farbe et⸗ wasmafter, Sie haben iedoch einenzärseren Bau, als die Blätter des weißen Ahorns. |

Die Blumen find unter den deutfehen die größten und fruͤheſten, und erfcheinen mit dem ausbres chenden Laube zwgleich in kurzſtieligen dicken und breifen anfgerichteten Bifheln. Sie ſind in ihren Blättern von gruͤnlich gelber Farbe, und bilden einerunde Blume.

Der Saame ift groß, und gleicher in der Geftalt dem Saamen des erften Ahorns, die weiße und glatte Rinde des Stammes unterſcheidet ihn aber von diefen und anderen Arten,

- Die ungen Triebe ſi nd rin, und beim Abreiffen und

The Maple Tree. Erable. Ahorn. 13

und Abbrechen der Blätter und deren Spigen quillet ein Milchſaft hervor,

Die Knoſpen haben im Winter eine röchliche Farbe,

Der Wachsthum dieſes Ahorns iſt der Erfahrung nach in gleich guten Boden eben ſo ſchnell, als bei dem ſchon beſchriebenen weißen Ahorn; ia Bomare im Dict. d’hiftoire naturelle giebt ihn an Wuchſe noch geſchwin⸗ der als dieſen an. Im trocknen Boden will er ihn aus den Saamen in drei Jahren zu zwoͤlf Fuß Hoͤhe geſehen haben. Er wird mit ſchoͤnen langen geraden Zweigen zu einen anſehnlichen Baume, iedoch nie ſo hoch und als dieſer weiße.

Sowohl an Bergen, als naſſen Orten trift man ihn an, und der Herr Hofrath Gleditſch hat ihn in Pos len ſo gar zwiſchen den Erlen in Rohr und Binſen gefun⸗ den, und mit ihm einen mitten im Waſſer gelegenen

‚Damm bepflanzrgefehen, welcher iährlich über acht Wo— chen unter Waffer gefezt worden ift, dennoch aber nache her nichts Uebeles an den Bäumen bemerfen können, .

In feuchten Hoͤlzern gehet der Saame haͤufig und bald auf, und ſeine Erziehung und Vermehrung iſt eben die, welche man bei dem gemeinen Ahorne weiß.

Die gerade aufgeſchoſſenen glatten Zweige machen ihn, wenn er gleich nicht belaubt iſt, fuͤr den übrigen kenntbar.

Er fuͤhret eine Menge ſuͤſſes Waſſer bei ſich, und es gilt daher auch von ihm in dieſem Artikel der Nutzbarkeit eben das, was ich bei dem weißen Ahorn erwaͤhnet habe,

In den Forſten gebraucher man ihn befonders als —— nur bleiben einzelne gute Elade als Ober⸗

holz

*) Mſopt. von Ahornen.

ee; LE ACER.

holz hin und wieder ſtehen, und er erhält feinen Stand durch den Saamen und die häufigen Schüffe dicht und gut, Das Holz ift indeffen weder foweiß, als das Hl des erſten Ahorns, noch fo feinund dicht, fonftaber hart und zähe, und da es Äfters recht wohl gemafert ift, fo wird es zu flarfen Seräthfchaften Häufig. verarbeiter. Für Pflanzungen hat er ein feines Anſehen, und man nimmt ihn auch zu Hecken, die nicht zu dicht ſeyn ſollen. ‚Der in den Blättern enthaltene Saft ift ſcharf, wess wegen man diefe ſelten von Inſecten angefreffen findet.

b; Acer Platanoides foliis eleganter vice tiss Hortul. Angcl. The ſtrip d Norway Maple. Plane à feuilles panachées.

Die Lenne mit ſcheckigen— Blattern.

Eine Spielart, welche bisweilen wild angetroffen. wird, und die Herr Hofrach Gleditfch *) in Thürine gen, und über der Schulpforce bey Naumburg vorgefun⸗ den hat. | |

Wer an den bunden Blaͤttern einen beſonderen Ge⸗

fallen findet, der kann dieſe durch Oculiren und Propfen

aufi iunge Stämme am füglichften erhalten und vermehren.

4. ACER ( faccharinum) foliis quinqueparti- to⸗-palmatis, acuminato-dentatis C. Sp. Pl... Mill 6. | Acer foliis acutioribus, utrinque pallide vi- rentibusetlanatis, angulis lateralibus fere obioletis Gro»o», Fl. virg. 2. The e*, Mſcpt. von Ahornen.

The Maple. Tree. Erable. Ahorn. 15

The American. Sugar-Maple , the. Sugar- Tree or Sugar- Wood, L’ Erable & fucre, Der Zuckerahorn.

Dieſer Ahorn wächf et fürnemlich in Yenſylvanien wild, und hat der Ritter von Linne' nach der Nachricht feines des Prof. Kalm, ihn zuerſt beſchrie⸗ ben.

Die Blaͤtter kommen der Senne nahein der Gleich⸗ heit, fie find aber in den Winfeln nicht fo ſcharf und fpi- ig, hingegen tiefer eingefchnitten, ihre Oberkäche ift nicht fo glatt und dieuntere von mehr blaßgrüner Farbe, die ins weißliche fällt, und dabei erwas rauf im Anfühs len. Ihr Rand ift auch mir wenigen Zähnen verſehen.

Sice haben einen Milchſaft.

Die Blumen ſind bis izt noch unbekannt.

Dauerhaft ſind indeſſen dieſe Ahorne, und ſie ſchei— nen nad) ihrem Alter, indem fie in den hieſigen Pflanzun⸗ gen noch bis ige nicht geblüher haben, ebenfals bey ung zu ſtarken Bäumen aufzuwachſen, welches ſich auch nad) Kalm *) vermurhenläße, wenner fagt, daß er in kal⸗ ten Gegenden viel höher, als in einen gemäßigten Erd— fireiche werde.

Die hiefigen fi nd aus dem Saamen gezogene Staͤm⸗ me von acht Jahren, welche funfzehen Fuß Höhe, undam unteren Stamme drei Zoll Dicke haben. In dem . von Muͤnchhauſiſchen Garten zu Schwoͤbber habeich einen zwanzigiährigen Baum angetroffen, der ebenfals noch niemals’ Bluͤten gezeigt harte, und deffen Höhe auf vierzig Sup und die Dicke des untern Stammes im Durch⸗

ſchnitte acht Zoll betrug, Der *) Deffen Reiſen 2 Th. ©. 297.

an

16 ; kb ACER.

Der Saame gleichet den Sennenfaamen, auſſer daß die Fluͤgel an den Saamen der lezteren breiter und

groͤſſer ſind.

Seine Benennung hat er nach dem Nutzen den die Einwohner von Canada und Penſylvanien aus ihm ziehen,

Eine von dem Prof. Kalm geſchriebene Abhandlung, auf welche Weife in Nordamerifa daraus Zucker bereitet wird, findet fich inden Schriften der Schwediſchen Aka⸗

demie zu Stockholm “), ingleichen kann man hievon

Du Hamels Nachrichten nachleſen.

5. ACER (rubrum) foliis quinquelobis ſubden- tatis, ſubtus glaucis, pedunculis ſim- pliciſſimis aggregatis L. Sp. Pl. Ml. y da Ham. arb. 5. et Gronov. Fl. Virg. The fcarlet lowering Maple of Virginia,great . Silverleaved Maple. Erable rouge d’ Amerique. Dr Be Ah rothbluͤhende Ahorn. Der ſilberblaͤttrige Ahorn. S. Catesby Tab. 62. und Miller Tab.g.Fig.2.

ſtammet aus Virginien und Penſy lvanien her,

in welcher. lezteren Provinz ihn Kal") häufig ange⸗

troffen hat. Die Blätter find in fünf Haupteinſchnitte eingetheilet,

_ welche wiederum durch den unregelmäßigen tiefgezahnten

| Rand ) 13. Band ©. 149. u. ſ. w. he *) Neifen =. Band ©. 309.

The Maple ‚Tree. ‚, Erable. Ahorn, 17

Rand kleinere ſpitzige Einſchnitte haben. Ihre Stiele ſind bei den mehreſten drei Zoll iang, von Farbe, ſo wie die iungen Zweige, hoch roth, welche auch die Adern der Blaͤtter, die auf beiden Flaͤchen erhaben liegen, im Herbſte annehmen. Die obere Seite iſt glaͤnzend und dunkelgruͤn, die untere hingegen Meergruͤn weißlich, fo daß fie ein jiberfarbigee Anfehen hat, und zu der Ber nennung des Baumes Aalef giebt,

Die äuffere $ Rinde der alten Zweige iſt Aſchfarbig und glatt, und das Holz weiß und zaͤhe.

—20

Ohnerachtet der Ritter von Rinne‘ dieſen Ahorn nur unter dieienigen Baͤume rechnet, davon einige bloß männliche, andere bloß weibliche Blumen tragen, fo habe ich unter den hieſelbſt beſindlichen hohen bluͤhenden Staͤmmen doch nur die mit; männlichen Blumen allein, andere aber auch mit Zwitterblumen angetroffen. Die hieſige Pflanzung beſitzet keinen bloß weiblichen Baum, ob ich ſchon nach der Wahrheitsliebe des Ritters an dem Daſeyn deſſelben nicht zweifele.

Gronov ſcheinet duch C laytons miſch Benennung dieſe rothgefaͤrbten Zwitterblumen ſchon angefuͤhret zu haben, wenn er auch Dabei nicht der maͤnnlichen und weiblichen erwaͤhnet und dieſem folgt du Hamel, da er den Ahorn mir Zwitterblumen von denen mit maͤnnlichen und weiblichen Blumen verſe henen ttennet, und zu einer befondeten 2 Art macht.

Es iſt wahr, in den Blaͤttern ſelbſt iſt einiger Untere ſcheid zu bemerfen, Denn die Blaͤtter des männlichen Ahorns ſind viel eingeſchnitten und ine, alg

* De

wer:

q m Fl. Virgin, 161, * ha 1. Band. As

18 OEL ACER.

die von dem Ahorn mie Zwitterblumen; da fie aber ’in der Farbe fo genau miteinander übereinfonmen, und ‚ich die mie weiblichen Blüchen begabte Stämme nicht ge) fehen, folglich auch nicht fagen kann, ob ihre Blaͤtter dem männlichen oder Zwitterblumen Ahorn gleichen, fo will ich es nicht wagen ſie von einander. zu frennen.

Bei den männlichen Blumen fichen iedoch die Fäden über die Blun enblätter hervor, und f ind fänger als bei den Zwitterblumen.

Der von Miller erwaͤhnte C art Wagers Ahorn ſcheinet dieſer mit Zwitterblumen zu ſeyn ,/ den cr ebenfals noch nis ai eine er Are anſehen will.

Nur muß man ihn nicht nach Börmaber Diet. d Hi: ‚ftoire naturelle &. 273. und 279. fie den | weißen Ahorn anfchen.

Zu mehrerer Deutlichkeie will ich si Sittiche si der Bäume angeben,

Sie erfcheinen zu Ende des März oder Anfange dee Aprilmonats, wenn der Baum. A von ' Plättern leer iſt. |

Die männlichen Blumen find auf den dünnen ‚Zweigen. theils an den aͤuſſern Spigen, theils an, den Seiten derfelben befindlih. Sie entfpringen allezeit in Büfcheln neben einander aus dien Knoſpen, welche vor dein Auftrechen länglidy rind, glart und roͤthlich find , ‚Nachher aber aus zwei Theilen beftehen, deren Rand mit einer zarten weißlichen Wolle beſezt iſt, und welche die gemeinſchaſtliche Blume: decke umſchlieſſen.

Dieſe Blumendecke ift m hrentheils aus vier langlichr unden, gelbroͤthlich gefaͤrb sen aie ebenfals mit einen

The Maple Tree. Erable. Ahorn. 19

einen jarten wolligen Wefen ——* Blättern zuſam⸗ mengeſezt.

Sie enthaͤlt ſieben, ſechs und weniger laͤngliche klei⸗

ne Trichterfoͤrmige gelbliche Blumen, die mit ihren roͤth⸗

lichen Rande zwar aus einem Stuͤcke beſtehen, allein

dabei einen ſo tiefen Einſchnitt haben, daß fie beinahe

getheilt anzufchen find, -

Eine ide ift oben etwas unordenelich und. fünffach eingefchnitten, und aus ihrem Grunde gehen mehren-. theils fünf, felren acht, glatte, weile und über die Blume felbft weit hervorragende Faden, auf deren ieden ein Fleiner mit einem grüngelblichen Staube und einer Furche verſehener Länglicher Beutel ſitzet.

Da bei ihnen auch nicht eine Spur einer iungen Frucht anzutreffen iſt, ſo fallen die Blumen als un⸗ fruchtbar am Ende von ſelbſt ab.

Miller hat diefe männlichen Blumen auf der an⸗ geführten Platte, ‚und du Hamel in * Leiſte ab⸗ gebildet. 4 |

Bei den Zwitterblumen ſind die Knoſpen ebenfals vor dem Aufbrechen roth gefaͤrbt, doch kleiner als bei den männlichen, und fie theilen ſich nachher in zwei Theile, deren Nand wollig iſt. Aus ihnen gehen

drei bis fieben Stuͤck, gemeiniglich aber nur fünf Br men heraus, bei welchen die Stiele iedoch auf einen Zol

lang, und alſo laͤnger als die getheilte Knoſpe ſi ind.

röchlich, und die Blume hat mehrentheils vier bis fünf Leine längliche. roͤthliche Blaͤtter, di: länger als, der Kelch uhd oben ein wenig eingefchnitten vorfommen,

2 0 Der

Die Blumen decke iſt ſechsfach eingeſe Hnitten und

20 ne det Gt

Der Faͤden find ſechs, ſieben bis acht. Sie ha— ben die Laͤnge der Blumenblaͤtter, und tragen auf den

Gipfeln kleine getheilte blaßgelbe Staubbeutel,

Der Knopf iſt zwifchen den beiden Griffeln befind⸗ lich, welche purpurroth, fleiſchig und haarig, und de⸗ ren Stigmate nach beiden Seiten krumm auswaͤrts gebogen, * uͤber die hervorragend ſind. Wr Defters habe ic bei Pa Blumen Ber funden,. beinwelchen Die Grif lau vier Stuͤck öuedjiein ein geſchehenes Anwachſen ing Auge fallen.

Bis izt hat fich bei ihnen zwar Saamen anſetzen wollen, der aber gleich nad dem Verbluͤhen ſ * wieder verlohren hat.

Der hier befindliche Anerifanäfihe Skins ' Rt nach Mister fünf oder ſechs Wochen nah dem Verbluͤ⸗ ben reifen ſoll, if gegen den aamen der habrigen sie klein zu nennen.

Kalm ) har den ** Ahorn —— an

mworaſtigen und waͤßrigen Platzen jefunden, woſelbſt er

die Erle zur Geſellſchaft harte. Ein Beweis, daß .er, wie auch ſchon Miller anführet in. einen naffen doch Dabei lockeren Boden beſonders gut waͤchſet, wie ſie denn auch nach ihm in einen ſolchen Stande ſtaͤrker bluͤhen

amd Saamen von beſſerer Güte liefern ſollen.

Ihre Stämme erhalten in Amerika eine anſehnliche Hoͤhe. Dieſes gilt doch wohl nur yon den männlichen Bäumen, welche auch hier ſchnell wachſen und ſtark zu

werden ſcheinen; denn die mit Zwitterblumen werden nach Catesby, der von der Blume eine wohlgetrof⸗

fene 2) Reifen 2. &6.6.; 218. 309.

The Maple Tree. “Erable. Ahorn. 21

fene Abbildung gie bt, und had) der hie Rn Erfahruns niemals fehr Hoch und Dich

Nach den galmiſchen ver man in dem nördlichen Amerika aus dem Holze Teller, Spinn⸗ raͤder, Rollen, Foͤſſe zu Stuͤhlen und Betten u.d,m,

Mit der Rinde wird in Penſlleanien Wolle und Lin⸗ nen dunkelblau gefärbet, zu welcher Abſuht fie vorher in Waſſer gekocht, und, etwas Kupferrauch, dergleichen die Huthmacher und Schuſter zu gebrauchen pflegen, hin⸗ zu gemiſchet wird.

Auch kann aus beſclhen eine gute Dinte gemacht werden.

Der noch im befindliche Baum liefert im Srühiahre vielen füffen Saft zum Zueferund S Syrup.

Kalm * führer von ihm noch an, , daß man —* Amerika eine Abaͤnderung fände, welche der ma⸗ ſurirte Ahorn (curled Maple) genennet wuͤrde, „weil das Holz inwendig gleichſam gemarmelt iſt. Dies ſer wuͤrde zu allerhand Tiſchlerarbeiten gebraucht, und „das Hausgeräthe, fo daraus genommen waͤre hätte | für alen andern einen Vorzug. Er wuͤrde iedoch ſel⸗ Iten angetroffen, ‚und man faͤnde auch oft Baͤume, de⸗ Iren aͤuſſere Seite gemarmelt ſey, die innere aber nicht.“* Solte Kalm in dieſer Muthmaßung nicht zu weit gehen, und: eine Abänderung angenommen haben, die doch Feine ift 2: du Hamel ſaget ſchon zugleich mit der Erfahrung: „Aber die langſam gewachſenen und age ei gelen —ã und wimmeriges mal aan... 20 Bag nr Be *

Se, Keifen 2 Th. ©. 310. und 565: | | er) Don Faͤlung der Woͤlder 1Baud S.4a6.

2

ae ik

Holz, das zu eingelegter und Schreinerarbeit v fehr geſucht wird. Dergleichen Wuchs der Baͤume —* in Amerika doch auch wohl vor?

6. ACER (Penfylvanicum)) foliis fübquinque- | lobis ‚inaequaliter ferrulatis, florum race- mo compolito erecto, pedicellis fubdivilis.

Ader (Penfylvanicum)) foliis trilobis acumina- tis ferrulatis, floribus racemofis, L. Sp- Pl, Mid. 7. Au Ham. arb. 11.

The Mountain Maple of. America, , Dwarf Mountain Maple. Barır, Cat.

Der Nordameritaniſche Vergahorn ©. Tas. m

ilvanien nach dem: Kitter von und Eanada nach du Hamel ift das Vaterland diefes Aherns, und man koͤnnte ihn: daher beſſer unter einer all⸗ gemeinen: Benennung als uf eing —* * lein einſchraͤnken. —D—

Der Ritter beſchreibet die Blatter als breifache * geſchnitten,/ und es ſcheinet daher etwas dreift, daß ich fie gegen einen fo genauen Beobachter als fuͤnffach einge» ſchnitten angebe. » Allein alle Blaͤtter ſind in der That fünffach eingeſchnitten, und am beutlichften Täffer fich Die: fes an den unterfien Blättern der Zweige bemerfen. "Die oberer, aus denen die Blumenbuͤſchel mit hervorges hen, find fleiner , weniger tief eingeſchnitten, dem ohn⸗ geachtet aber find doch die beiden unteren Abrheilusgen einem geübten Auge unterfchieden genug.

s —*

The Maple Tree. Erable. Ahorn. 23

Sie ‚find auf. ‚langen röchlichen Stielen beveſtiget, und beide Seiten glatt, die obere hellgruͤn von Farbe, und on untere etwas blaſſer.

Die Blumen kommen als fr Eleine gelbe —— die einen, die ich.bei den Ahornen Fenne, im Junius in kleinen ländlichen Buͤſcheln hervor, die indie Höhe ger richten ſtehen/ und nur bloß die Spitze nach der Erde nie derhangen Laffen, welchen beſonderen Umſtand ic werſchie⸗

dene Jahre als richtig beobachtet habe.

So wie die Blumen im Ver haͤltniſſe gegen die uͤbri⸗

gen Arten klein ſind, ſo iſt es auch der Saame, der ſich eben nicht ſehr häufig anſetzet Er wird erſt mit dem Anfange des Octobers reif, und die Fluͤgel erſcheinen vor dem Reifwerden roͤthlich. Tach dem hieſigen blühenden und oaheittnninden Baume, der nicht über woͤlf Fuß Höhe hat, deſſen Al— ter ich aber nicht genan zu beflimmen im Stande bin, ſchei⸗ net. die Angabe ver Schriftficher gegründet zu feyn, wenn fie ihn als einen niedrigen Baum beſchreiben.

Die zweite Tafel liefert | - Einen mitBfärtern beſezten bluhendenZweig. Bi I. Eine einzelne Blume Fig. IL und Das Saamenforn Fig. II.

b. Acer Penfylvanicum foliis variegatis.

Dr Nor damerikaniſche Bergahorn mit geſcheckten Blättern

iſt eine Abaͤnderung, die wegen der ſchoͤnen Blaͤtter ſich in Pflanzungen wohl ausnmmit. |

84 ish he

24 ER

Sie face fich durch das Pflopfen det Zweige auf andere Ahornſtamme vermehren. a

eA "ACER (campeſtre) folüs PR ob- tufis, Ipbik —— J——— Haller. hift, |

Acer (campeftr e Fobis, Ichati obrufs emarie

natis Li: Sp. P]. Mill! 2: | uirsihn H 9 9 Acer —— & minus‘ * Ban; & * ZI

h arb. 7 Em 4 Ha * The fmal, or common Main * "The Liefer Ä Maple. Mi Ay nbin und hr ' Petit Erabie. KR Ks

RT rt v

Der kleine! —— ‚Mafpolder.Maf- eller. Eplern. Aplern. Appeldoͤren. Wittne | bern... Schwepſtockholz. eſchaum⸗ J | S. Cramer Tab, 29.

Der kleine deutſche Ahorn finder ſich auſſer andern noͤrdlich gelegenen Laͤndern in ganz Deutſchland, und iſt bei uns in den Unterhoͤlzern und BES ein ge⸗ wöhnliher Baum.

Die Blaͤtter find klein, Be in fünf Haupt» —— getheilet, welche ſtumpfe Spitzen und an den Seiten wiederum kleine Einſchnitte haben, und ſo lauf⸗ fen auch auf der unseren mehr. hellgruͤnen Flaͤche der Blaͤtter, da die obere DUREIAE und glätten, iſt, ai Hauptadern hin. |

Die Fleinen gelblich gruͤnen Be men erfeheinen mit. dem Ausbruche des Laubes. Auf einen Stamme zeigen

=

The Maple Tree. ) Erabfe. Ahorn. 25

fh ſchon nach mehreren Bemerkungen männliche Si men alleine, auf anderen aber Zwitterblumen.

Bei dem Saamen ſtehen die Fluͤgel nicht, wie bei andern Ahornen, aufwärts, fondern mehr Bad) beiden Seiten hin gerade ausgebogen,

Die gelbbraune Rinde iſt rauh und mit Kiſen ver⸗ Ken und das Holz weiß und zähe, |

| Dieſe Art wird zu einem mittelmaͤßig hohen Bar | J (ſo wie einer meiner botaniſchen Freunde auf der Pleſſe bei Goͤttingen verſchiedene Baͤume angetroffen hat, die die Höhe eines Borſtorfer Apfelbaums, und weit uͤber einen Fuß Dice gehabt haben). ohnerachtet ihn einige nur unter die hohen Straͤucher rechnen wollen. m hoͤchſten kann man ihn ans den Saamen ziehen, denn die von neuen ausgefchlagene Stammloder werden niemahls hoch, und der abgehauene Stamm muß richt zu alt ſeyn, wenn man auch diefe erwarten will, | In einen. ea und sig Erdreich vermehret er A, Fear 9 Die Blätter haben ı wie bei der dee ‚und dem Zus derahorn einen eigenen Milhfaft. |

Man nutzet ihn beim Abholzen in den Forſten ſonſt aber giebt er wilde und zahme Hecken ab, weil er den Schnitt der Erfahrung nach vertraͤget, und, ſolche Des cken ſehr dicht gezogen werden koͤnnen, wenn die Zweige in der Jugend Creuzweiſe ——— ke wer⸗ den. een auch das Holz, ſo bald es einige Stärke erhäfe, fehön gemafert wird, fo bedienen es fich Die Drechsler zu Saufen, Teer und Bechern, und

5 ziehen

6 ni BACER.

Ey ziehen es dem Bůchenholze weit vor. Ich habe davon gut in die Augen fallende Schnupftoback a doſen geſehen,

die durch den Gebrauch in der Ni f 5 au

beſtaͤndig glatter werden. he

Auch ſchon von alteren Zeiten * findet: man von dieſem Maſerholze ſchoͤne Arbeiten. an großen Schränken, Shreibtiſchen und dergleichen, welche damit über! legt, auch wohl mie vörhfihen, gruͤnlichen oder gelblichen Beitzen angeſezt worden, und jo ſchoͤn ausfallen ale ſch eine auslaͤndiſche Baumart nicht leicht zeigen wird.

Es giebt ferner gute obgleich etwas ſchwere * zu Piſtolen und Flinten, gute Tobackspufferkoͤ⸗ pfe, und im Herzogthume Eiſenach waͤhlet es das von

dem Herrn Prof. Schreber bekannt gemachte Hand» werk der Riemen + und Peitſchenſtockmacher zu ſolchen

Stöoͤcken, die ſie wegen der Zaͤhigkeit des Holzes bis auf den Griff in beinahe zwanzig Ruthen fpalten Fönnen. *) Dabei verſtehet es ſich aber, ‚daß ſolche von ganz iungen | ſchlanken Holze gemacht werden muͤſſen. *

| 8. ACER (Monf] peffulanum) folüis —— cor- + datisintegerrimis, 'lobis aequalibus. divarica- tis Gleditſch. Mspt. |

Mi Acer folüs trilobis integerrimis glabris 2 —— L. Sp. Pl. Mill. 9. * Acer trifolium C. Baub, & du Ham. arb s he Montpelier Maple. | Erable de Montpellier. | a aa Der Franzoͤſiſche Ahorn. . Der, ‚Ahorn von Montpellier, | ' —— | Dieſer

S. Neue Cam. ralſchriften 10. 3.

The Maple. Tree. Erable. Ahorn. 27

Dieſer Ahorn waͤchſet in Italien und dem ſuͤdlichen Theile von Frankreich, beſonders aber bey —A woher er die Benennung erhalten hat.

Die Blaͤtter ſind kleiner, als bei dem gemeinen

| Mafholder y in ihrem Bay difer, und in. der Farbe

dunfeler und glängender, Sie ſtehen theils einzeln,

theils gemeinfchaftlich aus einer Knofpe, auf grüngelb-

lichen langen und ſchwachen Stielen, und find in drei faft gleich kurz zugefpizte große Lappen eingetheilet, wel- che weit. von einander. gebreitet find, Dir Rand ift

ungezahnt, iedoch finder fich auf beiden Seiten der. mit:

telften Abtheilung bei großen Blättern oft eine kleine Falte, welche auch bisweilen an dem ganzen Kante aller drei Abtheilungen abwechfelnd zu bemerfen if, Die Bers einigung, des Blattes mit dem. Stiele geſchiehet i in einen Heinen Ausfchnitte. Die obere Flaͤche iſt dunfelgrün und glaͤnzend, die untere aber weißlich und mit drei merklichen Adern verfehen, die wiederum kleinere Aeſte abſchicken. Bis ſpaͤt in den Herbſt bleiben ſie ſitzen,

und erhalten ſi fi ch bis zum Abfallen i in ihrer grimen Farbe.

Die Blumen brechen zu Ende des Aprils und Ans fang des Mai hervor, Sie erſcheinen mic den Blaͤt⸗ tern zugleid) aus ciner Knofpe, fo daß fie zwifchen zwei

derſelben zu fünf, fehs, bis ficben-Stüf zwar Bir

ſchelweiſe, allein an einen gemeinſchaftlichen Stiele, be⸗ veſtiget find und herab haͤngen. Ihre anderthalb Zoll langen Stiele fi ind helgrän, Die Blumendecke hat große oval äugefpizfe grün« gelbliche Einſchnitte, und innerhalb denſelben find fünf

etwas längere mehr blaßgelbe Blätter der Blume.

Mehrentheils ſieben, doch "on bei einigen: acht Stuͤck

en BEE 2 Stuͤck Staubfaͤden die noch einmal fo lang als die Blume, und unten dicker als oben find, ſtehen mit ide ten blaßgelben Staubbeuteln hervor. -

> Man ficher hieraus, daß die Blumen in der Farbe mit denen von der Senne uͤbereinkommen, fie find iedoch Feiner, und die Blätter der Blumen fi fi ken nicht wic bei ienen in einen. Zirkel, —9 mehr alien platt gedruͤckt. Der Spame iſt klein, braͤunlich, und die apfel | befonders erhaben. Die Zlage f Rebe N und —41 de Kern if grunlich. | Die Rinde der Zweige iſt en und. glastı. 7

So vief als man weiß, und auch nad) den hiefigen Erfahrungen, 'gelanget er zu Fehlen hohen Baume/ ſon⸗ m bleibe niedrig.

Zas Holz i iſt weiß und jähe, und N Reinfefhen ließe ſich davon ein mit dem Maßholderholze geicher et erwarten da er unſere Winter vertraͤgt.

* ACER. <Tataricum): foliis cordatis lubquin- quelobis ſerratis: lobis obſoletis, forum ra cemo compoſito erecto. hi

"Acer ‚(Fat aricum ) foliis cordatis indivifis Ye.

wis ratisz lobis ——— > Roribus‘ racemolis, L. | Sp. Er ande

"The Tartarian Maple."

"Ser Tatarifche 5 RN IR. er ‚©. ne Cheninnikouv. ‚Act. Berrop. 1748. 1 3°... =

| 4

The Maple Tree. Erable. Ahorn. >

Die eigentliche Gegend; woher er bekannt gewor⸗ den iſt, laͤßt ſich ſchon aus der Benennung erfehen ‚und iftder Saame im Srägiahee 1 1760, aus hie⸗ her geſchickt worden.

Die Blaͤtter haben eine ae Sale, hp find an den Seiten gezahnet und eingeſchnitten. Diele Einſchnitte find bei älteren Blättern merklicher als bei jüngeren ‚. bei. welchen erfieven man beinahe finfdurch die Einfchnitte yon einander unterſchiedene Lappen ange» ben fönnte. Ihre Länge betraͤgt an drei Zoff und ihre Breite über zwei Zoll bei großen Blättern, Sie chen auf fangen dünnen Stielen an den Zweigen gegen einan« der über, und find da, wo der Stiel an das Blatt be⸗ veſtiget ift, mir einem Ausſchnitte verfehen, Ihre ober’ ve Flaͤche iſt gruͤn und glänzend, und die untere blaffer, und führer der Länge nad) eine erhabene Ader, die ſo wie ihre nach den Seiten Nehenaſte mit fei⸗ nen Haaren beſezt iſt. 6*

Die Blumen ſi ch in ——— ſtehenden aus drei big fünf kleinen Buͤſcheln Biere KA Buͤ⸗ ſcheln im Junius vorfinden, an

- Die Blumendecke iſt blaßgelb, und künffac eingefchnitten, iedoch habe ich fie bei Blumen diefesAhorng,; wo die Blumen zehn Blaͤtter und ſechszehn Faͤden hatten, folglich gedoppelt waren, er "und nl eingeſchnit⸗ ten ‚gefegen. Y |

Die Blaͤttet der Blume ſind weiß —* kaum aröfe fer. als die Blumendecke ſelbſt. Sie find nicht, wie bei andern Ahornen ausgebreitet, ſondern mehr einwaͤrts

BAR: daher man auch nach der Erinnerung des Prof: | Kra⸗

MILE ACER

Krafiheninnifow die offenſtehende Blume de. fein der ng annefmen

kann.

Die weiſſen Fäden find wegen ihrer Länge merk⸗ wuͤrdig, indem ſi ſie weit uͤber die Blumenblatter hervor⸗ ragen.

Die Staubbeutel haben e eine eblaßgefbe Zarbe Der zuſammengedruͤckte Knopf iſt ermaswollig.

Ich habe ſo wohl bloß maͤnnliche, als auch Zwitter · blumen auf eiten Baume angetroffen.

Die Saamencapſeln find niche fehr groß, plast, mehr oval alerund. Die Flügel haben vor dem Reife, werden, welches im September und Detober geſchiehet, eine hellrothe durchſcheinende Farbe, welche dem Bau⸗ me ein friſches Anſehen Diele. nachher ‚aber werden

fie braun,

Die Finder der * iſt grau und afatt;, und dası

Holz nach den von mir abgefchnittenen Zweigen weiß und zähe, und die Zweige felbft find biegfam.

Er läuft aus den Saamen leicht auf, leider bei une

ſern Wintern nichts, waͤchſet ſchnell, doch allezeit mehr

vuſchigt als in einen geraden —“ und ſcheinet da⸗

her von Natur Feine merkliche Höhe zu erreichen,

‚Die hiefigen Stämme haben bei einem Alter von acht Fahren, da ihre Höhe ſich auf funfzehn Fuß und ihre untere Dicke auf vier Zoll belief, ſchon gebluͤhet, und reifen Saamen gefragen, aus * Pan |

* erzogen ſind.

Miller hat ihn in der Ale neunten zen | be Te Werks, ich weiß‘ nicht weswegen? wegge⸗

laffen,

The Maple Tree. Erable. Ahorn. 31

laſſen, ob er ihn gleich in der achten mit unter den Ahornen angefuͤhret hat.

‘30: ACER (Neguhdo) foliiscompof itis, pe- dunculis hliformibus aggregatis ——— Mspt.:

Acer’ (Negundo) —E ——— floribus racemoſis L. Sp. Pl. Mil. 3- Gronov. Fl. Virg. 161. |

Acer maximum folüis trifidis vel quinquefidis . Virginianum. du Ham. arb. 10. |

The Virginia Ash-leaved Ma sple.

Frablede Virgine ä feuilles de Frene.

Der Birginfche Efhenbidttrige Ahorn,

Er wird in Virginien und den uͤbrigen Nordameri⸗ kaniſchen Provinzen wild angetroffen, von daher auch der Saame iaͤhrlich uͤber England heraus geſchickt wird.

Ein iedes Blatt, das einen langen dünnen grün gefblichen Stick har, ift aus drei, auch fünf auffurzen

Sdtielen figenden Fleinen Blättern zuſammen gefezt , welche

hellgrün von Farbe, fänglich, am Rande ungleich gezahnt und eingefehnieren find, und den Efchenblärtern in et» was gleichen. Sie ſtehen an den Zweigen gegeneins ander über.

Ob aber gleich ba dieſen Ahornarten Bäume mit männlichen Blumen allein ſchon befannt find, fo find doch bei der Frage: Ob dieienigen Stämme, auf welchen man bishero weibliche Blumen har bemerken wollen, in der That folche oder Zwirterblumen Fähren ; die or * * ůbereinſtimmend. |

Einige

32 an: ng 1 „A C E R.

Re ſagen, dieienigen a die man bisher für weibliche Blum en gehalten har, ſind Zwitterblumen

andere, und unter. dieſen mein Lehrer, Herr Hofrath

Fabricius zu Helmſtaͤdt, ohaben allein weibliche bemer⸗ ket, wie ih denn auch an dem hieſigen groͤßten blü- henden Stamme, der aus dieſem gezogen if, ſeit drei Sahren beftändig Hai enblice Pluen ge fen habe.

Biel teicht Anden ſich Stämme mit ännlichen, mit ‚weiblichen, und mit Zwitterblumen. —5*

Unter denen hieſelbſt befindlichen liefett bis ise nur der angeführte groͤßeſte Daum von ohngefaͤhr wamis Fuß Hoͤhe and echs Zoll Die Blumen.

Dieſe ei im April mir dem —— Lau⸗

be zugleich, Buͤſchelweiſe aus den Seiten der Zweige, und hängen an langen, ſchwachen, Aal,

rauhen und roͤthlichen Srieten gerad,

Die grüne fuͤnffach ————— Sn men:

decke iſt in der Länge ihrer Einſchnitte verſchieden, fo daß Der ‚fünfte A als die ARCHE

WERE; ala EU: 4*

. Die Blacer ber met haben eine ia Zarbe, ich habe iedoch bei —— vier © F Pi ben ——— —* Der Saame if Fein, * die Saamenen pfeln haben eine mehe langliche als runde Geſtalt.

Kr Kinde | be, ‚jungen Seht ift grün, und ER zend,

The Maple Tree. Erable. Ahorn, 33

| jend;; durch welche ſich dieſer Ahorn auch ohne Laub vor vielen andern Baͤumen kenntlich macht, und bei alteren Zweigen iſt fie Aſchfarbig und glatt. |

Das Sei if i in: ‚feiner Farbe ati dech da bei zaͤher

Er wird zu einem der —— Bäume, und: fein Wuchs ift in einem feuchten, . feinee Natur am beften | angemeffenen Boden, fo ffarf, daß er öfters in einen Jahre ficben big acht Fuß hohe Schuſſe treibet. Weil aber bei dieſen die oberen Spitzen im Holze nicht ge⸗ hoͤrig reif werden koͤnnen, fo leiden fie bisweilen bei hef⸗ tigen Wintern, und der angeführte ſchnelle Wuchs iſt auch die Urſache, daß die Zweige durch ſtarke Winde beſchaͤdiget werden. Eine Stelle alſo, die durch Win⸗ de nicht ſtark beſtrichen dig ne ie en am ———

| Unſere Witterung er fie gut; md. nad)

\ der Guͤte und guten Farbe feines Holzes wird er in der + Folge, wenn er mehr angebanct werden folte, zu vielen Ä ae vorzüglich zu gebrauchen feyn,.

Dieſer Anbau ift um ſo wich leichter zu bewerkfielt—-

gen, da er ſich der Erfahrung nach durch abgefihnittene eingeftecfte Zweige, wenn dieſe nur etwas von a *

ze haben, vermehren. laͤſſet. ni

Amerita wird mr aus fine 2, But |

6 SB

1. AESCULUS, TheHorfe Cheftnur. | Maronnier inde. > Roßcaſtanie. |

| &' fi nd von dieſem Geſchlechte nur die fofgen. | den Arten bekannt. |

Ein ietes Blatt, welches font dem andern gegen ‚über an den: Zweigen beveftiger ſitzet, ift aus fünf klei⸗ neren Blättern jufammengefezt, die unten en der Be, veftigung des langen Sticles in einen Punkt zuſammen⸗ laufen, an den Spigen ſich aber in einen halben Cirkel auobreiten. Sie erhalten dadurch Die Form eines Faͤ— chers. Gegen die Spige find fie mehr breit als nach unten hin, am Rande gezahnt und hellgrün, wie denn auch das mittlere Blatt allezeit das groͤßte iſt.

Ihre Blumen erſcheinen im Mat anlangen auf- wärfe ftehenden Stielen, an welchen fie nach allen Seiten 14 ausgehen / und einen pyramidenfoͤrmigen Strauß bilder,

An der Oftindifchen find fie am häufigfien, und bei. „der Sarolinifchen in geringer mh Eir find . lich Zwitterblumen. | |

Die Blumendece ift ainblaenig, und gan fach in n fünf Abfchnitte getheilen.

‚Die Blume hat fünf rundliche Blätter en ‚deren | Kan mit Falten verfehen und Wellenförmig üft, unten aber, wo fie in der Blumendecke ftehen, gehen fie i in feine Spigen aus, .

* BERN der Staubfäden if va der Sfindis ſchen

II. AESCULU®. The Horfe Cheſtnut. 35

ſchen fi eben, ‚bei der Caroliniſchen acht. Sie haben die Laͤnge der Blume, ſind Pfriemenfoͤrmig und ungebogen, doch ſtehen die auf ihrem befindlichen Staubheutel wiederum gerade in die Hoͤhe. |

Die Knoſpe har eine runde Gefakr, und aus ihr geher ein Pfriemenförmiger Griffel „welcher mit eis nem ſpitzigen Stigma verſehen RER

Aus der Knoſpe wird eine dicke rundliche Cabſel | Eis fehlieffer fich in drei Fächer auf, und man zeift in ihr eine oder zwei, niemals hingegen dret. Fruͤchte an, deren Geſtalt auffer einer, plattgedruckten Seite rund ausfällt. Eine icde mit einer harten Haut über zogen.

I AESCULUS ——— Roribus ‚heptandrisZ. Sp. Pl. Mid. 1. | Hippocaftanım vulgare du Hım. arb. I. * The common Horſe Cheſtnut. Maronnier d’Inde. |

Die gemeine Roßcaſtanie. Die oe ‚wilde Caſtanie. ©- Cramer Tab: 23. B EEE Rivin. introd. inremherb.

Unfprnglich ſchreibet fich diefer Baum aus dem nöd: | fichen Theile von Afien her, | | Nach den Berichten des Ritters ——— e un gif lers ift er uns im Jahre 1500. nach du Hamel aber erſt 1615. von einem Pflanzliebhaber Bachelier zuge-

bracht worden. Sr iſt er an allen Orten ſo häufig, daß C 2 or

36 AESTULUS, "The Horfe Chefin.

er jedem unter der der gemeinen Sroßcafrane | befannt iſt.

Das Laub bricht, ſo wie die Blumen frä hervor, die lezteren erſcheinen ſchon im Mai, und er dem. Baume. cin gutes Anſehen.

Die Blärter der Blume find weiß: mir roᷣ sehfichen ' Stillen vermiſcht, and die Fruchtcapſel har Stacheln.

| Diefer Achnlichkeit mir den Fruchtcapſeln und Fruͤch⸗ ten der zahmen eßbaren Caſtanie iſt der erhaltene * zuzuſchreiben. |

Man pPflanʒet die Reßloſtame durch die Seide mit Leichter Mühe fort, wenn man diefelben nur zeifig im Fruͤhiahre ausſteckt. Bei einer Herbſtpflanzung hinge⸗ gen verderben ſie leicht, weil ſie bei naſſen Wintern . Würme vernichtet werden,

Dahero verwahret man ſie an einen J Orte im Sande, laͤſſet ſie niemals offen liegen, wenn man den Schimmel vonihnen abwenden will,

Der Baum ift fehr ſchnellwuͤchſig, fo, daß er im er⸗ ſten Jahre fon e einen a im auten Boden auf Fa, r

Man thut wohl, wenn man ie nicht zu ſatk, ſon⸗ dern ſchon im dritten Jahre ihres Alters, an die fuͤr ſie beſtimmten Plaͤtze bringet. Die Gruͤnde dazu giebt die Erfahrung. mit an, welche lehret, daß ein iunger vers fegter Roßeaftanienbaum:gröffer, als ein älterer verfep ter Stamm wird, Bei dem lezteren gehen nemlich alle: zeit Wurzeln und Schuͤſſe verlohren, wodurch nach Mil: ſer zu vieler Schade verurſachet wird, ohnerachtet

du Hamel

3

Marongier d’Indes- Die Roßcaſtanie. 37

du Hamel angiebt, daß er das Beſchneiden an rWar⸗ zeln und Schuͤſſen verträgt,

Der angeführte ſchnelle Wachethum iſt n daß wenige Yäume diefem hierinn gleich fommen, und man trife öfters Stämme pon vier Fuß Dice im Durch ſchnitte an, dergleichen der zu Schwöbber iſt. Miller - Hat einen im Jahre 1679. gepflanzen und‘ alfo beinahe hundert Jahre alten Baum angeführer, ein Bes ‚weis, daß fte lange dauren Ffünnen. | '

Sie erfordern indeffen, wenn fie ſtack und hoch wer» den follen , einen von einander entfernten Stand, damit ſie ſich gehoͤrig ausbreiten koͤnnen.

Der Herr Landdroſt von Muͤnchhauſen Su er⸗ waͤhnet eines Stammes, welcher an der Wurzel eilf. Schuh im Umkreiſe hat, und Miller hat verſchiedene geſehen, deren Aeſte ſich auf dreißig Sat im Durch⸗

| hehe ausgebreitet harten.

In ihrem Wuchſe haben ſie die beſondere Eigen- ſchaft, def fie den Trieb auf das ganze Jahr in drei Wochen ohngefähr vollbringen, wenn die Knofpen ein- mal geöfnee find. Miller hat Triebe von anderrhalb Fuß Laͤnge gefimden , welche in diefem Zeitraume gewach⸗ ſen waren, und nach ihm bilden fich nach den abgefalle⸗ nen. Blumen fo gleich die Knoſpen auf dag Fünftige Jahr, welche bis in den Herbſt in der Dicke wachfen.- Sie werden hierauf mit einen dicken zähen Safte uͤberzo⸗ gen, derfie gegen Froſt und Naͤſſe verwahrer, beiwars men Srühlingstagen ſchmelzet, und der Knoſpe En er zu treiben ercheilet.

Aus dieſer Bemerkung ziehet bieſer Schriftſteller | N N

C3 6. Hausvgter 5 Th. ©. 99

38 AESCULUS. The Horfe Cheſtnut-

tie Schädlichkeie des Befchneideng her ,; weil dadurch der Trieb auf das ——— Sa er men wird.

Das Verpflamen oeſhiehet im aa am beftem, Sie treiben ſehr Früh im Jahre, und fo würde man ſie dei ſolcher Verpflanzung nur zurückhalten,

Sn den älteren Zeiten war die Roßcaſtanie i in gröf feren Anfehen, als in den unfrigen , und wurde vorzügs lich zu Alleen genommen, aus welchen man fie izt wegen des früh abfallenden Laubes verbannen wil, Ihr Ver dienft bleiber iedoch allegeit der, daß fie im Sommer genugfamen Schatten. giebet, ihren Stand. bei ihren Bluͤthen angenehm macht, und wenn ſie in einen naſſen ſandigen Boden geſezt wird, in welchen ſie am geſchwin⸗ deſten waͤchſet, daß alsdenn auch die Blaͤtter laͤnger gruͤn bleiben, als wenn ſie in einen trockenen ſtehet. Das Holz iſt zart, weich. und faſerig, und ver: faulet leicht , wenn es von der Näffe angegriffen wird, Es dienet deswegen nur an trockenen Orten, und wird von vielen als unbrauchbar geachtet, von vielen aber wieder zu Tiſchblaͤttern angewendet, dergleichen ich felbft von guten Anfehen gefehen habe. Zu gemeiner Bildhauer Arbeit. wird es ebenfals gebraucht, weil der weiße Ueberzug, fo vor dem Vergulden geſchiehet, alle . Fehler uͤberdecket, und das Holz ſich * verarbei⸗ ten laͤßt.

Die Bluͤthe ſuchen die Bienen, wenn die Nahrung ziemlich fehlet, einige Wochen lang ſtark auf.

Das Holz ſoll ſchwer brennen, dennoch aber die Aſche eine gute geben, ”) —* Das * ©. Bomare Dict. d’ Hill. *— 541.

Maronnier d’Inde. Die Roßcaſtanie. 30

Das Laub wird von den Schaafen, Ziegen, Hornvich und Hirſchen genoſſen, wenn cs bei ſtarken Winden abs fält, ia die lezteren Thiere gehen den vorn na und verzehren fie mit Vegierde ·

Die Fruͤchte ſind auf verſchiedene Ar bei der m ſtung des Viches verfuche worden.

In Frankreich hat man ihnen durch ein ange Eins weichen in auge von Kalf und Afche, und durch nach⸗ heriges Kochen ihre Bitterfeit zu benchmen geſucht, und mie. dem Teige Kühe und Federvich gemäfter, du Hamel nachgeſehen werden kann. |

Neuerlich aber hat ein Nicderfächfifsher Landwirth in dem 79ſten Stuͤcke des Hannoͤverſchen Maga⸗ zins von 1766. bewieſen, daß man ohne dieſe Zube⸗ reitung das Vieh noͤthigen koͤnne, ſich damit zu ernaͤh⸗ ren. Im Anfange wollte nach ihm der aufgeſtellte Och⸗ ſe ſie nicht freſſen, mußte alſo einige Tage hungern, bis er einige zerſtoſſene Caſtanien unter ein Paar Haͤnde voll Gerſtenſchroot annahm. Allein nachher fraß er durch fuͤnf Wochen die mit ihrer braunen Schale gequetſchten Caſtanien mit Strohhexel vermiſcht und mie Waſſer an

gefeuchtet dergeſtalt begierig, daß man ihn davon zuruͤck

halten mußte. In dieſer Zeit wurde er durch zwei Malter Früchte volfommen feiſt, und taͤglich waren ihm dreimal, iederzeit zwei gedoppelte See vol, 5 seftofr fen gegeben worden.

Eben fo kann man mie ihnen ungeftoffen nach dem Kern von Haller “) Schaafe mäften, 5 >. An Singen Orten und wie du Hamel o von

C4 VSrant⸗

“) &: Hilft. Stirp. Helvet. 1. pag. 442.

40 TAESCULUS, TheHorfe Cheftnut:

Frankreich anfuͤhret, bar man daraus gute Stärke verfertiget. |

So viel ift auch na meiner eigenen Erfahrung ge⸗ wiß, daß das aus ihnen verfertigte Pulver ein der ſonſt gewoͤhnlichen Mandelkleie aͤhnliches Seifenpulver zum Waſchen der Hände abgiebet, und nach der in dem zten

Theile der Berner dconomiſchen Sammlungen ©. ‚943. von einen unbefannten Verfaffer eingerückten Abhandlung ift die Subſtanz wegen des zufammenzichenden, Alaunartigen, ſalzigen und feiffenreichen Saftes zur gung des Leinens dienlich.

Herr Marcandier hat nah diefer Nachricht | sin Caftanien in jwanzig deutſchen Schoppen Fals ren flieſſenden Waſſer auf einer Reibe gerieben, dieſel⸗ be darin aufloͤſen laſſen, und mit dem aufgeloͤſeten Saf⸗ te, wenn er kochend heiß geweſen ift, die Wäfche ohne Diele Seife gereiniget. Der ungenannte Berfaffer bat

aber das Waſſer flärfer gemacht, zu zwanzig Caftanien

nur acht S choppen gewaͤhlet, und mit demſelben ſo wohl kalt als warm die ſchmutzigſte Waͤſche ohne Seife von Flecken geſaͤubert. Es läuft das kalte Waſſer bei der Vermiſchung des Pulvers gleich dem beften Seifenwaß fer im Schaume auf, zerflieſſet endlich in ein Milch⸗ waſſer, das heiſſe Waſſer hatte aber feinen Schaum, Jondern wurde Meergruͤn, und erſt am andern Tage hatte es mit dem erſten kalten eine gleiche gelbweiße F Sarı be. Beim Anfühfen ift ein folches fo weich als Seifen⸗ | waffen, und man fönnte wohl aus dem Mehle Ku⸗ geln von gleichen Nutzen verfertigen, wenn darauf ge⸗ boͤrig gedacht wirde, Wollene Muͤtzen und Struͤmpfe

find ebenfals mit en Waſſer mie gutem Erfolge a walket

. Maronnier d Inde. Die Roßcaſtanie. 41

walket worden, und Hanf, der einige Tage hindurch darinn eingeweicht worden, hat ſich durch weniges Dei» ben viel beſſer in ſeinen Faſern zertheilet, als wenn er in kaltes Waſſer erweicht iſt.

Der Italieniſche Arzt Zanihelli will auch die Kine de an ſtatt der Fieberrinde ‚mit guten Nugeni in abwech⸗ ſelnden Fiebern verſucht haben.

2. AESCULUS Rück floribus. octandris A A ‚Sp. Pl. Mil. 2. Pavia. du Ham. arb. The ſcarlet flowering Horfe Cheftnut. | Die Caroliniſche rothbluͤhende Roßcaſtanie.

S. Miller T. 198. Trew Ehret. T. 15. Hort. Angl. T. 1% |

Der Ritter von Linne nennt Carolina und Bra⸗

Mi lien als Provinzen, in welchen fie wild waͤchſet.

Die Blaͤtter gleichen der vorher beſchriebenen Gat⸗

tung, nur daß fie ſchmaler, und fürzer, glatter und | glaͤnzender fi fi nd, auch mehrentheils gegen den Herbit ro⸗ the Adern erhalten. Sie. ftehen an den Seh

gen gegen einander über. | Am Ende des Mai und im Junius da eſchöne

rothe und. Straußweiſe ſtehende Blumen, und end⸗

lich Fruͤchte, davon die braune Capfel nicht, wie bei der erſteren Roßcaſtanie, ——— ſondern glatt und zugeſpizt if. | Dieſe Feuůchte tuch in England ſelten cf, und man muß fie alfo aus Amerika fommen laffen. : Aa find fie ned vor ihrer Reife abgefallen, &5 und

‚42 IAESCULUS: TheHorfeCheftnut. ete. und die in dem 17ten Bande des Hamb, Magaz.

&.499. angeführte Bemerfüng,; daß die Pavia, ohn

erachter der vielen Bluͤthen wenige Früchte * if 2 nad) meiner Erfahrung richtig Die äuffere Rinde der Zweige ift PERS * das

Holz felö weiß, weich, und mit einer martigen Roͤb⸗

re verſehen.

Man erhaͤlt durch den REN: Saamen, ehe

ches im Fraͤhiahre i in: gute lockere Erde gefchieher, iunge

Pflanzen, welche in den erfteren Jahren allegeit zaͤrtlich

find, nur nad) gerade an unſere Winter gewöhner wers den muͤſſen, und dennoch einen etwas bederften Stand erfodern, ‚wenn. man he, e nicht bei ſehr kalten Wintern Saunen will,

Dieſes habe ich zum Shcheden der hie igen jung im Jahr 1768. an einen ſchon uͤber zehn Fuß ho⸗ hen Stamme bemerket, der durch den ſtarcken Froſt bis auf das untere Holz abgeſtorben iſt, und izt Zeit erfo⸗ dert, ehe er wieder zu gleicher Hoͤhe gelangen wird.

Die Gaͤrtner pflegen auch wohl davon Zweige auf * gemeine Roßeaſtanie zu oculiren und abzufaugen.

Da aber die Stämme die darauf gewachfene Zwei ge je fe uͤberwachſen, ſo haben ſolche ein ig |

in und danren nicht lang Eine trockene Erde liebe dieſe ——— meh, us einen nafen Boden

Nah Miller werden fie im Nordamerifa- auf

zwanzig. Fuß hoch, nur ſie ihre Zweige nie ſehr

weit aus.

Man * fie bisher nur or nes Bluͤche und Sel⸗ |

tenheit

IL AMORPHAN 00 8

tenheit wegen gezogen, und weil der Baum niedrig bleis ber, und dag Holz noch weicher , als das von der erſte⸗ ren Art ift, fo kann hievon nicht einmal der geringe Mutzen, wie von iener, erwartet werden.

Nach der ſchon erwähnten Stelle des Hamb, Magaz. fol man fih der Wurzeln mie ‚heiffen Waſſer flatt der Seife zum Waſchen der mwollenen Vettdecken und bedienen koͤnnen.

Il. AMORPHA ruicoh)) 0 ZSpPl. Mill. & du Ham. abe

. The Baftard Indigo. | Amorpha from fouth Carolina. Cat. Amorpha d’ Amerique, oulndigo bätard. Die ſtaudige Ametrha. Der falſche Indigo⸗

Baum.

©: Mil. Tom. 27%. Hort. Angl. T: 4.

Hort. chf T. ı9. und Probſten Garten 1738

Se kommt aus Carolina.

Die Blaͤtter ſtehen wechſelsweiſe an den Zweigen, And gefiedert, und beſtehen aus neunzehn und weniger kleinen laͤnglichrunden mit einer feinen Spitze verfches sten hellgruͤnen zarten Eleineren Blättern, von welchen dasienige, fo einzeln ein iedes Blatt endiget, runder und gromre als die uͤbrigen iſt.

Ar

4 7 MIAMORPHA

An den Spiten- der Zweige kommen ui Vlumen i re dünnen Aehren hervor,

Die Blumendecke beſtehet aus einem Stöde, pit eine Roͤhrenfoͤrmige Geſtalt, und iſt fuͤnffach eingeſchnitten, wovon zwei Einſchnitte laͤnger als die anderen ſind. Sie fälle nicht ab/ und umfchlieffee die Blume, weis

che cin Blatt. von purpurrother Farbe iſt, ausgehoͤlet

und. faum größer als die Blumendecke erfärginet, ‚Sie ſtehet aufgerichtet zwiſchen den ii ne gen der Blumendecke. |

‚Zehn ungleiche Staubfäden, die unten. mengewachſen find, führen kleine Staubbeutel, und ragen über Die Blume hervor. |

Der Knopf iſt rundlich, hat einen Grifielmit den Staubfäden von gklger Länge, undein | einfaches Stigma.

Aus dieſem wird eine kleine gekruͤmmte Schote mit einer Hoͤle, in welcher a eg * ner liegen. i

"Man pflanzer die darch den Saamen fort, und nah Miller kann fie auch durch die Ablegung. der jungen Zweige vermehret werden, die fyon in einem . ZJahre gute Wurzeln treiben, Sch habe fie auf einen guten ſchattigen Gartenbeete Pati: fortge⸗ pianzee geſehen. |

"Sie unfere Gegend iſt ie weich Bir Wetlich und fe: erfodert nothwendig einen ſtark beſchuͤzten Platz, wenn ſie erhalten werden ſoll. Dennoch gehen bei den Wintern die oberen Spitzen der friſchgetriebenen Zweige mehre enrheiie verlohren⸗ ob ſie gleich unter dieſen abger

| Kalten.

III AMYGDALUS

ſtorbenen Zweigen viele neue Shößlinge bietenm her⸗ austreibet, fo, daß ſie öfters in einem Ba * ſechs Fuß lang werden,

Sie will einen trockenen Boden haben; fhlägr ſpaͤt aus, behält aber auch ihre Blaͤtter deſto länger m * wird nicht uͤber neun bis zwoͤlf Fuß hoch. |

Ehedem verfertigten die Einwohner i in Erolirih aus den iungen Schoͤßlingen einen groben Indigo, nad) welchen der Baum benenner worden iſt.

In Pflanzungen pfleget man ſi ie als eine Seltenheit und wegen der ſchoͤnen Blumen zu haben, nur gift du Hamels Vorſchlag, fie zu niedrigen Hecken zu ziehen, allein file die Gärten in en und andere wärmere

Landet. |

IV. AMYGDALUS.

u: Biefes Geflecht Gegreift der. Rittet wer Rine ne‘ fo wohl die eigentlichen Mandel-als Pftefchens arten) meil fiein dern Blumen mit einander übereinkonts men, und narin ber Geſtalt der Fruͤchte abweichen, Dee Herr Landdroſt von Muͤnchhauſen *) fage: die Mandel ift eigentlich als eine wilde Pfirſche anzufchen, deren Fleiſch trocken, hart und wie ein Leder iſt, und - "mie die Pfirſchen wegen ihres Fleiſches geachtet werden, ſo werden die Mandeln des Fern⸗ wegen erzogen.

Die S. ——— 3. Ch. ©. 396. 397.

# IV. AMYGDALUS.

‚Die vornehmften Merkmale der Unterfheidung von: den Pfirſchen find bei dem Mandelbaume folgende,

Sein So iſt magerer und nicht fofaftig, die Rin⸗ de der iunge Zweige ift grüner und glarter, und er trei« be: mehrere biegfame Mebenzweige, Ueberhaupt su der ganze Wuchs größer und frifcher.

Auch die Blätter find bei ihm glärter / dicker, mehr Lanzenfoͤrmig geſtaltet, die Lappen ſind gruͤner, die Adern weiſſer, und die Sonden an den unteren Eine.

fönitten merflicher, Bi |

Die Blumen brechen früher herbot AR nd gröffer; fiehen gemeiniglich zu zwei Stuͤck neben einander, da fie bei den Pfirfchen allezeit einzeln. find, die Blumen«, blärter find etwas ausgefchnitten, und befonders an der Mandel mit dünnen Schalen Eleiner und von Farbe weiſſer.

Das unſchmackhafte dleiſch iſt, wie ſchon worden, trocken, lederartig und. faͤrbet ſich niemals. Es berſtet endlich auf, und zeiget den Stein, welcher glatter und mit wenigeren mehr flachen Furchen verſe⸗ hen ausfaͤllt, oben glatt und ſpitz zulaͤuft, und u wohlſchmeckenden Kern in ſich enthaͤlt.

Die Pfirſche hingegen iſt eine runde, eig, an der einen Seite mit einem. Fal; verfehene Frucht, welche in der Mitte einen runden, . oben zugefpizten, dicken und harten, an beiden Seiten mit ‚mehreren tief ausgegrabenen Furchen verſehenen Stein und in die · ſen einen kleinen nicht gut ſchmeckenden Kern hat. |

Die Blumen von allen ſind vor und of ne |

Dad)

| Y | l

|

IV. AMYGDALUS. —4

Nach dieſen von du Hamel und dem beliebten Hausvater ſo gut bemerkten Unterſcheidungszeichen ſind ſie leicht zu erkennen, wenn auch in Abſicht der mit einander uͤbereinkommenden Ainggrhlunien imeifeihaft

- werden ſollte.

Es haben diefelben eine einbfättrige, Rehtenſoe⸗ mige Blumendecke, welche am Rande in fünf zuge⸗ ftumpfre Einſchnitte abgetheilet N umd 9* dem Ver⸗ blühen abfällt.

Die Blume hart fünf langlichtgerundete, ansge⸗

hoͤlte Blaͤtter, die mit ihrer Spitze in der Blumendecke

ſtehen, und * ihr kommen auf dreißig Sapenfssmige aufgerichtete Staubfäden. |

Dieſe find fürzer als die Blumenblaͤtter und tra⸗ gen gelbliche zarte Staubbeutel. Ber Knopf ift wollig und gerimder.. Aus ihm gehet der Griffel, welcher die Laͤnge der

Staubfäden hat. Er iſt mit einem runden ah & verſehen di

Der Saame ift ein neiffe öliger Kern mit einge | mehr oder weniger diefen und gefurchren Schale, .

Man kann alfo theils diefe Arten der aͤuſſer⸗ lichen allgemeinen Geſtalt nach mit ‚einander. verbinden, theilg nach. den angegebenen Unterfcheidungszeichen: in Mandeln und Pfirſchen eintheilen, und * lez⸗ teren Belünmung folge auch, id),

A AMYGDAL us The Almond Tree, _ 4 L'Amandier, } ‚Der Mandelbaum. —— 1. AMYG-

u AMYGDALUS.

1. AMYGDALUS (communis ) foliorum ER turis infimis glandulofis, > ER: Ir SP. Pk | { kn gdalus (communis) for periöhkif ferra- | tis, petalis florum emarginatis Mid. I. n foliis glabris ovatis utrinque acumi, natis ſerratis, petiolo imisque dentibus glan- duloris Hader. ſtirp. Heet. | Amygdalus ſativa fructu minori * Baub. Pin 441. et du Ham. arbr. fruit. 1.

Common manured Almond Tree, ; Amandier commun. Der gemeine Mandelbaum.

#0 Di Schü diefer und der folgensen Art, nd ger * und lang, nach der Seite des Echattens gruͤn, und nach der Sonne roth. | | Er: hat laͤnglich Kugefpite Sügenförmig, —* Blaͤtter, und die Blumenblaͤtter, unter allen die langſten, ſind ausge ſchweift und Fleiſchfarbig. Die eifieren ſtehen, fo wie bei den übrigen Man dein, auf Zoll Tangen (Stielen , , wechfelsweife an den - Zweigen und haben fünf und einen halben Zoll Lange und einen Zoll Breite. Cie find glatt, Selen von Sarbe, und von bittern Geſchmacke.

Die nahe an den Stiele befindlichen Zaͤhne führen Eleine Druͤſen, fo wie 4“ rd oben zwei derſel⸗ ben haben.

Die ruͤchte find elic⸗ und nee ehren füfengtern,

Als Abarten von dieſer Art, welche beide von dem Herrn

IVJAMYGDAMUS. 49

Herrn von. Haller in der Schweiz ‚wild nn. worden, nimmt mangewöhnlich anı

“b.iAmvoDarus fativa , fructu maiori * Bauh. Pin. et du Ham. arb. fruit. 5 “The (weet Almond Tree, Amandier a gros ut dont I Amande et * douce. Der Mandelbaum mit großen ſoſſn Kernen. S. du Ham. arb. fruit. Tom. 1. Ra.

Der unter feiner Haut eine Dicke arte Schale, | und in ihr einen fürfen großen Kern hat,

Er wächfer friſcher als der folgende, und die Blaͤt⸗ ter haben bis drittehalb Zoll Laͤnge und I nad) beiden Enden fpigig zu.

"Die Blumen find ſchoͤn, groß und ganz weiß, und viele haben oft ſechs Einfihnitte.

Die ganze Frucht hat mit der folgenden eine mehr gerundete Form, als bei der Krachmandel zu feyn pfle⸗ get, gehet aber von der bittern Are darinn ab, daß fie

feine Vertiefungen hat. Sie iſt bei einigen uͤber zwei Zoll lang.

* Anven ALUS amara C. Baub. war » Ham: arb. fruit. 7. >. ; | ' The bitter Almond Tr ee; Amandier & früitamer. | * Der Mandelbaum mit bittern Keen, >, ©& Blackwell Tab. 1056 1110 10000 23, Band. D "Sie

50 IV. AMYGDALUS

‚Die harte, allein mit vielen Vertiefungen verfßene Schale ift mit dee vorigen gleich: dich, '

Mur der Kern ift im Geſchmacke birter, und den

Fuͤchſen, Schweinen und meiſten Vögeln, befonters -

den Papageien, ein Gift, wogegen aber das füfje Man⸗ | helöl als ein Gegengift gebeguge werden kann.

2. AMYGDALUS (dulcis) foliis petiolatis marginibus crenatis, corollis calyce vix longioribus Mil. 2..

Amysdalus dulcis putamine mollioriC. Baub.

Pin. et du Ham. arb. fruit, 2.

The tender-- shelled. Almond, commonly

n ‚called Jordan Almond.

. Amandier à coque tendre. Amandier des

'Dames, »Der Krachmandelbaum. Der Mondelbaum mit duͤnnſchaligter Frucht. | ©, du: Ham. arb. Fruit, Tom. sah I,

Die Blaͤtter ſind bei dieſem von Miller als eine

eigene Art angeführten Mandelbaume zwar breiter, ie⸗

doch nur zwei Zoll lang, und ſie ſtehen viel naͤher bei⸗ ſammen, als die Blaͤtter der gemeinen Art.

Die Blumen ſind klein und uͤbertreffen kaum die Blumendecke. Sie haben inwendig eine weiße, und auswendig eine roͤthliche Farbe, die in dag weiße ſae und bluͤhen ſpaͤter als die uͤbrigen.

„Dig Fruͤchte fi find. füß, von. einer Schwerktförii, geh zugefpizten Figur, und haben eine mit Vertiefun⸗

gen begabse dünne . welche fich zwiſchen den Fin⸗ gern

W.AMYGDALUS. 51

gern zerbrechen laͤſet. Diefteisegen werden f ie u ber 2* geachtet.

Die Urſache, weswegen dieſe Schale ſo zart bleidet if nach du Hamel darinn zu ſuchen, weil die aͤuſſere Wand ſich ſpaͤter als ihre innere mehr glaͤttere und ve⸗ ſtere bildet, ſo daß man ſie im Auguſt kaum wahrneh⸗ | men Fann,

Miller verichere, daß er aus diefen Mandeln Bäume gezogen habe, welche beſtaͤndig den alten aͤhn⸗ liche. Fruͤchte getragen haͤtten, und nach diefer Erfahrung nimmt er ſie * eine eigene An und als feine ——* cumg an. N | |

3. AMYGDALUS (nana) kolůs eich ferratis balı artennatis. Mid. 5. ; Amygdalus (nana ) folüs attenuätis Z. sp. Pl; Amysdalus indica’nana dw Ham, arb.fruit. g.

" " Dwarf Almond with fingle Flower, | Amandier nain à eur fimple.. Der Buergmanhelbansnn mie einfachen | | S. Miller Tab, 28: Sig; 3% BR ‚Ham; * frait. T.:1: Pl. 3. Munting, Pag 34. Fig. An:

Nach dem Ritter von inne kommt dieſer niedrige Mandelbaum, der ſelten über drei Schuh had) wird, aus den nach Norden gelegenen Gegenden von Aſien, und ich habe davon in diefem Fahre haha erhalten, | die an der Wolga geſammelt ſind. |

Die Blätter schen Buͤſchelweiſe aus den. Knoſpen D 2 hervor.

s2 IV. AMYGDALUS.

hervor. Sie ſind laͤnglich, fehmal, beinahe ohne Stiele, auf viertehalb Zoll fang und einen halben Zoll breit, Ihr Nand iſt Saͤgenfoͤrmig eingeſchnitten, ſie laufen oben in eine gerundete aus, verengern fi ſi ch hingegen nach unten.

Beim Ausbrechen ſind fie zart, aber * een fie mehrere STE und eine fchöne grane glaͤnzen · de Farbe. |

Die untere Seite Serfelben iſt mit einer ſtarken Ader und mit einem Gewebe feiner Adern bedecket. Aus eben den Knoſpen, aus: welchen die Blaͤtter hervorfproffen, brechen auch die einzelnen Blumen. Diefes geſchiehet fchon im April, und if die Blumen decke Purpurfarbig, die Blätter der Blume find hellroth, die Staubfäden: wiederum Purpurfarbig, und die Staubbeutel gelb.

Er traͤget hin und wieder. auf den Zweigen kleine bit⸗ tere ovale Mandeln von einen halben Zoll Länge und Breite, *) doch bis ist har er Feine Früchte. hiefelbft angefezt, ohne rachtet er häufig geblüher hat. Der Grund mag wohl in der Yugend der —— BAER | indem fi fie fehe früh blühen. | *

Die aͤuſſere Rinde der Zweige iſt Age und glatt, ai das 0 weiß.

Die Wurzeln treiben viele Gprößfinge wo⸗ dug man alſo die Vermehrung leicht bewerkſtellige ĩ Kann, nur verlieret man die alte Pflanze, wenn man die⸗ ſelben ale Jahr wegnimmt. Eine aus Sproͤßlingen ers haltene Pflanze treiber auch bekanntermaßen wiederum.

| | | befiäns u ©. du Hamel arb, fruit. 8* I ur 12%. und Muneing. 34 |

-Iv. AMYGDALUS. 53

beſtaͤndig Sproͤßlinge, und Miller rath daher die Ver⸗ mehrung durch Ableger an, wenn die iungen Baͤume gerade aufwachſen ſollen. |

| Der einzige Nutzen, der von if, iſt die Zierde fuͤr Gaͤrten, woſelbſt er ſich uͤberaus ſchoͤn ausnimmt, und unſere Winter vertraͤget. *

4. AMYGDALUS (pumila) foliis venofo-ru- goſis L. Mantifl. |

Perf ca (Amygdalus) Afticana nana, flore incarnato pleno Tour». inſt. 625.et Mid. 3.

Perfica Africana nana, flore incarnato ple- fterili du Ham. arb. Fruit. Tom.: I. AL, 2

The double flowering ZN nöd Tree. Amandier, ou Pecher nain à fleur dou bie.

Der Swergmandelbaum mie gefülften Blumen.

Die Gärtner haben ihn ehedem nur als eine Abäns derung des vorigen angefehen, er ift es aber nicht, ſon⸗ dern macht eine eigene Art aus, welche der Kirrer von Line‘ in der Mantiffa der Specierum zuerſt deutlich gemacht hat. ,

Africa iſt fein Vaterland, und. wegen des Mangels der Früchte fann man nicht fagen, ob er un⸗ ter Mandeln, Pfirfchen oder Pflaumen gerechnet roerden muß? Bon Pflaumen hat er den Blättern nad) etwas ähnliches, welche vor dem Ausbrechen in einander gerols Bet find, in der Laͤnge gleichen fie iedoch wiederum den Pfirſchenblaͤttern. *

54 IV, AMYGDALUIS.

Dieſe Blätter fichen;: wie bei den vorigen, heile einzeln, theils in Buͤſcheln aus den Knoſpen, ſind aber mehr rundlich lang, am Rande feiner gezahnet, mit dickern Adern verſehen und runzlicher. Die Farbe iſt auch nicht fo glänzend grün, ſondern and matter ing Ause.

Neben den Blaͤttern find noch ffeine Feiner? Blätter

anhaͤnge zu bemerfen, die da, wo fie fi ich beoepligenn ein wenig eingefchnitten ausfallen,

Die Blumen find Steifchfarbig und gefuͤllt. Aus

dieſer Urſache darf man von ihm niemals Pre: er⸗ warten.

Die Rinde dee Zweige iR, an ſtatt fie bei ienen Aſchgrau war, bei dieſen braunroth und glatt. Der Stamm wird nicht über drei Fuß hoch, und in Gärten nur wegen feiner zu Ende des Aprils oder Anfange des nl hervorbrechenden ge⸗ ſchatert

Er laͤſſet ſich ebenfale ohne viele Mühe durch Able⸗ ger und Sproͤßlinge vermehren, es toͤdten ihn aber un fere Winter , wenn er nicht bedeckt ſtehet. Man kann ähn alſo ſchon nach diefer Weichlichfeit mie dem Zwerg⸗ baum. mit einfachen Blumen Feine verwandt | anſehen.

Alle Mandelbaͤume ne man Teicht Pr die Ausſteckung der Mandeln fort. Weil ſie aber hiedurch ſehr ausarten, ſo oculiret man die eigenen Arten auf Mandel oder Pflaumenſtaͤmme, welche in dem zweiten

Jahre an die Oerter geſetzet werden, wo ſie bleiben ſollen.

Sie erfodern einen lockeren Boden, damit fi fie gut

gerächen. Miller

IV. AMYGDALUS, 55

Miller will ihre Verſetzung in einen trockenen Boden im Oetober unternommen wiſſen, ſo bald die Blaͤtter abzufallen anfangen, und daß man in dieſen die auf Mandeln oder Pfirſchenbaͤume oculirte nehmen ſoll, in einen feuchten Boden werden ſie hingegen am beſten im Fruͤhiahre gebracht, und hiezu Staͤmme gewaͤhlet, welche auf Pflaumenbaͤume oculiret find.

Man ziehet fie in Deutſchland gemeiniglich gegen eis ne gute Spunenfeite am Spaliere, und iſt zu verwun⸗ dern, daß du Hamel *) dergleichen gezogene Staͤm⸗ me nicht gefchen hat, ob cr fhon fie anräch, Daß fie zu bedeckten Gängen in Frankreich genommen werd en, - giebt er von ihnen an.

Aus den füffen Kernen wird ein ei | Del gepreffet, und die zuruͤckgebliebenen ik werden zum Waſchen der Hände genommen,

In Haushaltungen gebraucht man die Kerne theils friſch, theils trocken, und man verfertiget aus ihnen die bekannte Mandelmilch, wenn ſie zerſtoßen und waͤh⸗ rend der Arbeit mit Molken oder Gerſtenwaſſer langſam angefeuchtet werden. Nimmt man aber ein Pfund fol eher etwas dicken Mandelmilch, und vermifcher fie mit zwei Pfund auf dem Feuer zerlaſſenen Zucker, ſo erhaͤlt man den Syrop d Orgeat, welchen man durch ein we⸗ nig Orangenblumenwaſſer einen Geruch giebet.“) Das Holz iſt hart, und da es bisweilen ſchoͤne Far⸗ ben hat, ſo kann es zu zu, Arbeiten —— werden. |

a Te

% Fr. des arbres;fruitiers Tom. 1. pas. 128. | S. Bomare Dict. d’ Hiſt. nat. T. 1. Pag.-220,

56 IV.AMYEDALUS

The Peach Tree. Pecher. Der Pfirſchenbaum.

1. AMYGDALUS (Perfica) foliorum turis omnibus acutis, floribus —— * litariis Z. Sp. Pl.

Perfica. "Mill. et du Ham. arb. The common Peach Tree. | | Pöcher ordinaire. | |

Der Pfirſchenbaum.

©. von Gleichen Abbildungen Tab, 12. Blackvvel Tab. 101.

Pfirſchen find, wie befannt, Bäume, deren Fruch⸗ te wegen ihres guten Geſchmacks vorzüglich geliebet werden,

Wir finden daher in den Gärten nad) den verſchie⸗ denen Geftalten eine Menge Abänderungen, welche man durch das Oculiren auf Pflaumenftänme am beſten fort: pflanzet. Diefes Verfahren Fann man iedoch auch auf Mandeln» Xpricofen » und Pfiefchenftämme anwenden, Indeſſen gefüyieher es felten auf diefe, und zwar ent- ſchuldigen ſich die Gärtner damit, daß fie die Pflaumen bäume in gröfferer Anzahl haben Fönnen, und daß die auf Pfirſchenſtaͤmme beulirte nachher dem Ausfließen des Gummi ſehr unterworfen wären. Du Hamel *) be- dauret, daß man ſolche Erzaͤhlung aus Mangel Ren | fahrungen auf Glauben annehmen muß.

Alle haben wegen ihrer vielen wilden * das Beſchneiden ſehr So

*) . Arb. fruit Tom. 1. pag. 47.

IWIAMYGDALUS 57

So wohl nad) du Hammel als nad) der hieſigen Er- fahrung haben die Früchte, deren Stämme in einen cf was trockenen Boden geſetzet find, einen weit angench- mern Geſchmack, als wenn fie in leimigen, PEN und feuchten Erdreiche ſtehen. |

Die befte Anweifung, Pfirſchen zu ziehen, enthaͤlt das Buch, welche de la Combe im Jahre 1745. zu Paris bei Boudet unter der Auffehrift: Trait@ de la

Culture des P£chers in Octav herausgegeben har, und

das, wenn ich nicht zu fehr irre, im vorigen Jahre zum driftenmale neu aufgelegt ift. Zu ak er» ſchien es 1767. in das Deutfihe überfest. Der: Here Landdroſt von Muͤnchhauſen preiſet es ievn Gaͤrt⸗ ner an, und lieffert im dritten Theil des Hausvaters ©. 388. einen Auszug der angegebenen Regeln, welche du Hamel noch durch einige Anmerkungen vermehret.

Will aber ein Liebhaber befonders fhöne Pfirſchen⸗ ſtaͤmme erwarten, fo thut er bei der Unzuverläßigkeir der gewiffen Beftimmung der Arten in unfern deurfchen Pflanzſchulen wohl, wenn er fie aus Frankreich kommen laͤßt. Die aus Montreuil, einem Dorfe nicht weit von Paris, deſſen Einwohner mit den Früchten einen ftarz ken Handel reiben, und die aus dem Parififchen Cars theuferkloftergarsen find aflen übrigen vorziehen, und bishero noch als die [hönften befunden worden, |

Die Hamburgifhen Baumhaͤndler feheinen jedoch ſich nach; gerade ein gutes Zutrauen zu erwerben.

Die Pfirfehen werden gemeintglich und auch am vor⸗ zuͤglichſten ei ung an Spalieren gezogen.

Die Franzoſen theilen die mit. einer wolligen Haut verſehenen Dfirfchen in Peches. und Pavies ein. gg Ä D Jene

38 IV/AMYGDALUS.

Jene find Sieienigeh;, bei welchen ſich das‘ gteif vom Steine loͤſet, diefe aber: folche, bei denen es an⸗ hänge, Die glatten Pfirfchen heiffen hingegen Bru- gnons,’ und‘ bei: den Engländern Nectarines.) Dieſe Iejteren nimmt der Ritter von Linne’ als eine" Abaͤn⸗ derung der wolligen an, indeſſen unterfcheiden fie ſich merklich und ihre Kerne lieffern wiederum glatte Arten.

Bei einer fo. großen Sammlung von Pfirfchen, die bald fpärer, bald früher reifwerden , folgtnorhwendig, daß fie zwar wohl in einem warmen $ande erzogen wers den koͤnnen, in kaͤlteren Gegenden aber nur einige die gehörige Meife erhalten, und daß fie überdem nicht ſaͤmmtlich gleich ſchoͤn ſeyn fünnen.. Ein Liebhaber muß deswegen fuͤr ſeinen Garten vernuͤnftig waͤhlen.

b. PERSICA flore magno femipleno, du Ham. arb. fruit. Tom. 1. 40.

-Double- flowering Peach Tree. ©. Pfcher à fleur femi-double. .... Die Pfirſche mit gefuͤllter Blume. . &.du Ham.arb. fruit. Tom. 1. Planche 30.

Iſt eine Abaͤnderung, welche fich durch die Kerne

fortpflangen laͤſſet, nur träger fie ſelten Früchte, und.

wird gefhwinder durch das Deuliren vermehret., Der Erfahrung nach geben Stämme, welche auf ſerordentlich ſchoͤne geführte Blumen und fehr große Früchte tragen, in. denen aus ihren K Kernen gezogenen Bäumen ſchon Eleinere Blumen und Früchte, und wenn aus diefen Kernen abermals Bäume angezogen werden,

můſſen fie ER TEN. noch weniger .. ausfallen,

und

A MT Pr te Yu ne m 7 U Am I. a =

"MSANNONA. 59

und am Ende voͤllig ausarten. Die von der dritten | Progreßion hat hier noch nicht gebluͤhet, und fie wird in der Folge zeigen, ob. die befländig puenbaiende Ent- | fernung gegränder iſt. | | Die Blumen find fhön gefüllt und gleichen kleinen | Rofen, da fie bis auf dreißig Blätter haben, zieren da⸗ her ein Spalier und iede Pflanzung.

ne Be = V, ANNONA.

De Blaͤtter der bisher bekannt gewordenen Arten | diefeg Gefchleches find Wechfelsweife an den Zweis gen beveftiget.

Die Blumendecke hat drei kleine ausgehoͤlte, zugeſpizte Blaͤtter, die Blume hingegen beſteht aus ſechs Herzfoͤrmigen Blaͤttern, davon die drei aͤuſſeren groͤſſer, die drei inneren aber kleiner ſind.

Die Staubfaͤden kann man kaum bemerken, und | Deswegen hat fie der Ritter von Linne nicht angege

ben, doch ſiehet man ſehr viele auf allen des Knopfes befindliche Staubbeutel. -

Dieſer Knopf ruhet auf dem Grunde der Sr me, und führer Feine Griffel, Br nur ſtumpfe 2 | |

Die Frucht wird groß, ——— mit einer Schuppenfdrmigen Schale uͤberzogen. In ihrer Hoͤ⸗ le liegen einige harte, ovallaͤngliche Koͤrner.

. ANNONA (triloba) foliis lanceolatis, fruc ctibus triſidis L. Sp, Pl. MU 8.

60 VANNONA.

Annona fructu Inbefcchte laevi, ferotum afie- : tis referente ds Ham, arb. | The North American Annona. The

Papaw.

AR Affiminier.

Der Nordamerikaniſche Papawbaum— S. Miller Tab. 35. Trew Ehret. Tabel 5. du Hamel arb. Tom. ı1.Pl. 19. |

Er waͤchſet in Carolina ‚und zeiget nach den Schrift⸗ ſtellern im April Blätter und Blumen zugleich mit ziemlicher Schoͤnheit.

Die erſteren ſi nd laͤnglich zugefpizt und groß. Die Frucht wird laͤnglichrund, und gleichet einer Gurfe von mitelerer Größe, Sie fol einen unange- nehmen Geruch haben, *) und ieden, auffet den Bil den oder Negern, abhalten, fie zu. effen.

Ihre äuffere gelbe Schale läßt ſich leicht abſondern, und in ihrer Hoͤle liegen zwei bis drei Körner, wek he die Geftalt und Größe einer bittern. Mandel haben, und mit einer braunen, harsen und gong Da ber kleidet find, |

Gemeiniglich finden fi ch drei Seüchte an einem Stiele, welches die du Hamelſche Abbildung | vorſtellet.

20 England waͤchſet dieſer zaͤrtliche Baum be ei⸗ nem bedeckten Stande in freier Luft, und hat daſelbſt nach Miller in dem Garten des Herzogs von

*) ©: Bomare -Dict.\& BHfl naturelle Tome T. pag; = Encyclopedie oeconomique Tome 2, pag.426,

VANNONA sr

de zu Whitton gebluͤhet. Dem ohnerachtet muß er aber doch einige Jahre lang vorher in Toͤpfen auferzo⸗ gen und in Winterhaͤuſer gebracht werden, 08 er einige Staͤrle erlanget hat.

Will man daher den Verſuch riechen: ihn unter unfern Hinmeleftriche aufzuzichen , fomuß er vorfichtig gefchehen, denn bis izt find bei minderer Vorſicht die Stämme hier noch fämmrlich verlohren gegangen.

Der Kern wird in den Amerikaniſchen Saamenki⸗ ſten mit geſchickt, doch bleibt er oft ein ganzes Jahr in der Erde liegen, ehe er aufkeimet.

"Dir Baum erhält eine Rune von a Su, | 9* die Dicke eines Beins. |

Er ficher Tieber im Schatten, als in der Sonne, un kommt beffer i in trocknen und. magern, als in Fu { fen und fetten Erdreiche fort.

Das Fleiſch der Frucht ſoll ſehr be see und im Ger ſchmacke angenchm feyn, allein die Schale har eine fo lebhafte Säure, daß, wenn man. mit den Finger, 10» mit ſie beruͤhret iſt, die Augen reibet, dieſe ſich mit ei⸗ nen unertraͤglichen Zucken entzuͤnden. Nach einem Tage. ſoll ſich dieſes Uebel von ſelbſt wieder verlieren.“) Die Frucht wird von den Wilden gegeſſen.

Das Holz wovon die Farbe nicht bekannt if, if. ausnchmend hart und zähe, denn die unfern Aeſte find in Amerika öfters mit Srüchten dergeftalt beladen, daß fie ſenlrecht gegen die Erde haͤngen, und wenn man am Abend den Zweig von ihnen befreiet, fo ſtehet derſelbe des Morgens dennoch wieder aufgerichter,

Du

9 ©. Hamb. Magazin 14. Band ©, 584. und Bomare Bict, Hill, nat. .

ww. VYANNONA *

Du Hamel beſtaͤtiget abicſale daß es

| Bi, —* und hart für

—* A NNONA ( glabra ) folüs Hanceofarb-'

ovatis, fructibus omnibus glabris.2. Sp. Pl.

Die —6 Annona mit

glatten Fruͤchten. S. Cateh I Tab. 64.

- Sie kommt, wie die me urſpruͤnglich aus &

aan,

ter dem Namen des Herrn von Linne aus England er⸗ haltenen iungen Pflanzen mit aufwärts ſtehenden feinen rochgefärbten Zähnen verſehen, drittehalb Zoll lang und uͤber anderthalb Zoll breit. Beide Flaͤchen ſind hellgruͤn,

glatt, und die untere iſt mit einer weißlichen erhabenen Ader der Laͤnge nach gezeichnet, welche nach den Seiten feinere erhabene Nebenaͤſte Wechſelsweiſe ausſchicket. Die Stiele haben einen halben Zoll Länge, nn:

ac, unten hingegen gerunder. Die Fruͤchte ſind glatt. Be Die Rinde if‘ grau.

Die Blätter find Kängliche Pa Rn * un⸗ |

;

Der iährige Wuchs ift im Topfe bei einer Winder-

bedeckung ziemlich geſchwind.

Wegen der Jugend der aberſchikten —— hat. man eg bisher nicht wagen. wollen , fie im freien augzus fegen, und da fie auch noch, zaͤrter, als die vorher ‚bee ſchriebene Art ſeyn foll,fo Fana ic) dazu und zu ihren Anbau

keinesweges rathen.

Eine

VI AR AL IA fpinofa ete. 63,

Eine beſondere Benutzung der dee nf w. ift ———— nicht helannt.

Mn, IN —J ſcen⸗ caule foliisque aculeatis 2. Sp. Pl. ‚Mid 3... ; "Aralia arborea aculeata H. Virg.. Aralia fpinofa arborefcens du Ham.arb.

„The Angelica Trees he EURER or "Toot-ash-tree, L’ Angelique Epineufe. | ? Der ſtachliche Angelifenbaum: .'b. ‚Continehi Plant. rar. 1.Fig. 474°

| 9% Braut ige Nordamerifanifche Angelike fürs det fich beſonders in Virginien. a

gs Blätter, die im Herbſte abfallen, gleichen | * Blattern der gemeinen Angelike, das iſt, fie beſte⸗ ben aus fieben, eilf und mehrern kleinern Blättern, wels che Wechfelsweife nach beiden Seiten an einen gemein« ſchaftlichen Stiele beveſtiget ſind. | Ä ‚Ihre Farbe iſt hellgruͤn, und fo wohl ihre Adern, als ihre Stiele zeigen hin und wieder einzelne Stacheln, haͤufiger und ſtaͤrker ſind ſie aber an dem Stamme, wo⸗ ſelbſt ſie, wie bei dem Brombeerſtrauche (Rubus frutico- ſus Z.) unten eine breite Släche haben. Sie haben ei⸗ nen 5 sufanmengiräenben Gefhmad ‚and: a Steh ſind roͤchlich. | |

und Blamen tragen fi e nur. oben in * |

Gipfel

64 VI. ARALIA fpinoaete u Gipfel, und die lezteren ſtehen in großen grünen Minen, welche eben Fein ſchoͤnes Anſehen geben, ER ai

Die Blumendecke iſt klein und fuͤnffach gefeet Die Blume bar fünf ovale zugefpizte, rüdwärts gebogene Blätter, und aus ihr ragen fünf Pfriemenfoͤr⸗ migeeben fo lange Staubfäten hirvor, die angence Staubbeutel fuͤhren. | Der Hnopf ift rund. Auf ihm befinden fi 6 fünf fehr kurze Griffel, von denen ein ieder ein —— hat. Aus dem angegebenen Knopfe wird eine —— ge⸗ fireifte Beere mit fünf Abtheilungen, in deren ieder ein Tänglicher harter Saame eingefchloffen liege... 1 Die äuffere Rinde ift zwiſchen den Stacheln ‚glart und glänzend, und der Stamm. nur. holzarrig und mit einer weiten Marfröhre verſehen. Die Wurzel iſt dick und Dolale we. | 2

Der Angelikenbaum will weder zu trocken N zu ſtehen. Eben ſo wenig liebet er einen Stand, den die Sonne beſtandig beſcheinet, doch aber einen beſchuͤz · ten und warmen Ort, wenn er bei u 4 erhalten wer⸗ den ſoll. Die hieſige Erfahrung lehtet dieſe Voſchaten 9— denn nach ihr litten in ieden Winter die Stämme in ei⸗ | |

nen offenen Stande beftändig etwas, bis fie endlich ih⸗ re Kraͤfte verlohren, und wehrenchen gänzlich —— ben find. Gemeiniglich pflegen fe ie bei Falten intern bis anf | —F Wurzel abzuſterben. In dem folgenden Jahre trei⸗ ben ſi N e * von neuen ſaae allein, weil die ganze | |

Pflanze

| |

VI. ARALIA fpinof etc. .65

Pflanze erſt ſpaͤt im Jahre ausbricht, folglich ſpaͤt in

Herbſt hinein fortwähfer, fo wird ihr Holz nicht gehoͤ⸗ rig reif, und fie Leiden, in dem erften Winter, von neuen, ua ‚werden beſtaͤndig kuͤmmerlicher. u '

u. Miller ſcheinet ebenfals über dicfe ir *

Mayen, und finder deswegen für, noͤthig, den Saamen

Töpfe auszufäen, welche gegen die Kälte bedeckt er⸗

4 werden, uud dag man die iungen Stämme erſt

geſtaͤrket haben ſoll, ehe man ſie auspflanzet.

Es iſt daher ein Platz, von welchen alle Fat ten Winde entfernt gehalten: werden fönnen, wenn er dabei ſchattig ift, für fie vorzüglich zu wählen. An einen folchen kann man durch die ans den Wurzeln häufs

fig auffeimende Schößlinge die Vermehrung leicht be:

werkſtelligen, ſonſt auch * den Saamen ge⸗ ſchiehet.

Penugung ke uns nicht

V | 1. A R B UT us. De Blatier dieſe⸗ Geſchlechts ſichen Besten

an den Zweigen. Die Blumendecke ift Elein, fuͤnffach einget ‚iler,

zugeſtumpft, und fallt nicht ab.

Die Blume ift nur ein ———— Blatt, wie eine Längliche Glocke geftaltet, und oben mit fünf feinen Ein, ſchnitten verſehen, welche zurück gebogen liegen

I. Band A E In

Der Stamm erhate acht bis zehen zuß Sihe . fer der Seltenheit iſt er aber nach feiner unbekannten Ä

66. VILARBUTUS.

In derfelben find zchn am Rande geheftere Staub: fäden mir zweifpaktigen Staubbeuteln eingefchloffen, Der Knopf iſt Kugelfötmig, und liegt unten. auf

dem mit fieben Puncten gegeichneren Grunde der Blume, 0 Der Griffel har die. Länge der Blume, und oben ein dickes ſtumpſes Stigma. Die Beere iſt u! und mit: Hu & Soancn | angefüllee.

‚Die hier. befindlichen Arten fi ind

T ARBU TUS ( Unedo) caule arboreo, fo- "his glabris ferratis, baccis polyspermis b Sp. Pl. & Mi 1. |

Arbutus folio ferrato C. Baub,. Pin, 469. & J Ham aID. 2." ge

| ven The, common Strawberry Tree.

Arbouſier. Larbre a fraiſes.

Der Erdbeerbaum.

S. S Seligmanns Wobelſanmmlung 5 a ıffe Tafel,

In Stalien, Spanien und befonders in Ninorcn, wie auch in Irrland wird er wild angetroffen,

Die Blaͤtter ſi nd oval laͤnglich, hellgruͤn und glatt, mit einem Gewebe von Adern verſehen, an, dem Rande Kr ziemlich fief ein eſchnitten, und immergrünend, ‚indem fie auch in Winterhaͤuſern und warmen Wintern, wäh rend der, ſonſt rauhen Jahrszeiten nicht abſfallen, ſon⸗ » dern nur mit den dungen Stielen eine m: hr Faplf: Sarbe erhalten. |

; | Die

VILARBUTUS. 67

Die grůnweiß lichen Blumen erfeheinen feften ein⸗ ſondern allezeit in mehrerer Anʒahl auf zwei Zoll

langen herabhaͤngenden Buͤſcheln in dem ſpaͤteſten Herb⸗

ſte. Ein ieder einzelner Ben ift einen viertel Zoll lang und von gruͤnlicher Farbe. 90°

Die Blumendecke iſt mit einem weile fen Rande, und Die Blume durchſichtig weß mit —* lichen Einſchnitten. 2.7

Die weiſſen Faden ſind unten ſehr dick; am Ende aber Pfriemenfoͤrmig, uͤberhaupt mit einem wolligen Weſen überzogen,

Die Staubbeutel fi nd Fehli A iſt grün, der Griffel di und weiß das

Stigma ebenfals gruͤnlich.

Aus dieſen Blumen kommt eine runde faftige Bars re, die einer Erdbeere gleicht, iedoch im Geſchmacke ſtrenge und ſauer iſt. Sie hat im Anfange eine gruͤne, nachher eine gelbe, und endlich eine rothe Farbe, Nach Miller wird fie im November reif, und hat alſo ein ganzes Jahr zu ihrer Vollfommenkeit nöthig.

Die aͤuſſere Rinde ift brauncorh und zereffen, und Bei: iungen Zweigen min Haaren beſezt ©;

Das Holz iſt Be i und N in Frantrech ai Safe geben *).

Am beſten gewinnet man fe durch den &hhmen, | den man nach Miller eigentlich bie: im wollt, nen Sande aufbewahren jo.

Werden die Pflanzen vom Unfraute rein Lehelten

| ünd oft sigöfen, werden fie gut förrfonmen, indie E 2

Herbſte

Yo Encyclopedie deconomique Tone * 159

‚68 vu ARBUTUS.

Herbſte aber muͤſſen ſie ſo gleich gegen die Kälte in Schu gebracht. werden, - Die iungen Stämme vertragen diefe am wenigften, ‚wie denn auch alte Stämme bei ſtarken Sröften leiden, Diefer Urfache mag es wohl zuzufchreis ben feyn, daß fie in Seeland immer. ſeſcnet werden ſollen.

Unter vier big fünf Fuß Hoͤhe darf man ſie gar nicht verpflanzen, und da man es hier gewagt hat iunge Baͤu⸗ me auszuſetzen, ſo ſind ſie in einigen Wintern hinter⸗ einander bis auf die Wurzel abgeſtorben, welche zwar in jedem Srähiahre neue Schüffe getricben haben, end» * Fi) aber wegen der zu flarfen Entkraͤftung zu Grunde gehen mußten. Ein alter Stamm, der im Fruͤhiahre 1768. zum neuen Verſuche ausgepflanzet iſt, hat den ‚Winter von 1768. bis 1769, zwar ohne Schaden aus⸗ gehalten, in dem von 1778 iſt er iedoch durch den | Froſt getoͤdtet worden.

Ich kann ſie daher nach ſolchen Erfahtungen im freien Stande fuͤr unſere Gegenden keinesweges anrathen.

Der Erdbeerbaum iſt mit jeder Erde zufrieden, und man kann ihn auch, durch Einleger fortpflangen. |

Wuͤrde er bei ung ausdauren, fo würde er durch | feine gruͤnbleibende Blätter im Herbfie und Winter Gärten und Pflanzungen verfhönern, - Nach der Meifebefchreibung der Engländer. Yen firong und, Cleghorn ”) eflen in Minorca die Ein wohner die Früchte als eine Leckerſpeiſe, ob ſich gleich f die Engländer nichts aus ihnen machen. Der Baumsräger | ER diefer Inſel durch das ganze Jahr i in einer. beſtaͤndi. gen

m) ©. Samy) neuer Seifen 8. Band,

VILARBUTÜS. 69

gen Solge Fruͤchte, und zeiget eine angenehme Verſchie · endet an Beeren und Bluͤthe. | Du Hamel hält die Rinde für auſamnmengiehend.

22% ARBUTUS (Uva urſi) caulibus pro⸗ cumbentibus foliis integerrimis L, 8Sp. PI. Mil. 5. |

Uvaurli du Ham. axb.

The Redwort,

Die Sandbeere Die Varentraube. De | Spanifche Heidelbeerenftrauch. Die Mehlbeer⸗ ſtaude. Die Steinbeere.

S. Oeder El Dan. Tab. 33.

Dieſe kleine S Steauchartige ‚Pflanze waͤchſet in —* kaͤlteren Europa oder an ſolchen Oertern, die wegen ih⸗ rer Hoͤhe gleich kalt ſind, wie z. E. auf den Alpen und Pyrenaͤen, bei uns aber iſt ſie beſonders i in den duͤr⸗ ren Heidegegenden des Herzogthums Celle und —* burg 9) haͤufig anzutreffen.

Auſſer Europa wird ſi e auch noch i in den nördlichen .

Amerika gefunden,

Die Blätter find Faum einen Zoll fang, Kängfich, oval und nach ihrem unteren Ende weit fehmaler, als nad) dem oberen, am Rande ungezahnt, auf beiden Seiten glänzend grün, auf der oberen hingegen merkli⸗ cher mit einem vertieften Gewebe feiner Adern verfehen,

und in ihrem Baue dick und Reif. Sie zug im Bin ter nicht ab,

. Die Blumen brecheni im Meta an den Episen der

E 3 Zweige S. Taube Beiträge 2te8 Gtihk.

70 VILARBUTUS,

Zweige Büfchelweife hervor, ‚und eine wife | liche Farbe.

+. Die Beeren ſind etwas gröffer als gemeine Heidelbeeren (Vaccinium Myrtillus L.) bei ihrer Reife roth, und —* vier bis acht em Sr -

menkoͤrner.

Die Zweige ſind aid ——

Es bleibet allezeit eine kleine niedrige Pflan⸗ ze, und weil ſie ſchwer zu verpflanzen iſt, ſo muß ſie nothwendig mit der Erde ausgehoben, und damit an Ort und Stelle gebracht werden.

Zwar vermehret ſie ſich auch durch den Eike, ollein weil die iungen Pflanzen lange Zeit erfodern , che fie bei uns in etwas aufwachfen, ſo ift diefes Verfah⸗ ren mißlich. Der inden Amerifanifhen Saamenfiften hieher überfchickte ift auch, wahrſcheinlich wegen des

Alters, niemals aufgelaufen.

Die ganze Pflanze hat einen kei ee den Geſchmack, welche Eigenfchaft befonders an. dem, Safte der Blärter deutlich bemerfer werden kann.

Nach des Prof. Kalms Berichte bedienen ſich die Wilden in dem nordlichen Amerika der Blätter, um ſie ie mit ihrem Rauchtoback zu vermiſchen. *

Dieſe Blaͤtter ſowohl, als die Beeren ſi ind ſchr | aufammenziehend , Ser, die, BrHeraR Rärteer als dis lezteren. |

Sie dienen den Yerzten, in; Zeiten als ein Hilfsmittel i in Steinfhmerzen, und waren diezu Mont pellier die erſten, welche den Gebrauch befannt machten, as au haben von Dun, —— Vogel,

Pallas,

VILIARBUTUS. 71

Pallas, Taube/ Murray und andere mehr die gluͤcklichſten Verſuche gezeiget, und ſie ſehr angeprieſen; doch giebet auch der Herr Profeffor Murray noch neu⸗ erlich an,’ daß aus Verſehen die Blaͤtter der Kroonsbee⸗ renſtaude (Vaccinium vitis idaea L.) mit gfeichem guten Erfolge gebraucht worden: wären, Weber diefen: Gebrauch kann man deffelben comment. de Arbuto Uva urſi Goettingae 1764 4: pag: 66. nachfchen, In Schweden nimmt an fie zur WR und ſchwar⸗ zen Farbe. | So iſt auch ferner von ihr bekannt, daß ein Schar lachwurm unter ihren Wurzeln Hänger, der bei dem Ritter von Linne‘ Coccus Uvae Urſi Syſt. nat. iſt,

und beim Zerd ruͤcken eine ſchoͤne Scharlachfarbe giebet, | Herr Hofmed. Taube hat ihn iedoch auch an den-

Wurzeln der Heide (EricavulgarisL )gefunden · wenn ſie nicht auf trockenen Boden ſtand, nur glaubt er von ihm, daß er ſich in Niederſachſen nie in gehöriger Menge wer⸗ de ſammlen laſſen, weil das Thier klein it, und nur. mit TR: entdeckt werden kann. *

VII. AZALEA Kilo) —— gine fcabris, corollis piloſo glütinöfis SL. SB.Pl.. Mil, 1. & Gronov, Fl. Virg.

' The American upright. N ioneyfückle wich a a

witheFlower. \ Die Azalea mit Elebrigen Blumen.

©: Catesby ı Tab. 57: Plux. alm. 106.

Tab. 161. ns 4- | EN

72 VII. AZIALEA vilſcoſa etc.

Se ſtammet aus Virginien und den uͤbrigen Nord · amerikaniſchen Provinzen her.

Die Blaͤtter ſind oval laͤnglich ie der Rand iſt nach der unteren Flaͤche zuruͤckgebogen und ein wenig gekerbt, die obere Flaͤche iſt hellgruͤn, glatt, und die: untere mehr durchſichtig gruͤn und mit Adern verſehen. Sie haben anderthalb Zoll Laͤnge und einen halben Zoll Breite und ſind oben breiter als unten, wo ſie an den Stiel beveſtiget find... Gemeiniglich ſitzen ſie an den Spitzen der Zweige zu drei bis vier Stuͤck neben einan der. Die kurzen rörhliche n Stiele find mit Haaren ver⸗ fehen, welche auch auf der größten. Aber des Blattes bemerket werden koͤnnen.

Die Blumen erſche inen bei ung‘ in Sufins zu ſechs big ſieben aus einer vielblättrigen ovalen Knoſpe, nicht auf einmal, fondern auf einander folgend. ie haben einen fehr angenehmen mit dem Geisblatte —— menden Geruch. |

Die Blumendecke iſt gruͤnweißlich, niche br 4 lend, und fuͤnffach eingefchnitten. Die Einſchnitte ſi ind zugeſpizt und aufwaͤrts ſtehend. | Die Blume iſt einblaͤttrig weiß und Zichter- | | Ihre fuͤnf Einſchnitte ſind nach untenhin gebogen. Faͤnf weiſe und am Ende roͤthliche Faͤden gehen aus ihr mit Safrangelben Staubbeuteln hervor. Der Knopf iſt vuindlich, gruͤn und klein, der Griffel Fadenfoͤrmig nicht abfallend, —* das Stig— ma aber Purpurfarbig. | So wohl die Blumendecke als Hure fragen viele | | weiße mie begabte Haare; welche beide

auſſerſt

VII AZALEA vifcofa ete. 73

aͤuſſerſt kiebrig machen, daß auch fo gar Käfer und Flie⸗ gen, welche fih an diefelbe wagen, dadurch zu glüde veft gehalten werden.

Nach dem Verbluͤhen ſetzet fi hei eine rule fünf Fächer getheilte Saamencapſel an, worin fich viele tundliche Körner befinden. In England nah Miller, und unfer unferm Himmelsftriche dürfen wir ung auf | Saamen keine Rechnung machen. |

Die Rinde der Ziveige iſt braum und glatt.

Der Ritter von Linne’ hat bei dieſer Azalea die Fäden faum länger als die Blume angetroffen, und giebt. deswegen durdy die mehr längeren Fäden: einer anderen Birginifchen Art, der rorhblühenden Ajalea, (Aꝛalea nudiflora * ein beſonderes Unterſcheidungs⸗ sei

Sch habe iedoch ſo wohl bieſe Fäden, als den Sriffel weit über ‚die Blume hervorragend bei den DRIN er⸗ | FERNE Blumen gefehen. |

Miller fagt von ihnen, daß fi ie einen guten. Bor den und einen fehattigen Grund erfodern wenn N e gr hoͤrig treiben follen, | Er vermehret fie durch Ableger and beburſeltet iunge Bent, und ich fuͤhre dieſe Nachrichten aus dieſen Schrift⸗ ſteller an, weil ich von den hieſigen Stammen keine Er⸗ fahrung weiß· Sie ſind nemlich erſt im Fruhiahre 1770- als ſolche hieſelbſt a und. ——— in cben dem Sommer.

Ihre Hoͤhe betraͤgt nur vier ziß und ſu ie ſo ölfen un fire in einen etwas beſchuzten Platze ausſtehem

€; Auſſer

74 IX. BACGCHARTS:Balimifoli etc.

uſſer dem Geruche der Bhrmen, bie sbstbem que ing Auge fallen, find von n ihr keine eigene EEE befannt. |

| IX. B A © HARIS (halimifoia fohit

_ obovatis fuperne emarginato - - erenatis L. Pl. Mill: 3. du Ham. arb. |

arborescens. Bartr. Cat. Virginia Grundfel Tree. Bacchante de Virginie.

Dir Kreuzwurzbaum. du Hamel arb. Tom ı.Pl. 35-

Lie Blaͤtter dieſer Virginiſchen Strauchattigen | Pflanze ſind oval, mit gezahnten Ausfhnitten verfehen, dick und Wechfelsmweife an den Zweigen beve⸗ figet. Sie bleiben das ganze Jahr hindurch nach Mile lers Zeugniſſe grün. *

Die gruͤnlich weiſſen Fleinen Blumen du Hamel in Frankreich im Auguſt, und nach Miller in England im October hervor, welche leztere Agate die hieſigen Erfahrungen bekraͤftigen. „Sie heſtehen iederzeit aus einer Menge Heiner. wie tet und Weiblichen-Blumen, die eine ſchuppige i —* | che Blumendecke umſchließet . |

‚Die Zwitters und. Weibtichen: Blumen f ind unter einander vermiſchet.

Die erſteren ſind Trichterfoͤrmig und funffach einge» ſchau⸗

IX,BACCHARI s halimifolia etc. 75 ſchnitten, Sie haben fünf kleine zarte Staubfaͤden

mit Roͤhrenfoͤrmigen Staubbeuteln, einen, ovalen:

Knopf, nebſt einen zarten Fadenaͤhnlichen Griffel, der fo lang wie die Blume ift und ein mnigajar®

Stigmah hat.

Die lezteren hingegen ſind zwar mit den etſteren cicich

gefaltet, doch: ohne Staubfäden,

Der Saame iſt furz, und mit einem |

‚oder einer Haarkrone beſezt.

"Die Höhe diefer Stande beläuft ſich nie über f ieben bis acht Fuß, und fie hält in einen wohlbeſchuͤzten Stan- de unfere Winter aus, nut muß fie mit Stroh beiwunie ven werden.

Auſſer den Saamen kann man ſie durch Meſtecung abgeſchnittener Zweige in. einen ſchattigen lockeren Bo» den: bald vermehren, wenn. fie. nur bei. trockenen Wetz ter begoſſen werden, und: nach Miller ſollen Stecklin⸗ « (pn | im Herbfte zum. Berpflanzen gut fen. |

Sie ſtehet gern, in: guten und fetten Erdreiche, und ihzrer friſchen gruͤnenden Blaͤtter in. Pflan⸗ —— ob Blumen leine ——

be * ; |

4 “. x. BERB: BER 156 8) 8 2 Ns k

ui erde Polls Muich er il or zent Pig Berbe⸗

746 X. BERBERIS vulgaris ete. -

" Berberis dumetörum C. Baub. Pinc, 454: —2* Farb

. The common Barberry, or Pipperidge "bush, Epine- Vinette,

Die gemeine Berberikenftande." Pers} oder Berbisbeeren. Sourach. Saurdorn, Eßig⸗ dorn. Sea Weinfchierling, Weine ſchaͤdling. | RT ©. du Ham. Arbr. fruit. Tom ı I: P. 152, Miller Tab. 63. und Blackvveil Tab, *

N ach Kühe Kitter von Linne toächfer fi fie. im Briente

und in vielen Europäifchen Holzungen wild, wo⸗ hin beſonders fuͤr Deutſchland die Gegenden am Rhein, Franken und Schwaben gehören, woſelbſt man fie häuf- fig in den Hecken auf den Feldern finde,

Die Blätter find öval, zugeftumpft, am Kane fein gezahnt, und mit feinen Stacheln verfehen, auf der oberen Fläche glart und Hellgrün, auf der unteren aber weißlicher und voll Feiner erhabener Adern, die Netzartig durch einander laufen. Gemeiniglich kom⸗ men fie zu fünf Stuͤck aus Knoſpen hervor, welche Weihe felsweife an den Zweigen zu bemerfen ei; a viertel Zoll lange Sticke: |

Zwiſchen folchen Blättern erſche eh. im. Mai und Jun ius die Blumen in kleinen artigen Trane ——— wie an der Johannisbeerſtaude.

Die Blumendecke ift gelb, aus feche ARE, *— kleinen Blaͤttern in zwei Reihen zuſam⸗ mengeſezt, von denen: die drei inneren geöffer erfcheinen, als die drei &ıfferen mehr zugefpizten. Ste iſt ausge: breiter, und fällt beim Anfegen der Frucht ab,

Die

X BERBERIS vulgaris etc. 77

Die Blume hat ſechs gelbe Blaͤtter, die rundlich, ansgehöle und: ein wenig gröffer als die Blaͤtter der Blu⸗ mendecke ſind. Au einen ieden Blatte finden ſich unten zwei gelbliche rundliche Saftgruben.

Die Anzahl der ebenfals gelben Staubfaͤden be⸗ Käufe fi ſich auf fehs Stuͤck. Sie fliehen aufgerichtet, - find. zufammengedrüdt , und ſahten ieder zwei gelbe | Staubbeutel

Der Knopf it Walzenförmig, und Hang als die Staubfäden. Er ift wiedas Stigma, grün von Farbe, hat feinen Griffel, fondern nur ein rundes größeres Stigma mie einer ſcharfen Einfaſſung.

Der Geruch der Blumen je ſtark und dahe fuͤr viele unangenehm. |

Bei den Bluͤmen kann man die Vefrucheung —* | ps als an andern, bemerfon, Der hieher gehörige Vrer ſuch des Herrn Sanddroft von Muͤnchhauſen *) verdienet der Merfwürdigfeit wegen wohl, daß ich ihr. wiederhole. Man biege nemlich an einer friſch aufge⸗ bluͤheten Blume eines ihrer Blaͤtter mit einen ſpitzi⸗ gen Meſſer gelinde zuruͤck, ſo wird der darunter liegende Staubfaden ſich geſchwind vorwaͤrts bewegen, die Staubbeutel an das Stigma andruͤcken, und nad) da⸗ ſelbſt zuruͤckgelaſſenen Befeuchtungsſtaube ſich langſam wieder zuruͤck ziehen, und die vorige Stellung einneh⸗ men. Auf diefe Weife folgen die- Staubfäden einer nach. dem andern, bis das Stigma mit Staub völlig bedeckt ‚ift, man kann fie aber nicht vermügen daß ſi fie Amer ‚Syeaung, wiederholen, |

"Die Frucht, welche eine lngliche Veer ift, *

b 2 S. Hausvatır 3 Th. S 440. y

78 XBERBERIS vulgaris etc.

bei uns zu Ende des Septemberb und im Aufange des Octobers reif wird, iſt zuerſt grün,’ erhaͤlt iedoch nach her eine ſchoͤne rothe Farbe. Sie iſt mit ſcharfen ſau · ten Safte angefuͤllet, ‚in m. or Sam J mentorner liegen.

Die Zweige fd ı mir ſpitten AS —* die Sin und wicder theils einzeln, gemeiniglich ‚hingegen Pe an zutreffen fi ind. |

Die ltere Rinde ift Aſchfarbig, und Pen bie darunterficgende dunkelgelb, das Holz ſelbſt gelblich, und die Markröhre, ‚die ſich in der Mitte beſindet, weiß, ‚und umher mit einen gelben Rande eingefaß t.

Die Berberigenftaude kommt in iedem Erdreiche fort, doch wird die Frucht in gutem Boden beffer, als in mageren,

Man kann fie ohne viele Mühe durch den Sen ducch die bewurzelten Nebenſproſſen, und durch das: . Aſenken der unteren Zweige vaghnn weht Lie

Wurzeln, treiben. . |

Mit der Voſchneitung muß man ——— Kiki ihre Frucht meiſtentheils aus den Enden der Aeſte her⸗ vorwaͤchſet⸗ und fie daher nicht anders als um Mich e⸗ lis unternehmen/ wenn die Blatter abzufallen anfangen:

Ein Buſch, von dem man viele, Früchte ertvarten will, muß überdem noch einzeln und nicht im Hecken ſtehen, und im Herbſte allezeit von ſeinen Nebenſchuͤſ⸗ ſen und allen großen Trieben befreiet werden. ja

Es-wird niemals ein hoher Bann, aber doch ein ʒiemlich hoher und Rage Straud), und die Wurzeln, . Die

XBERBERIS vulgaris etc. 79

die. durch und dur ‚6 find, kriechen unter der. Ban weit umher,

Wegen feiner frühen gelben Sfumen: und: wothen Kam fann man dem Strauche mit Recht eine Stelle in Pflanzungen anweifen weil, er gus in die Augen fällt, und er dienet im Gehege, indem die Voͤgel den. Barren

gerne nhachgehen.

Gegen unſere Winter iſt er nicht zaͤrtlich.

Will man ihn zu Hecken in Gärten anziehen, fo muß man auf Blüche und Fruͤchte niche viel rechnen, weil-diefe durch das. Beſchneiden weggenommen werden, Sch wuͤrde auch dazu nach hiefiger ‚eigener. Erfahrung nicht rathen, nach welcher folche ſcharf beſchnittene Hex cken in ihren Blärtern leichter als andere Baumblaͤtter

durch den Mehlthau angegriffen werden, und dadurch mitten im Sommer ein ſchlechtee Anſehen erhalten.

Die Fruͤchte werden gewoͤhnlich nie. Zucker einge⸗ macht, wozu Erhart *) und der Herr Landdroſt von Münchhaufen "*) Anweifung geben. Auf diefe Art

zuůbereitet dienen fie als ein Eühlendes Mittel in hisigen

Sichern, Ihr Saft kann zum Punſch genommen wer⸗

den. Man trocknet ſie auch, und die Einwohner der

Laͤnder, wo fi e in Menge geſammlet werden Finnen,

ſollen aus ihnen einen guten Brantewein verfertigen.

Die Rinde der Wurzel ruͤhmet E rhart als ein bir:

teres Laxiermittel, und leitet daraus die angegebene | Der.pprr von. Hallen”)

empfieh⸗

5 Deconom. Pflanzenhiſtorie ſechſter Band S. 65. MS. Hausvater 3.2 ©, 442: 7). Haller, Bill. Stirp. Heiv,

80 X. BERBERIS vulgarisere,

empfichler das abgefochte BE der Blätter Pe ae den Zähnen. |

Das Holz können die write zu enger ac 4 on gebrauchen.

Die Rinde, beſonders die von den Wureln wird zum Färben des Saffians angewender, fo wie fie auch - in Waffer.gefocht oder in Lauche gebeizt eine ſchoͤne geh be Zarbe giebt, mir der. man allerhaud hoͤlzernes Geraͤ⸗ the anftreichen, und als mit einen Fuͤrniß übergogen. wi und glänzend machen Fann.

Ebenfals erhält man aus den ausgepreßten Safte der Beeren mit dem Zufage von Alaun eine —* ——— Farbe, welche als Dinte Ren

Xu BETULA..

& Ritter von Rinne’ begreift unter dieſem * N ſchlechte zwei Gattungen, nemlich die eigentliche |

Birke und die Eifer oder Erle. Beide ſtimmen den Bluͤ⸗

then nach mit einander uͤberein, und bloß die lezteren

haben, an ſiatt der langen als Käschen geftalteren Cy⸗

Iinderförmigen Saam enbehaͤltuiſſe der Pe

rundige ſchuppige Zapfen. | | | Ich folge alſo dieſer Abtheilung.

A. BETULA. "The Birch Tree, Le Bouleau, r Die Birke,

Die Birfen * mit den Elern zu Baͤumen.

KLBETULA : ———

Biumen, die ihre maͤnnlichen und welblichen Blicken

zwar gefrennt in verſchiedenen ans ren auf einen Stamme tragen. |

Die männlichen Blumen ſ in einen Chylin⸗ derfoͤrmigen Käzchen beiſammen, das ſchuppig, locker, und auf allen Seiten wie en liegende | ziegel geſtaltet iſt. |

Eine iede BER die e Blumendeee —— Schuppe, welche wiederum an den Seiten zwei kleinere ee hat, führer drei an ihr geheftete Blumen.

Jede Blume ift nur ein einzelnes Blatt, das une gemein flein iſt, und vier bpafe —— hat, die fh ausbreiten. |

Sie führet vier feine & Staubfigen mit ie Doppel | ten Staubbe uteln |

"Die weiblichen wachfen wie die —— PER far in Kazchen, find aber viel fleiner, und ftehen mehr a aufwärts , als herabhangend. "Das Käjchen iſt/ wie das mannliche als aufeinander gelegte Dachziegel ge⸗ ſtaltet und iede sage beſtehet aus drei Schuppen, wel⸗ che aberall gegen. einander über und an ber in der * Mir befindlichen Are des Kägchens ſtehen.

Eine ſolche Schuppe, die ‚Hersförmig *

ſcheinet hat zwei borſtige kleine ovale Knoͤpfe, und

auf ieden zwei Griffel, die ſo lang. als die Schuppe und oben ein flaches Stigma führen. |

Eine Saamencapſel iſt nicht vorhanden, ſondern die kleinen ovalen und gefluͤgelten Saamenförner fint unfer den Schuppen des en eingeſchloſſen.

Band. sh —— 1. BE-

82 8. BETU m.

1. BETULA (alba) folii ovatis

er Yerdtisı 2 Sp PEMART Besula foliis cordato-Janceolatis ferratis. ‚Hi Ter-- Hit. fürpi Helv. S G N RATES,

‚Bette du Ham. arb. 1.4 Pe —* The common Birch Tree, A be | Le Boulean. - a Die gemeine Birke Min. Dee Wonnn 4 un | —⏑— © Cramer Tab, ri Ga Blacbvvel. Tab. 240: *

Die gemeine Birke, teife man in den, fälsen Besen de von Europa, wie befannt, wild, an.

Die Blaͤtter ſind nicht ſehr groß faft Dreifeitig, ieboch am Ende mehr zugeſpizt an dem Rande Saͤgen⸗ oͤrmig aus geſchnitten, von bellarůner Farbe und ‚auf en Flächen ‚glatt, und ‚glänzend. * Sie brechen ar Frahlinge ſehr zeitig hervor, und zwar nach dan fich chem er ntwickelten Blumenkäzchen, vwag im Weil ka Im, *. herab haͤngen.

Die maͤnnlichen Blumen feßen wegen ihres Häuf-

ſigen Staubes gelblich aus, die viel kleinern Weibli⸗

chen aber find-grim. Bei den erſteren nd die Schup⸗

pen roth, die Staubbeutel gelblich, und die Kaͤchen

allezeit an den änfferften Spigen der. Zweige befindlich, auch aus eigenen Knofpen hervorfomimend ; Die lezte⸗ sen hingegen entfpringen aus den Blaͤtterknoſpen. Bye:

‚Der Saame erhaͤlt im: September und Dxtiber N

feine reife Man kann ihn an feiner braunen. ee am

XI. BETULA, 33

am beſten etennen no u er J ale Jahre ge⸗ hoͤrig gut

Die weige ſ find dünn und ungemein 109 und- eben Biegfamfeie gilt von. den Wurzeln, aus wel⸗ * hin und wieder Koͤrbe geflochten werden.

Die Rinde der Birken iſt an den Zweigen statt braun amd mit weißen Munfren verfehen, welche nach 9 Stellers Unterſuchungen das Harz der Birke ift, das

durch MWeingeift aufgelöfer, im Geruche und Geſchmacke dem Balſamo Copaivae gleich komme *), An den Stämmen iunger Baͤume erſcheinet dieſe Rinde gemei⸗ niglich glatt, weiß und glaͤnzend, da ſie ſonſt bei alten ſehr hoͤckerig iſt. Sie beſtehet ans verſchiedenen Ho. | Lagen. Ein dinner weiffer und zaͤher Baſt macht die Auſſere Bedeckung aus, unter dieſer feinen Rinde findet ſich eine. etwas ftärfere, welche. fich leicht. abfondert; und oben weiß, unten aber roͤthlich ift, auf: dieſe folge eine einem viertel Zoll hohe rothbraͤunliche veſte holjige. Kin de⸗ auf dieſe aber das uͤbrige weiße Holz des Stammes, Die aͤuſſere und erſte weiße Rinde iſt beinahe unver ·

weßlich.· Sie dauret zum wenigſten ſehr lange, und oft vgfautet ſchon das Ba wenn dieſe noch friſch und gut iſt. | | Das Hot; ki6h if sefte * süße, Bi in fältertn ändern; (eich vefter als in iwärmeren, welches auch du Hame bei der Vergleichung der Sramöpfgen und | Schwediſchen Bi rken eingeſtehen muß Man ſaet den zur Zeit feiner Rafe gefanmiten i Birkenſaamen zu Ausgange des RL. er Sa & Be u in

’*) ©. Gmel. Fl, Sibir. Tom. 1. 168.

84 XEBETÜLA. An 4 und vortheilhafteſten geſchiet⸗ dieſes flach

oben auf der Erde, nur daß er in fo weit bedeckt wird, - daß er von din Vögeln nicht Aufgefauumlyt, und von

‚ben Winden nicht weggewehet werden kann.

Vorzůglich gut geraͤth der Ver ſuch in einen gen Boden, der aber nicht zu naß feyn muß, weit ſonſt

Die Birken in ihrem Wuolhſe und ‚ach | MR bleiben würden,

Ein ſolches muß man bei Er füllen Wet |

Ä fer unternehmen, n bat das leichte Saamenforntwird durch

einen: gerin⸗ en ind von einer Stelle weg und an einen an» Ser Drt gefuͤhret. Daß diefes möglich fei,beweifen dieie⸗

nigen Pläge, die iungen Birkenanflug zeigen, und doch

"yon alten Saanientragenden Birfen’weit entfernet ſind. Eine wunderbare Erfcheinung alsdenn für einen mer⸗

fahrnen, wenn er nicht weiß, daß ei ein Dr * hervorzubringeni im Stande iſt.

Da wir alſo ſehen daß die oh ven icnen

—— ohne ſonderliche Bedeckung hervorkeimen fäffer, Er ſo bleibt bei deſſen Ausſtreuung die erſte in * nur ſo wenig als möglich‘ zu bi | j

u dem erflen © Safe, ‚in la der BER a E

| | „gehet, find Die Pflanzen fo Elein,. daß man ‚fe. miteinem . x ‚geübten Auge nut als Birken etfennen kann, iedoch im weiten Fahre zeigen fie ſich deutlicher und ſtarker.

Solche ausgefärte Birkenpflanzen verlangen’ indefe

M „fen zur. Beförderung. eines gufen Wuchſes freie $uft und Sonne, und Befmann giebe von einen auf dieſ⸗ Bei |

ſe gezogenen Gcehaue die Verſi icherung daß cs ſchon in Zeit von zehn Jahren. gute und 5 Br fſtaͤbe VUieefert.

XLBETUL& 85

So ſhuellaber auch die Birke in ihrer Jugend waͤch⸗ ſet, ſo waͤchſet ſie zu feinen, ſolchen ſtarken und Hohen Stamme als die Eiche und Bache auf, und eben fo wenig Belanget fie e * einem AO rlich hoben M

Ich file mic fage beh, Pr ihr Alter ſchwer zu Bilkkömen ſeyn wird, weil bei ihr alles auf einen. guten Boden ankommt, der bekanntermaßen viel verändern kann. So habe ich auf den von Voͤlkerſchen Gar: ten vor Braunſchweig fechzigiährige Birken in voller „ebhaftigfeie angetroffen, welche auf achtʒig DR Höhe "und zwei Fuß im Durchſchnitte hatten.

Das gewiſſe Zeichen des Abſterbens iſt wie Bei den | alten Eichen, das Aufberften der Rinde am unteren Thei⸗ fe des Stammes, und wenn fie oben im Kopfe buſchig werden. Ein aufmerkſamer Forſtmann wird leicht be⸗ merken können, daß eine ſolche beſchaͤdigte Birke nicht weiter in die Hoͤhe waͤchſet, und in der Dicke keine neue Holzlage, fondern nur Rinde anſetzet daher man auch die Rinde bei alten Staͤmmen oͤfters zu einer Handbreit⸗ die antrift. Und: bei diefer Ausficht ift es die höchfte Zeit, e eine ſolche Lirfe zu Pan, weil ge Kern faul a

Noch eine Art Sirfen ausjufen: if dleienige